Einer der leisen Filme, die unbedingt in die Kategorie „besonders hochwertig“ fallen muss. Denn abseits vom Mainstream, ist die Geschichte intelligent, herzergreifend und mit einem wieder einmal unglaublich gutem Viggo Mortensen verfilmt worden. Qualitätsmerkmal: UNBEDINGT SEHENSWERT!
Ben ist ein hochintelligenter Aussteiger, der mit seinen sechs Kindern in der Wildnis lebt und sie ohne soziale Kontakte auf das, seiner Meinung nach, wahre Leben vorbereitet. Er gibt ihnen alles mit, um alleine in den Wäldern zu überleben.
Der Autor Ani ist ein Großmeister wenn es darum geht Gefühle offen zu legen und dass Innerste nach außen zu vermitteln. In diesem Buch zelebriert er geradezu den Hass eines Menschen der diesen 40 Jahre verdrängt hat und ihn nun gnadenlos auslebt. Ani vermittelt diese Gnadenlosigkeit scheibchenweise, sodass der Schauer quasi wohldosiert unter die Haut transportiert wird. Tiefenpsychologisch und manchmal schwer zu ertragen die Handlungsweise des Protagonisten.
Ein Roman der durch seine Sprache besticht. Würger erzählt kurz und knapp, präzise und treffend ohne dass Kälte oder Unpersönlichkeit entsteht. Tatsächlich ist das Buch voll von Nähe und Wärme der Personen zueinander. Dabei liegt dem Auslöser der Geschichte ein Verbrechen zugrunde. Würger führt uns in die Geheimnisse der Englischen Clubs, deren Aufnahmeriten und Gepflogenheiten seltsam sind, die sich aber über die Jahrhunderte gehalten haben, ein.
Ein monumentales Werk der Si-Fi Literatur. Nicht nur großartig in der Schaffung der Ringwelt, sondern auch in der Vielfältigkeit der Alienarten und deren Lebensumfeld. Niven schafft nicht nur Aliens sondern auch deren Gesellschaftssysteme. Anders als bei vielen Si-Fi Autoren wird nicht nur rumgeballert, nein er setzt sich mit Lebens -und Gesellschaftssystemen auseinander und vermittelt trotzdem spannende Unterhaltung. Mit seinen grundverschiedenen Protagonisten, einem „alten Menschen“ und 2 Aliens lässt er uns an deren Abenteuern teilhaben.
Der berühmte Schauspieler Hubert Scherer sitzt mit seiner Agentin in einem Kölner Café, als er von einem Fan, Christopher Engelhart, angesprochen wird. Eigentlich ist Christopher ein eher aufdringlicher Fan, doch als ein anderer Mann plötzlich eine Waffe zieht und alle zu Geiseln macht, rettet Christopher das Leben des Schauspielers und wird zum Medien-Helden. Engelhart genießt seinen plötzlichen Ruhm, bis er von einer Unbekannten angegriffen wird und Drohbriefe bekommt. In dem Moment kommt Bodyguard Stefan Trapp ins Spiel und wird selbst zur Marionette eines perfiden, ausgeklügelten Plans.
Ist Das Vermächtnis ein Thriller oder etwa ein Abenteuerroman? Für mich ist es ein Abenteuer-Thriller, bei dem der Autor Schlag auf Schlag, den Leser von einer Actionszene zur nächsten treibt und den Spannungsbogen eigentlich nie eine Minute herunterfährt.
Da soll noch mal einer sagen, die Deutschen können keine Science-Fiction schreiben. Markus Stromiedel beweist es mit seinem Buch Zone 5. Der Autor schafft nicht nur eine faszinierend düstere Szenerie, wie einst George Orwell in 1984, Markus Stromiedel ist auch noch so mutig, seinen Zukunftsroman in Köln spielen zu lassen. Dessen nicht genug, er erwähnt sogar die Veedels und die ehemaligen Karnevalumzüge. Sie denken, ich mache Witze, nein ganz und gar nicht! Zone 5 ist ein Science-Fiction erster Klasse, der in einem Satz mit Bestsellern wie Red Rising und der Marsianer genannt werden darf und muss. Hervorragend!
Nach Eene Meene nun der zweite Thriller mit der Protagonistin D.I. Grace. Wie das erste Buch ist es ein Thriller-Thriller, was bedeutet, es wird viel Blut aufgetischt und aufgewischt. Hartgesottene werden D.I. Grace lieben, mit all ihren verrückten Charakterzügen und auch die Story ist wieder einmal gut durchdacht und ungewöhnlich spannend.
Simon Watson ist ein junger, erfolgloser Bibliothekar, ein Träumer und Romantiker. Er lebt in einem alten Haus an der Küste Long Islands und das Meer fordert seinen Tribut, denn mit jedem Tag, der vergeht, bricht ein Stück Küste ab und zerstört dieses Haus. So ist sein Haus, wie ein Synonym seiner Lebensgeschichte. Denn als er ein altes Buch zugeschickt bekommt, in dem es anscheinend um seine Familie geht, bröckelt auch seine Existenz langsam und wird in die Fluten gespült. Das Geheimnis seiner Mutter, die sich im Meer das Leben nahm, als er noch ein kleiner Junge war und das Schicksal seiner jüngeren Schwester offenbaren sich, mit jeder Welle, die auch ihn fortspült. Dieses wunderschöne geschriebene Buch erinnert an Danielle Wallace Roman Big Fish, der mit Evan McGregor 2003 verfilmt wurde. Bestimmt ließ sich die Autorin davon inspirieren, denn einer ihrer Hauptprotagonisten heißt Amos, wie der Zirkusdirektor in dem Film.