Alle Artikel von Lutz Reigber

Quick and Good, Gordon Ramsay

Wir stellen „Quick and Good“ vor. 100 köstliche 30 Minuten Rezepte. Ich war gespannt nach der Vorgeschichte, was der Schotte und drei Sternekoch, Besitzer von 39 Restaurants mit insgesamt 16 Michelin-Sternen, international an dritter Stelle der führenden Spitzenköche in Quick and Good zu bieten hat. Ich war schon bei der Einleitung von seinen Aussagen begeistert. Ein 3-Sterne-Koch, der ehrlich ist.

 

 

 

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Elisabeth Engler: Gewürze selbst machen, Über 50 Rezepte für Kräutersalz, Würzmischungen und Marinaden

Eigentlich kennt es jeder mit eigenem Haushalt und eigener Küche irgendwo hinten im Küchenschrank warten kleine Gläschen, Tütchen oder Döschen mit irgendwelchen Gewürzen, Gewürzmischungen oder sogar Pasten, die man mal benutzt hat und jetzt darauf warten, wieder verwendet zu werden. Was meinen Sie, wie alt die sind. So und jetzt mal ganz ehrlich zu sich selbst, manche warten dort schon Jahre. Keine Panik, sie sind nicht alleine. Selbst ich als ehemaliger Profikoch und nun leidenschaftlicher Hobbykoch habe solche Gläschen und Döschen dastehen. Obwohl ich schon gut im Aufräumen bin, zumal ich in den letzten 10 Jahre zweimal umgezogen bin und gut Aufräumen konnte. Doch das eine oder andere blieb dann halt doch noch weiter stehen, weil ich mich nicht getraut habe es zu entsorgen. Obwohl es doch viel sinnvoller gewesen wäre. Gewürze werden selten schlecht, höchsten Motten könnten sich davon angezogen fühlen. Aber außer Salz und Schärfe verlieren die Gewürze nur ihre Aromen und sind damit nutzlos. Also haben sie Mut: Weg damit. Warum gebe ich ihnen diesen Hinweis. Ich möchte ihnen zu mehr Qualität in ihrer Küche verhelfen und ihnen dazu das Buch von Elisabeth Engler empfehlen: „Gewürze selbst machen“. Auch wenn es heute einfach ist, interessante Gewürze, Gewürzmischungen, Pasten und Salzmischungen für jedes entsprechende Gericht teuer einzukaufen, wird es für sie eine besondere Freude werden, mit selbstgemachten Würzmischungen ihrer Gerichte entsprechend zu aromatisieren. Und wenn sie ihre selbstgemachten Gewürze schön verpacken, können sie sie als Gastgeschenk mitnehmen. Auf jeden Fall immer ein Erfolg, etwas persönliches Selbstgemachtes zu überreichen. Ein Wort zu den vermeintlichen teuren Gewürzen im Regal. Gewürze und Salze sind, wenn man es genau berechnet, bis auf Safran, preiswert. Erstens möchten sie Qualität haben und keine alten Gewürze. Zweitens, wenn man die benötigte Menge für ein Gericht berechnet kommt man in den Promillebereich gegenüber dem Einkaufspreis. Lassen sie sich nicht durch irgendeinen Preis abschrecken. Sie werden die Qualität schmecken. Oder sie machen sich die Gewürzmischungen selbst wie Elisabeth Engler es in ihrem Buch vormacht. Weiterlesen

Die Machte der Geographie im 21. Jahrhundert, Tim Marshall

10 Karten erklären die Politik von heute und die Krisen der Zukunft. Schon Hannibal hat den Römern ein Schnäppchen geschlagen. Was keiner für möglich gehalten hat Hannibal hat es in die Tat umgesetzt. Er ist mit seinem Heer von Karthago über das Mittelmeer nach Frankreich, die Rhone rauf und über die Alpen nach Rom gezogen. Was keiner, wegen den geographischen Unwägbarkeiten für Möglich gehalten hat, hat Hannibal mit seinem Heer geschafft, bis vor die Tore Roms. Einzig Rom zu verschonen war sein Fehler, so dass er seinen Kampf gegen die Römer doch noch verloren hat. Mit der heutigen Mobilität Motorräder, Autos, Lastkraftwagen, Panzer, Schiffe, U-Boote, sogar Flugzeugträger, Flugzeuge, Kampfjets und Drohnen kann man jedes Hindernis überwinden. Doch sowohl im ersten und zweiten Weltkrieg und erst recht in Afghanistan hat es sich gezeigt, dass der Guerillakrieg ein Machtmittel im Kampf gegen überlegene Maschinerie ist. Gerade in Afghanistan mit seinen vielen hohen Gebirgszügen und tiefen Tälern haben es nicht erlaubt, dass sowohl die Russen als auch die Amerikaner das Land nicht erobern konnten. Daher ist das Buch von Tim Marshall „Die Macht der Geographie im 21. Jahrhundert“ mehr als aktuell.

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Wald – Wild – Genuss, Harald Rüssel

Wild – Rezepte, Wald – Geschichten, Genuss – Wissen. Harald Rüssel beginnt sein Buch mit den Worten Zitat Seite7:

Dieses Buch ist eine Hommage an den Wald und die

Natur. Und an den Hunsrück – die Region, in der Rüssels Landhaus beheimatet ist. Und am Anfang steht: Mein Weg zur Jagd und zur Regionalität – über einen hohen Anspruch an Frische, Saisonalität und Tierwohl. Mit Recht schreibt er weiter, dass dieses Buch kein normales Kochbuch ist. Es ist eine Biografie über seinen Werdegang und seine persönliche Entwicklung von der Ausbildung zum Koch, die Wanderjahre bis hin zur Selbständigkeit mit seinem „Rüssels Landhaus St. Urban“ im Hunsrück bei Naurath. Etwas abgelegen inmitten der Natur ist es schon. Aber immer eine kulinarische Reise wert. Diese Lage verbindet einen mit der Regionalität und Saisonalität. Das Obst und Gemüse vom Bauern nebenan. Das Wildbret des Försters oder Jäger frisch erlegt geliefert. Der Kontakt zu den Weidmänner hat ihn verführt selbst zur Jagd zu gehen.

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Max Oban, Blutroter Wein, Ein Krimi aus Südtirol

Schon auf den ersten Seiten erkennt man sofort, hier ist der Autor ein Genießer von gutem Essen und dazu ein guter Wein. Der Protagonist ist ständig damit beschäftigt, wie beschreibt es der Autor so schön in diesem Roman, dass Landgasthäuser und gute Restaurants ihn ständig vor dem Hungertod bewahren müssen. Weil zu jeder Speise ein Getränk gehört, dann ein richtig gutes Glas Wein. Daran gerochen, probiert, goutiert und beschrieben. Als Leser bekommt man Appetit und bedauert, dass man nicht das gleiche Glas probieren kann.

 

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Heimwehküche Vegetarisch, Madeleine und Florian Ankner

Die Serie Heimwehküche vom DK Verlag ist von sich aus eine gelungene Sache. Der Titel Heimwehküche lädt ein zu einer Küche mit deutschen Wurzeln von Nord nach Süd, von Ost nach West. Gerichte die regional gekocht werden, aber woanders wenig bekannt sind. Also eine Einladung über den Tellerrand hinauszuschauen. Es sind schon erschienen Heimwehküche „Lieblingsessen aus Omas Küche“ und Norddeutsche Heimwehküche „Die besten Rezepte von Ostfriesland bis Rügen“.

Jedes Mal von einem anderen Autorenteams. Dieses Mal von dem Ehepaar Madeleine und Florian Ankner.

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Ofen Express, Rukmini Iyer, Kochbuch

Great Briten einst ein führendes Land, doch seine Küche war alles andere als berühmt. Eigentlich wurde diese Küche immer belächelt. Etwas muss sich in dem Land getan haben. Seit Jahren kommen ständig gute bis sehr gute Kochbücher von britischen Köchen und Autoren über den Ärmelkanal zu uns ins alte Europa. Zurzeit sogar von dem angesagtesten Koch Ottolenghi, von dem sich sogar große Koryphäen Ideen holen oder abkupfern. Fehlt es uns an dem Wissen oder haben wir nicht den Mut auch auf dem Kochbuchmarkt mitzumischen? Mir wurde vom DK Verlag das Buch von Rukmini Iyer „Ofen Express“ zur Rezension angeboten. Da ich ein Freund von einfacher, geschmackvoller Küche, ohne großes Brimborium, bin habe ich mit Freude zugesagt.

