
Sherlock Holmes hat Konkurrenz bekommen. Grice und Middelton ermitteln im London des Jahrs 1882. Doktor Watson wurde ersetzt durch March Middelton, einer jungen Frau, die in das Haus ihres Patenonkels nach London zieht. Sidney Grice ist ein berühmter Detective, arrogant bis in die Knochen, immer auf Profit aus und mehr als nur uneinsichtig, wenn jemand seine Erkenntnisse in Zweifel zieht. Als eine Witwe in sein Haus kommt und ihn bittet, die Unschuld ihres wegen Mordes angeklagten Schwiegersohns zu beweisen, lehnt er kategorisch ab. Denn die Dame hat einfach kein Geld. Ohne Geld, keine Ermittlungen. March will jedoch der Frau helfen und bietet ihr eigenes kleines Vermögen, damit Sidney den Auftrag annimmt. Auch wenn ihm vor Schreck das Glasauge aus dem Gesicht fällt, stimmt er zu.
Action, Abenteuer und Aliens – Wesley Chus SF-Thriller ›Die Leben des Tao‹ ist der Auftakt einer Trilogie, in der sich ein durchschnittlicher Nerd zum Top-Geheimagenten mausert. Si-Fi mit voller Action und intelligenten Dialogen. Ein Alien das schon in vielen Köpfen von Menschen gesessen hat, wie z.B. Dschingis Kahn, besitzt viel Erfahrung im Kampf und für das Leben an sich. Der Wirt den sich der Alien Tao ausgesucht hat entspricht nicht den Vorstellungen eines Kämpfers, er muss sich aber dem Gegenspieler von Tao, einem ausgebildeten Kämpfer mit einem genauso ausgefuchstem Alien stellen.

Wer hätte das gedacht, dass schon um 830 n.Chr. Nordmänner das Mare Nostrum, das Mittelmeer, befahren hätten und mit ihren schnellen Schiffen den Handel mit Eis vom Ätna betrieben. Diese und viele andere Informationen eingepackt in eine spannende Rahmenhandlung, die auch das frühere Alexandria einschließt, beinhaltet das Werk von Dirk Husemann. Venedig, das an Anfang seiner glänzenden Geschichte steht war damals ein Konglomerat aus kleinen Inselchen wobei Rivo Alto die Höchstgelegene war. Heute bekannt unter dem Namen Rialto. Von hier aus geht die Reise übers Mittelmeer. Spannend.
Er ist Künstler, der aus einem gelben Fleck eine Sonne machen kann. Sie ist eine Köchin, der es gelingt, in einer Quiche das Meer, den Himmel und den Duft von Pinienwäldern einzufangen. Er ist Spanier und voller Temperament. Sie ein junges französisches Mädchen. Er ist Picasso und hat sich weltweit einen Namen gemacht. Sie arbeitet im elterlichen Café Paradies als Köchin neben der Mutter. In einer Schaffenskrise flüchtet er nach Juan-les Pins an die Cote d´ Azur. Sie träumt von einer selbstbestimmten Zukunft. Als Maler und Mädchen aufeinandertreffen ist der Reiz des Neuen nicht mehr wegzudenken.
Mit Band 3 der dreiteiligen Mittelaltersaga ›Das Haus der grauen Mönche‹
Der Wahltriestiner Heinichen beschreibt in seiner unnachahmlichen Art die Zustände in seiner Heimat. Nach einem mysteriösen Todessturz kommt die Kriminalgeschichte in Fahrt, die über 50 Jahre zurückliegt. Dabei erzählt uns Heinichen die sehr wechselvolle Geschichte Triests. Mancher Triester wird sie so nicht kennen. Heinichen schrappt dabei nicht an der Oberfläche, er geht tief in die korrupten Strukturen der italienischen Gesellschaft und der Triests im Speziellen. Natürlich klammert der Autor die regionale Küche des Gebiets vom Karst zum Mittelmeer nicht aus, sodass dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft.
Ein leidenschaftlicher Pilot und Geschichtsforscher ist er, der Garry Disher. Er forscht über die Geschichte Australiens. Dabei ist er wohl auf diese Geschichte gestoßen die dem Buch zu Grunde liegt. Die Geschichte zeigt wie durch den 2. Weltkrieg die Verhältnisse in Asien durcheinander gewirbelt wurden. Kolonialmächte verloren ihre Basen und damit ihren Einfluss. Disher zeigt die Gewalt deren die Zivilbevölkerung ausgesetzt wurde und die Rücksichtslosigkeit der Menschen wenn es ums Überleben geht. Ein spannender Roman, der Gewalt, Liebe und viele andere Spielarten des menschlichen Lebens sehr deutlich zeigt.
Mit einer Reihe von Neuübersetzungen wurde den Werken des Krimiautoren Dennis Lehane Rechnung getragen. Angepasst an heutige Redewendungen und Sprüchen erschließen sich die Zustände des heutigen Amerika recht deutlich. Ein Lob gilt daher auch dem Übersetzer. Der Autor zeigt in seinen Werken Mystic River, Der letzte Drink, ein Land, in dem täglich mit Waffengewalt Banden und auch die Polizei Rechte, in welcher Art auch immer durchgesetzt werden. Weiß gegen Schwarz und anders herum, die Kämpfe sind gnadenlos. Lehane nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Mit seinen beiden Detektiven in Boston dringt er tief in die Unterwelt und des organisierten Verbrechens ein. Ein Meister der schreibenden Zunft nimmt uns in seinen Werken quasi mit in ein Land, das scheinbar immer mehr zu den Waffen greift.