
Das Buch ist ein Zwiegespräch zweier großer Denker, die man selbst als Philosophen bezeichnen möchte. So drehen sich ihre Gespräche um Sokrates, Voltaire, Kleist, Schirachs Theaterstück Terror und die Politik im Allgemeinen. Was mir als bekennenden Bewunderer von Ferdinand von Schirach wieder einmal auffiel, war die Wortwahl des Autors. Wo Alexander Kluge seine Theorien und Vorstellungen eher etwas verschachtelt darstellt und den Leser zu einem zweiten und auch dritten Durchlesen veranlasst, um das Gesagte zu verstehen, bleibt Ferdinand von Schirach sich treu. Das einfache, verständliche Wort ist seine Zauberformel. Und immer wieder trifft er damit den Nagel auf den Kopf. Solch ein Buch kann ich nicht lesen, ohne einen Bleistift zur Hand, damit ich mir wichtige Stellen markieren kann und darüber nachdenken werde. Ein Stück deutsche Literatur, wie wir es nur noch selten lesen können.

Sie heißen Bitcoin, Dash, Monero oder Ethereum. Digitale Währungen, die sogenannten Cryptocoins, können profitable Investments sein – mit Zuwachsraten bis zu mehreren Tausend Prozent im Jahr. Doch worauf muss man beim Investieren achten? Wie riskant ist die Geldanlage in Cryptocoins und welche der vielen Hundert digitalen Währungen sind zu empfehlen? Von welchen sollte man besser die Finger lassen? Aaron Koenig führt auf leicht verständliche und unterhaltsame Art in die Welt der digitalen Währungen ein, stellt die wichtigsten vor und gibt praktische Tipps zur Anlage. Das Einmaleins der Cryptocoins, erstmals kompakt zusammengestellt.
Wieder wuchtet der Erfolgsautor Ken Follett einen 1160 Seiten starken Historischen Roman auf den Buchmarkt. Diesmal widmet sich sein Roman der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten. Dabei geht es wie immer wenn Glaubensfragen vorgeschoben werden um Macht. Spanien und Frankreich gegen England und die aufrührerischen Holländer. Follett gelingt es zwei Protagonisten durch diese ereignisreichen Zeiten zu führen und die ganzen Grausamkeiten und politischen Mitspieler mit ihnen in Verbindung zu bringen. Ein Höhepunkt der Geschichte sind dabei die Bartholomäusnacht und die Geschichte um Guy Fawkes.
Djamal Khadim, ist Deutscher, jung, klug und mit seiner Nina glücklich. Auch wenn seine Wurzeln im Irak liegen, sind alle in seiner Familie gemäßigte Islamisten. Seine Mutter ist Ärztin, sein Vater Historiker und der behauptet von sich, dass der Glaube und Allah ein Teil seines Lebens sind, doch das er weder für Allah noch für einen anderen Gott in den Krieg ziehen würde. Doch dann lernt Djamal durch seinen religiösen Cousin, Yussuf Asmani kennen. Einen charismatischen Mann, der mit seinem tiefen Glauben an Allah, den jungen Mann in seinen Bann zieht. Djamal scheint in Yussuf endlich die Antwort auf all seine Fragen gefunden zu haben. Was Djamal nicht weiß, Yussuf Asmani ist einer der meistgesuchten Terroristen, ein Dschihadist, der bereits unter Observierung steht und das nicht nur vom BND, selbst die CIA verfolgt den Mann. Als man Djamal mit Asmani sieht, wird Djamal verhaftet und gerät in die Mühlen der Geheimdienste, was seinen plötzlich verwirrten Glauben noch stärkt und ihn tiefer in die Arme des Dschihad treibt.



Der Wahltriestiner Heinichen beschreibt in seiner unnachahmlichen Art die Zustände in seiner Heimat. Nach einem mysteriösen Todessturz kommt die Kriminalgeschichte in Fahrt, die über 50 Jahre zurückliegt. Dabei erzählt uns Heinichen die sehr wechselvolle Geschichte Triests. Mancher Triester wird sie so nicht kennen. Heinichen schrappt dabei nicht an der Oberfläche, er geht tief in die korrupten Strukturen der italienischen Gesellschaft und der Triests im Speziellen. Natürlich klammert der Autor die regionale Küche des Gebiets vom Karst zum Mittelmeer nicht aus, sodass dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft.