
Dieses Buch ist definitiv ein wütendes Buch, einer muslimisch erzogenen Tochter, die sich nicht nur vom Islam emanzipiert hat, sondern auch als Frauen- und Menschenrechtsaktivisten definitiv eine der islamkritischen Stimmen in Deutschland ist. Doch mit wütend sind nicht haltlose Anklagen gemeint, es ist ein ungemein gut recherchiertes Buch, dass sich nicht nur auf Fakten beruft, sondern sich auch auf die eigenen Erfahrungen der Autorin stützt. Als Leser muss man so manches Mal tief durchatmen bei der Lektüre, denn Zana Ramadani nimmt kein Blatt vor den Mund. Doch das kann Frau Ramadani auch, denn sie war einmal eine Immigrantin, die jetzt Deutsche ist, sie war einmal eine Muslima, die ihrer Familie und dem Islam nur durch die Flucht in ein Frauenhaus entgehen konnte.

Ein Postapokalyptischer Roman, der mich an den Film mit Will Smith „I am a Legend“ erinnert. Die Welt wie wir sie kennen ist durch ein Fieber von Milliarden von Menschen entvölkert. Wenige haben überlebt. Nico u. sein Vater gehören dazu und sind auf dem Weg durch Südafrika um nach einer neuen Heimstatt zu suchen. Sie erleben viele Abenteuer und stoßen auf eine gewandelte Natur und auf Menschen die sich von den Nahrungsmittelresten in verlassenen Supermärkten und von Farmern die überlebt haben. Die werden ausgeplündert. Es ist ein Kampf ums Überleben mit allen Mitteln. Meyer entwickelt einen Roman der am Schluss eine wichtige Frage zur Ökologie aufwirft.
Wenn Petra Reski einen Kriminalroman schreibt, dann packt sie investigative Reschercheergebnisse in ihre Bücher. Sie ist mit ihren Büchern eine ständige Mahnerin vor der Krake Mafia. Da die Mafia auch in der Bundesrepublik Deutschland nicht nur einen Rückzugsraum hat, sondern auch große finanzielle Investitionen tätigt, ist höchste Wachsamkeit geboten. In ihrem neuesten Werk beleuchtet sie die Geschäfte der Mafia mit der „Flüchtlingskriese“. Es ist erstaunliches was sie damit ans Tageslicht bringt.
Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür, was man alles in einem guten Kriminalroman unterbringen kann. In diesem Werk wird der Völkermord des Deutschen Reiches an den Herreo problematisiert und als Hintergrund für einen Mordfall an einer Deutschen Entwicklungshelferin genutzt. Viele Fakten, die Lebensweise der Herrero und die politische Situation in Namibia fließen in die spannende Geschichte ein. Als Anhang wird die Verbundenheit Deutschlands zu Namibia in chronologischer Weise aufgeführt.

Ein schnörkelloser Krimi von einem der es wissen muss. Durch seine langjährigen Erfahrungen in der Polizei Weiß der Autor wie Ermittlungsarbeit aussieht. Mit seinem Leiter der 2. Frankfurter Mordkommission, einem an dem Asperger Syndrom erkrankten Psychologen, hat er eine Figur erschaffen, die es in sich hat. Auch Mitglieder seines Teams nehmen, neben der Ermittlungsarbeit in ihren Gefühlen, einen breiten Raum ein. Das Thema Prostitution und deren Ermordung hat in Frankfurt eine lange unschöne Historie. Der Autor Aurass ist da atmosphärisch dicht dran.