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Was hat die Mücke je für uns getan?, Frauke Fischer, Hilke Oberhansberg

Endlich verstehen, was biologische Vielfalt für unser Leben bedeutet. Schön, dass die beiden Autorinnen Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg ein Aufklärungsbuch für eine sinnvolle Überlebensstrategie der Menschen, für ihre selbstverschuldete Klimakatastrophe, geschrieben haben. Nach der Lektüre dieses Buches, und eigentlich habe ich es gewusst, stellt sich hier vorab die Frage: „Sind wir Menschen es überhaupt Wert zu überleben, wenn wir unsere Welt nicht wertschätzen. Sondern nur ausbeuten, verpesten, abholzen und verwüsten? Das durch uns verursachte große Artensterben von Pflanzen, Tieren und Insekten. Ist es da nicht sinnvoll, dass der Mensch genauso ausstirbt. Erdgeschichtlich sind wir dann nur kurz dagewesen. So wie wir mit  unserem Lebensraum umgehen, wertschätzen wir nicht, was uns umgibt. Wachstum, Wirtschaftlichkeit und Macht ist anscheinend mehr wert.

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Ottolenghi Test Kitchen, Shelf Love, Neue Rezepte aus der Speisekammer

Wenn man Rezensionen verfasst, benötigt man immer einen guten Einstieg. Bei diesem Buch von Ottolenghi und seinem Team, dem OTK Ottolenghi Test Kitchen habe ich gleich drei verschiedene Aufmacher.

Einstieg 1: Für Personen denen Yotam Ottolenghi kein Begriff ist, fragen sich, was ist das denn für ein Buch. Optisch mit seinem Orange und Pink. Titel Shelf Kitchen schwer zu verstehen, nicht einladend mit optisch köstlichem Gericht. Mein Chefredakteur, der als erster das Buch in die Hand bekommen hat, fragte mich, was ist das? Meine Antwort: Ja, das ist Yotam Ottolenghi, seine Bücher sind in der Szene so bekannt, dass er sich das erlauben kann.“

Einstieg 2: Ich sammele alles was es an Kochbüchern, Rezeptheftchen und auch an handgeschrieben Aufzeichnungen von Großmutter, Urgroßmutter, älteren Nachbarinnen oder Großtanten zu finden ist. Gerade die handgeschriebenen Rezepte, zum Teil in Sütterlin geschrieben, haben viele interessante Tipps und Tricks drin. Diese Handhefte wurden in den Küchen eingesetzt, beim Kochen gelesen, dazugeschrieben und waren meistens in Folie eingewickelt. Was macht das Yotam Ottolenghi? Er hat den Umschlag wasserfest und somit abwaschbar gemacht. Auch er möchte, dass man das Buch nicht ins Regal stellt, sondern in der Küche benutzt und bietet sogar Platz zum Eintragen von eigenen Verbesserungen, Zutaten, etc.

Einstieg 3: Ich koche aus und mit Leidenschaft und es bereitet mir Freude, die Familie mit leckeren Essen zu verwöhnen. Was ich nicht mag, sind überfüllte Kühlschränke. Daher ist unser Kühlschrank immer gut aufgeräumt.  Wie sagt dann aber meine Frau immer: Wenn ich in den Kühlschrank schaue, finde ich nichts zum Essen. Mein Mann geht in die Küche, schaut in den Kühlschrank und hat ein leckeres Gericht zusammen. Genauso hat Yotam Ottolenghi mit seinem Team jetzt dieses Kochbuch verfasst. Nichts eingekauft, mit dem Vorhandenen ein Essen gezaubert. Hierzu will Yotam Ottolenghi uns mit diesem Buch animieren. Räumt die Speisekammer und den Kühlschrank auf und macht was draus. Weiterlesen

Ein Weingut für sein Schweigen, Paul Grote

Ich bin ein Paul Grote-Fan und kann es gar nicht erwarten, dass sein neuer Weinkrimi, besser   anders beschrieben, Weinführer herauskommt. Jetzt liegt er vor mir. Mit einem Untertitel rechts unten in der Ecke, auf einem Weinblatt „Mord in Sachsen“.  Das Schöne an den Krimis von Paul Grote ist, er führt uns jedes Mal in eine neue Weingegend, zu neuen Weingütern, Winzern und ihren Weinen. Dieses Mal in den Osten Deutschlands, in das neue Bundesland Sachsen. Deutschlands östlichste Weingegend mit schwierigen klimatischen Verhältnissen. Wie alle seine Bücher immer ein kriminalistischer Weingenuss.

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