
Endlich der vierte Teil der Thrillerserie um den kiffenden, genialen BKA-Profiler Maarten S. Sneijder und die Kommissarin Sabine Nemez. Sneijder ist immer noch vom BKA suspendiert, da er einen Mann erschossen hat und Sabine muss beim BKA alleine zurechtkommen, ohne ihren Mentor. Man setzt sie auf einen Fall an, der eigentlich völlig untypisch ist für das BKA, außer vielleicht, dass das Opfer die Schwester einer Kollegin ist. Dass Sabine damit in ein Wespennest greift, ist kaum verwunderlich, denn anstatt, die Ermittlungen abzuschließen, bringt sie Dinge ans Tageslicht, dass selbst das BKA nicht erfreut. Prompt wird sie abgezogen und zur Akademie versetzt. Doch man sollte Sabines Hartnäckigkeit nicht unterschätzen, wenn die Nuss besonders schwer zu knacken ist, dann ist sie die Richtige und im Notfall ist da immer noch Sneijder, mit dem sie sich beraten kann.





Wie nähert man sich einem Roman, der Das Alte Böse heißt? Mit Humor? Die alte Böse, muss es heißen, und die ist tot. Oder doch mit freudiger Erwartung? So wie Brian, der im Internet Estelle kennengelernt hat. Die lässt sich von ihrem Enkel Stephen zum Rendezvous chauffieren. Enkel? Internet-Dating-Portal? Moment, wie alt sind die beiden denn? Sagen wir es so: Sie sind in der Mitte zwischen einer dreistelligen Altersangabe und dem Renteneintrittsalter. Und sie heißen eigentlich Betty und Roy. Und sie sind alt. Und einer von beiden (oder doch beide?) ist böse!
Kennen Sie das? Man hat seit fünfzehn Jahren ein Buch im Haus, es nie gelesen und dann aus einer Laune heraus greift man danach. Schon bei den ersten Sätzen wird einem klar, welch einen Schatz man so lange gehütet hat. So ging es mir mit Evas Cousine von Sibylle Knauss. Der Roman erschien im List Verlag und ist leider vergriffen, doch der Besucher von Secondhand- und Gebrauchtbuchforen im Internet wird immer noch fündig und ich sage nur, es lohnt sich! Der Roman gegründet auf lange Gespräche mit Eva Brauns Cousine, die mehr als fünfzig Jahre über ihre Erlebnisse schwieg. Die Autorin Sibylle Knauss zeichnet deren Aufenthalt am Obersalzberg, Hitlers innerem Machtzentrum, in den letzten neun Monaten seiner Herrschaft nach.