Thomas Meyer: Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin

Ein Werk das voll von feiner Ironie ist, die uns Deutsche und Juden so auf den Arm nimmt, dass man nicht böse oder gar beleidigt sein kann. Es ist schon bemerkenswert wie wir in diesem Buch auf unsere Grundeigenschaften skelettiert werden. Die Gegensätze Juden Nazis sind so überzeichnet und skurril, das jeder mit Sicherheit manches Vorurteil kennt. Der Autor zeigt uns unsere Welt die voll von Aggressionen gegenüber Mitmenschen ist und die durch soziale Medien in erschreckender Weise zum Ausdruck kommt. Ein Werk das zum Nachdenken anregt.

 

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Foto: Diogenes

Thomas Meyer, geboren 1974 in Zürich, arbeitete nach einem abgebrochenen Jura-Studium als Texter in Werbeagenturen und als Reporter auf Redaktionen. Seit 2012 ist er freier Schriftsteller und freut sich jeden Tag darüber. Seine ›Wolkenbruch‹-Romane und sein Sachbuch ›Trennt Euch!‹ wurden zu Bestsellern, die Verfilmung ›Wolkenbruch‹ (2018) war ein großer Kinoerfolg.

Der orthodoxe Jude Motti Wolkenbruch hat immer brav getan, was seine Mame von ihm erwartete. Bis zu dem Abenteuer mit einer Schickse. Motti verliert sein Zuhause und wird von den »Verlorenen Söhnen Israels« aufgenommen. Wie sich aber bald zeigt, sind sie weit mehr als eine Selbsthilfegruppe: Motti befindet sich im Hauptquartier der Jüdischen Weltverschwörung. Doch die ist ein erfolgloser Lotterladen.
Motti übernimmt das Steuer, und bald wird überall nur noch Hummus gegessen und Jiddisch gesprochen. Allerdings will auch eine Gruppe von Nazis die Welt beherrschen. Sie fluten das Internet mit Hass und Grammatikfehlern – und setzen die schöne Spionin Hulda auf Motti an.

Thomas Meyer: Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin, Diogenes Verlag, Hardcover Leinen, 288 Seiten, 978-3-257-07080-4, € 24.00

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