Was hat die Mücke je für uns getan?, Frauke Fischer, Hilke Oberhansberg

Endlich verstehen, was biologische Vielfalt für unser Leben bedeutet. Schön, dass die beiden Autorinnen Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg ein Aufklärungsbuch für eine sinnvolle Überlebensstrategie der Menschen, für ihre selbstverschuldete Klimakatastrophe, geschrieben haben. Nach der Lektüre dieses Buches, und eigentlich habe ich es gewusst, stellt sich hier vorab die Frage: „Sind wir Menschen es überhaupt Wert zu überleben, wenn wir unsere Welt nicht wertschätzen. Sondern nur ausbeuten, verpesten, abholzen und verwüsten? Das durch uns verursachte große Artensterben von Pflanzen, Tieren und Insekten. Ist es da nicht sinnvoll, dass der Mensch genauso ausstirbt. Erdgeschichtlich sind wir dann nur kurz dagewesen. So wie wir mit  unserem Lebensraum umgehen, wertschätzen wir nicht, was uns umgibt. Wachstum, Wirtschaftlichkeit und Macht ist anscheinend mehr wert.

Fotocopyright: ® Privat

Frauke Fischer ist promovierte Biologin, gründete 2003 die „Agentur auf!“, die Unternehmen bei ihrem Engagement für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und den Erhalt von Biodiversität berät. Im oekom verlag erschien von ihr zuletzt „Der Palmöl-Kompass“.

 

Fotocopyright: ® Privat

Hilke Oberhansberg ist promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin, studierte Interdisziplinare Umweltwissenschaftlerin und arbeitet nach vielen Jahren in internationalen Konzernen nun im Bereich Umweltbildung und -beratung.

 

Biologische Vielfalt oder Biodiversität ist in der biologischen Wissenschaft ein Bewertungsmaßstab für die Fülle unterschiedlichsten Lebens in einem bestimmten Landschaftsraum oder geographischen begrenzten Gebiet (Wikipedia). Ebenso weiß man, wenn so ein begrenzter Bereich in Schieflage gerät, leidet die ganze Erde darunter. Ist der Brasilianische Regenwald mal weg, fehlt der Erde die Lunge. Schuld ist einzig eine Mutation der Evolution der Homo Sapiens. Also wir! Unsere körperliche und geistige Entwicklung hat dazu geführt, dass wir uns fast unkontrolliert vermehren und mit ca. 8 Milliarden Exemplaren den Globus übervölkern. Und zum Erhalt dieser Spezies wird ein Raubbau an den natürlichen Ressourcen betrieben, ohne auf eine sinnvolle Nachhaltigkeit zu achten. Die Klimakatastrohen sind die Warnsignale. Alles ist auf Wachstum ausgelegt. Ein Zurück würde einen wirtschaftlichen Kollaps bedeuten.

Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, war gerade der G 20 Gipfel in Rom. Die 20 reichsten Staaten haben darüber beraten, wie die wirtschaftliche Entwicklung weiter gehen soll. Mit auf dem Plan standen die Klimakatastrophen und wie man dagegen angehen kann. Leider kam man zu gar keinen Entschluss. Danach folgte gleich die UN-Klimakonferenz in Glasgow. Anwesend waren fast alle Länder dieser Erde. Leider war China, als einer der größten Umweltsünder, nicht dabei.  Dank Greta Thunberg waren dafür sehr viele junge Klimaaktivisten dort und haben weitreichende Forderung zum Klimaschutz gefordert. Sie haben um eine Zukunft gebettelt. Trotz voluminöser Brandreden, wie schlimm es um unsere Erde steht von Namhaften Staatenlenkern, darunter Biden, Boris Johnson, Merkel, Macron, etc. kam es auch nur zu Absichtserklärungen und nicht zu echten Maßnahmen. Enttäuschend, wie will man dann noch diese Erde retten, wenn es nach den großen Reden schon 5 nach 12 ist. Vielleicht sollten alle Politiker mal dieses Buch von Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg „Was hat die Mücke je für uns getan?“ lesen.

Dieses Buch erklärt wie wichtig die Artenvielfalt ist. Wie wichtig das Zusammenspiel von Pflanzen und Tierwelt bis hin zum kleinsten Organismus ist. Wie wichtig es ist jedes Lebewesen und jede Pflanze vor dem Aussterben zu bewahren. Denn fehlt ein Glied in dem Ganzen, kann das zum Kollaps führen, Globusumspannend. Man kann sich doch das gar nicht vorstellen, keine Bienen mehr zu haben. In China werden die Obstbäume schon von Menschen per Hand bestäubt. Es sind durch die Umweltgifte keine Insekten mehr vorhanden. Ob das Wirtschaftlich ist? Das Buch zeigt auf den Zerstörungswahn des Menschen. Es erklärt, dass durch die Umweltbelastung durch Pestizide, künstlicher Düngung, den Raubbau der natürlichen Ressourcen, das damit verbundene Freisetzen von CO 2, was vordergründig wirtschaftlich erscheint, im Endeffekt zu höheren Kosten bei der Bewältigung der Klimakatastrophen (siehe Ahrtal oder jetzt Sizilien), den Anstieg der Meere (so hohe Deiche kann man gar nicht finanzieren) führen. Wer bezahlt das dann? Die verursachende Industrie? Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg haben aber auch Lösungen parat. Man muss jetzt nur noch handeln.

Dirk Steffens Wissenschaftsjournalist, Terra x – Moderator und Gründer der Biodiversitätsstiftung beschreibt dieses Buch so:

Dieses Buch stellt eingängig gut verständlich und unterhaltsam dar, wie unser aller Wohlergehen vom diversen Leben um uns herum abhängt. Ich kann mich nur anschließen.

Frauke Fischer, Hilke Oberhansberg, WAS HAT DIE MÜCKE JE FÜR UNS GETAN?, oekem verlag, ISBN: 9-783962-382094, Taschenbuch, 220 Seiten, € 20,00.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.