
Wenn es um die unheimliche Stimmung des Hauses geht, ist der Roman ein Versuch in Richtung Rebecca von Daphne du Maurier. Nur Lockwood Manor ist nun mal nicht Manderley. Es liest sich dennoch gut und auch spannend, obwohl die Beschreibungen um die Tierexponate des Museums manchmal etwas langatmig sind.
Es ist eine der etwas gruseligen Geschichten über ein altes, englisches Herrenhaus, dass im Endeffekt gar nichts für den Horror, der darin stattfand, kann. Denn es sind wie immer nur Menschen, die für die tragischen Traumata und Verletzungen der Schwächsten unter uns verantwortlich sind. Und so greift die Autorin am Ende zwei wichtige Themen auf, bei denen ich erstaunt war, sie in einem Buch wie Die stummen Wächter von Lockwood Manor zu finden. Und genau dieser Umstand macht den Roman so lesenswert.





Die älteste Demokratie der Welt, England, mit einer/m KönigIn ist Schaukampf zweier Titanen in einem Meisterwerk des Insiders Dobbs. Mit spitzer Feder seziert er die möglichen Machenschaften der Politiker und die Unbedarftheiten der Royals. Gewürzt wird dieses Bravourstück eines Politromans mit saftigen Szenen der Ausschweifungen seiner Protagonisten. Es ist dem Übersetzer gelungen die Feinheiten des englischen Sarkasmus und des schwarzen Humors herausragend zu vermitteln. Einem wie Dobbs ist es zuzutrauen, dass er mit seinen Werken, ohne dass wir es als Leser merken, seinen Widersachern noch einen einschenkt.

