
Ein erschütternder Teil unserer Geschichte, der hier von der juristischen Seite beleuchtet wird. Denn die Tatsache, dass Kriegsverlierer das erste Mal vor einem Gericht abgeurteilt wurden, hat die Welt verändert. Zitat: „Si vis pacem, para bellum, hieß es zweitausend Jahre auf der Welt: Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor. Nürnberg hat etwas anderes gelehrt: Wenn du den Frieden willst, musst du den Frieden vorbereiten.“
Thomas Darnstädt bearbeitet in seinem Buch nicht nur den langwierigen, schwierigen Prozess in Nürnberg. Er erklärt auch, wie durch dieses neue juristische Verfahren ein Völkerrecht und der Internationale Gerichtshof in Den Haag aus der Wiege gehoben wurden. Großartiges Buch, das keine Sekunde langweilig wird und viele Fragen zur Entwicklung des Völkerrechts beantwortet.

Natalie Portman setzt Standards bei ihren Filmen. Wie ich finde, hat sie und ihre fünf Kolleginnen, die auch bei dem Science-Fiction Auslöschung mitspielen, die Erwartungen vollständig erfüllt. Sehr erfreulich war, dass fast die gesamte Handlung von sechs Schauspielerinnen getragen wird und daher wenig in heldenhaftes Geballer ausartet. Trotz der Tiefsinnigkeit des Scifis lässt eine spannende Action nichts zu wünschen übrig. Ich würde mich anderen Kritikern anschließen und den Film als eine gelungene Mischung aus Avatar, Odyssee im Weltall und Jurassic Park bezeichnen.
Was erst einmal trocken klingt, ist ein Krimi, fast ein Thriller. Denn die Akten des Bundesverfassungsgerichts und vor allem die Handakten, Voten und Entwürfe der Richter wurden der Öffentlichkeit erst im Jahr 2017 zur Verfügung gestellt. Zum achtundsechzigsten Geburtstag des Grundgesetzes und nach sechsundsechzig Jahren Bundesverfassungsgericht, öffnete man in Karlsruhe die Archive.
Meinen ersten Tibet-Krimi mit dem Ermittler Shan Tao Yun las ich im Jahre 2002. Damals war ich von einer vierwöchigen Reise aus Tibet zurückgekommen. Bezaubert von dem Land, ließ ich mich auch von Pattisons Krimis bezaubern. Denn seine Tibet-Krimis fangen sowohl den Zauber dieses mystischen Landes ein, als auch den knapp siebzigjährigen Existenzkampf des tibetischen Volkes, welches in einer Zeit höchster Not um Glauben und kulturelle Integrität ringt.
Es geht um Schuld und Wiedergutmachung in dem nun vorläufig letzte Band der Thrillerreihe um die Ermittler Frederika Bergman und Alex Recht. Doch Wiedergutmachung muss nicht immer etwas positives sein, es kann auch ins Gegenteil umschlagen und dann heißt es: Auge um Auge, Zahn um Zahn!

