
Wie konnte dieser Mann Präsident der USA werden? Diese Frage hat sich wohl jeder gestellt und manche, wie ich, wollten mehr über Donald Trump erfahren. So durchsuchte ich den Wust, der veröffentlichter Bücher über Trump, um mich zu informieren. Meine Wahl fiel auf Die Akte Trump, da der Autor ein investigativer Journalist ist, für viele Zeitungen gearbeitet hat und 2001 den Pulitzerpreis für Journalismus erhielt. Allein 38 Seiten des Buches sind Quellenangaben!Die Akte Trump ist ein schockierendes Buch, nein eher Donald Trumps Aufstieg zum Präsidenten ist schockierend, wenn man das Buch erst einmal gelesen hat. Johnston verfolgte Donald Trumps Werdegang über Jahrzehnte, beendete das Buch noch vor den Präsidentschaftswahlen und er ahnte bereits, was passieren würde. Wäre dieses Buch Pflichtlektüre in den USA gewesen, dann hieße der heutige Präsident bestimmt nicht Donald Trump!
Ich war zu Tränen bewegt von diesem sehr leisen, doch bild- und inhaltsgewaltigen Film. Es geht um die Suche nach der wahren Liebe, den unerfüllten Wünschen ans Leben und die innere Gefangenschaft, die ein Mann und eine Frau sich auferlegen können. Die Geschichte wird langsam, mit unglaublichen Bildern erzählt. In dem Moment, in dem der Zuschauer alles zu wissen scheint und nur noch auf das gewaltige dramatische oder glückliche Ende wartet, passiert aber das völlig Unerwartete. Alles, was das Publikum über das Ehepaar Gabrielle und José glaubt, erfahren zu haben, wird auf einmal hinfällig und dann wird einem die Tragweite, der wahren Liebe bewusst. Nicht nur ein Film für Frauen! Denn als ich mir am Ende die Tränen aus den Augen wischte, meinte mein männlicher Begleiter: Meine Güte, war das ein wundervoller Film!
Einer der leisen Filme, die unbedingt in die Kategorie „besonders hochwertig“ fallen muss. Denn abseits vom Mainstream, ist die Geschichte intelligent, herzergreifend und mit einem wieder einmal unglaublich gutem Viggo Mortensen verfilmt worden. Qualitätsmerkmal: UNBEDINGT SEHENSWERT!
Der berühmte Schauspieler Hubert Scherer sitzt mit seiner Agentin in einem Kölner Café, als er von einem Fan, Christopher Engelhart, angesprochen wird. Eigentlich ist Christopher ein eher aufdringlicher Fan, doch als ein anderer Mann plötzlich eine Waffe zieht und alle zu Geiseln macht, rettet Christopher das Leben des Schauspielers und wird zum Medien-Helden. Engelhart genießt seinen plötzlichen Ruhm, bis er von einer Unbekannten angegriffen wird und Drohbriefe bekommt. In dem Moment kommt Bodyguard Stefan Trapp ins Spiel und wird selbst zur Marionette eines perfiden, ausgeklügelten Plans.
Ist Das Vermächtnis ein Thriller oder etwa ein Abenteuerroman? Für mich ist es ein Abenteuer-Thriller, bei dem der Autor Schlag auf Schlag, den Leser von einer Actionszene zur nächsten treibt und den Spannungsbogen eigentlich nie eine Minute herunterfährt.
Da soll noch mal einer sagen, die Deutschen können keine Science-Fiction schreiben. Markus Stromiedel beweist es mit seinem Buch Zone 5. Der Autor schafft nicht nur eine faszinierend düstere Szenerie, wie einst George Orwell in 1984, Markus Stromiedel ist auch noch so mutig, seinen Zukunftsroman in Köln spielen zu lassen. Dessen nicht genug, er erwähnt sogar die Veedels und die ehemaligen Karnevalumzüge. Sie denken, ich mache Witze, nein ganz und gar nicht! Zone 5 ist ein Science-Fiction erster Klasse, der in einem Satz mit Bestsellern wie Red Rising und der Marsianer genannt werden darf und muss. Hervorragend!
Nach Eene Meene nun der zweite Thriller mit der Protagonistin D.I. Grace. Wie das erste Buch ist es ein Thriller-Thriller, was bedeutet, es wird viel Blut aufgetischt und aufgewischt. Hartgesottene werden D.I. Grace lieben, mit all ihren verrückten Charakterzügen und auch die Story ist wieder einmal gut durchdacht und ungewöhnlich spannend.
Simon Watson ist ein junger, erfolgloser Bibliothekar, ein Träumer und Romantiker. Er lebt in einem alten Haus an der Küste Long Islands und das Meer fordert seinen Tribut, denn mit jedem Tag, der vergeht, bricht ein Stück Küste ab und zerstört dieses Haus. So ist sein Haus, wie ein Synonym seiner Lebensgeschichte. Denn als er ein altes Buch zugeschickt bekommt, in dem es anscheinend um seine Familie geht, bröckelt auch seine Existenz langsam und wird in die Fluten gespült. Das Geheimnis seiner Mutter, die sich im Meer das Leben nahm, als er noch ein kleiner Junge war und das Schicksal seiner jüngeren Schwester offenbaren sich, mit jeder Welle, die auch ihn fortspült. Dieses wunderschöne geschriebene Buch erinnert an Danielle Wallace Roman Big Fish, der mit Evan McGregor 2003 verfilmt wurde. Bestimmt ließ sich die Autorin davon inspirieren, denn einer ihrer Hauptprotagonisten heißt Amos, wie der Zirkusdirektor in dem Film.