Phil Hubbe: Zeugen der Inklusion

Das neueste Werk von Phil Hube zeigt wieder deutlich, wie man sich mit dem Thema Behinderung und Inklusion auseinandersetzen muss oder kann. Mitleid oder moralinsaure Statements sind völlig fehl am Platz. Mit seinen Cartoons bringt er die Diskussion immer wieder auf den richtigen Punkt. Ein Glanzstück ist das Cartoon, indem er die Sendung „Bares für Rares“ in den Fokus nimmt und so ad absurdum führt. Ein Vorwort eines Paralympic Teilnehmers ist sehr erhellend.

 

Phil Hubbe
Foto: Lappan Verlag

Phil Hubbe, Jahrgang 1966, wohnt in Magdeburg. 1985 an Multipler Sklerose erkrankt, hat er seine Behinderung zum Kern seiner Arbeit gemacht. Kaum ein Handicap ist vor ihm sicher und dabei ist sein Humor so schwarz wie sein morgendlicher Kaffee. Daneben beliefert er Tageszeitungen mit politischer Satire und das Kicker-Sportmagazin mit Fußball-Cartoons. Gemäß dem Motto „Lachen erlaubt“ führen Hubbes „behinderte Cartoons“ in der Öffentlichkeit, besonders bei Betroffenen, zu sehr viel positiver Resonanz.

Phil Hubbe, selbst an MS erkrankt, macht seit Jahren Cartoons über das Leben mit Behinderungen: den oft schwierigen Alltag und die absurden Situationen, die Menschen mit Behinderung oft meistern müssen. Das kann auch die politisch vorangetriebene Inklusion nicht abschaffen, nur verändern. Wo man verzweifeln könnte, schafft er mit seinem Humor den Raum für befreiendes Lachen und neuen Mut. Phil Hubbe ist selbst sehr aktiv und macht auch international Ausstellungen und Lesungen.

Phil Hubbe: Zeugen der Inklusion, Lappan Verlag Hardcover, vierfarbig, 64 Seiten, € 10,00

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