Lutz Wilhelm Kellerhoff: Teufelsberg (Wolf Heller ermittelt 2)

Es ist eine Zeitreise, auf die uns die drei Autoren nehmen. Die ausgehenden sechziger Jahre in Berlin waren eine spannende Zeit und eine Zeit des Umbruchs. Eine echte Revolution in Deutschland hat damals noch nichtstattgefunden. Es war die Zeit in der die Kinder ihre Väter intensiv nach deren Verhalten im Krieg gefragt haben und selten eine ehrliche Antwort bekommen haben. Es war die Zeit als alles, aber auch alles hinterfragt wurde und dabei auf richtigen Widerstand der Bourgeoisie gestoßen ist. Diese ganze Atmosphäre transportieren die Autoren inmitten einer spannenden Agentengeschichte, die all diese Fragen manchmal in harter Konsequenz anspricht.

Lutz Wilhelm Kellerhoff
Foto:Gerald von Foris

Martin Lutz (1969) und Sven Felix Kellerhoff (1971) sind von Beruf Journalisten. Uwe Wilhelm (1957) ist Drehbuchautor und Schriftsteller. Kriminalität, Geschichte und Geschichten sind schon seit Jahren ihre Passion. Alle drei leben in Berlin.

Westberlin, Ende der Sechzigerjahre: Die Frau eines Richters wird brutal erwürgt. Berlin ist in Aufruhr. Denn die Tote war Jüdin, und der Richter erhielt Morddrohungen von der radikalen Linken um Dieter Kunzelmann. Aber war es wirklich ein politisch motivierter Mord? Und was planen die Täter als nächstes? Kommissar Wolf Heller arbeitet eng mit der Nichte der Toten zusammen, der smarten Amerikanerin Louise Mackenzie. Es verdichten sich die Hinweise, dass ein Attentat auf die jüdische Gemeinde geplant ist. Doch bevor Wolf Heller die Verdächtigen festnehmen kann, überschlagen sich die Ereignisse: Louise wird entführt, und Heller bleibt nicht viel Zeit, die Katastrophe zu verhindern.

Wer diese Zeit erlebt hat, auch in Berlin, wird durch dieses Buch vielleicht auch schmerzlich daran erinnert was damals ging und was heute ein No go ist.

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