
Wir alle wissen mittlerweile, dass die skandinavischen Autoren die besten Thriller schreiben. Doch warum ist das so. In dem Roman Kalte Wahrheit vom norwegischen Schriftsteller Jan Mehlum wird es ganz klar. Die Geschichten sind so realistisch, dass einem das Gruseln kommt.
Eines Tages schneit ein vierzehnjähriges Mädchen bei dem Kleinstadtanwalt Svend Foyn in die Kanzlei. Sie will Hilfe, zeigt ihm ein pornographisches Foto, das ihre Schwester angeblich auf ihr Handy bekommen hat. Doch da das Mädchen minderjährig ist, kann er nichts tun, ohne die Eltern einzuschalten. Das will Elvira auf keinen Fall. Als man Elvira ein paar Tage später tot in der Badewanne ihrer Eltern findet, fragt sich Svend, ob er nicht ein Fehler gemacht hat. Könnte Elvira noch leben, wenn er sich des Falls angenommen hätte?








Schon im ersten Roman von Frank Goldammer war die erzählerische Kraft zu spüren die im neuesten Werk voll zum Tragen kommt. Der Autor erzählt nicht nur eine hoch spannende Geschichte, er katapultiert uns außergewöhnlich anschaulich in das zerstörte Dresden von 1947. Dass die Geschichte so authentisch rüberkommt ist, so erzählte es uns der Autor auf der Buchmesse, hat in den Erzählungen seines Großonkels seinen Ursprung. Dieser sei aus Russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt und zur Volkspolizei gegangen. Davon hat er berichtet und scheinbar so intensiv dass Goldammer alles aufschrieb. Dabei kommt auch das Unverständnis hoch, dass viele Ex Nazis wieder in verantwortungsreichen Posten saßen.