Animal, Tibor Rode, Thriller

Einiges sei vorangestellt: Tibor Rode recherchiert ausgezeichnet, was seinen sogenannten ›True-Science-Thrillern‹ den definitiven Anstrich von Realität gibt. Auch wenn seine Beschreibungen immer noch in der Zukunft liegen, noch nicht ganz wahr sind, kann sich jeder Leser vorstellen, dass die Menschheit kurz davor stehen könnte, große Rätsel mit Algorithmen und KI zu lösen. Warum also nicht eine KI entwickeln, die Tiersprache übersetzen kann. Allein die Idee bringt jeden ins Grübeln und man fragt sich, wie würde eine solche neue Welt aussehen? Als nächstes ist der Autor ein echter Jurist und dem macht er in dem Buch alle Ehre. Vor allem am Ende des Buchs, wenn der Richter seine Urteilsbegründung verliest. Ich bekam eine Gänsehaut beim Lesen.

Aber zurück zum Buch. Es ist ein Thriller, der aus recht kurzen Kapiteln besteht, die unterschiedlich Erzählstränge aufnehmen und am Ende des Kapitels fast immer spannende Erwartung im Leser weckt. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch sind seine Protagonisten echte Menschentypen, die vielleicht manchmal etwas zu klischeehaft sind, aber trotzdem richtig Spaß machen. Ein wenig Übertreibung schadet dem Thriller auch nicht. Denn es ist nun mal eine Erzählung, eine Fiktion und da ist Ben, der Rechtsanwalt, einfach cool, auch wenn die Mafia mit Geldeintreiber-Methoden hinter ihm her ist, das Heim abbrennt, ein Polizist mit fiesen Drohungen Informationen will, der Chef selbst ein Krimineller ist, man seinen Job verliert und man von heute auf morgen erst einmal ohne saubere Unterhose dasteht. Aber am Ende, was kann noch passieren, wenn man fast alles verloren glaubt.

Jedenfalls geht es ihm immer noch besser als Rosa, die täglich nur Angst und Schmerzen empfindet, die noch nie Glück erfahren hat und am liebsten sterben möchte. Und für diese Rosa wagt Ben plötzlich alles! Lassen Sie sich überraschen, wer Rosa ist und wie schnell sie selbst in ihrer Gefühlswelt landen und mit ihr leiden! Weiterlesen

Uwe Ittensohn (HRSG), Britta Blottner, WEINBAR. ESSBAR. WANDERBAR, Die neue Weinkultur im Rheingau

Wenn ich eine Rezension schreiben möchte, ist für mich der Einstieg in den Text sehr wichtig. Natürlich formuliere ich immer erst im Kopf. Bei diesem Buch hatte ich von vorherein drei Anfänge im Kopf. Um das Dilemma zu lösen, werde ich dreimal anfangen.

 

Einstieg 1: Als ich dieses Buch in die Hand bekam, dachte ich sofort an die Buchserie von Paul Grote. Paul Grote hat (leider bis vor zwei Jahren) jedes Jahr einen Weinkrimi herausgebracht, in denen er von einer bestimmten Weinregion, von ihren Weingütern, Winzern und deren Weinen mit Beschreibungen berichtet hat. Das Ganze in einen spannenden Weinkrimi verpackt. Als Weinkenner habe ich diese Bücher geliebt und vielen Freunden und Bekannten diese Bücher empfohlen mit dem Zusatz, eigentlich benötige ich den Krimi nicht, doch die Beschreibungen von der Weinregion, den Weingütern und Weinen sind immer ein guter Reiseführer.

Einstieg 2: Endlich, als wenn man mich erhört hat, habe ich mit diesem Buch von Uwe Ittensohn und Britta Blottner  „WEINBAR. ESSBAR. WANDERBAR.“ den gewünschten Genuss-Reise-, Wanderführer in der Hand. Genau das habe ich mir immer ersehnt. 32 ausgewählte Winzer mit ausgebauten Vinotheken und 10 gut recherchierten Wanderrouten, auf ein Gebiet beschränkt, den Rheingau. Man blättert darin, liest erstmal die Weingüter, die einen interessieren, später sowieso alle, freut sich über die ausführlichen Beschreibungen, Aufenthaltsmöglichkeiten und zum längeren Verweilen. Denn wenn man schon mal die lange Anreise auf sich genommen hat, gibt es die 10 Wanderrouten. Da lohnt sich ein Aufenthalt. Am besten mit Übernachtung, dann kann man das Gläschen Wein auch genießen.

Einstieg 3: Es gibt ihn nun, den Rheingau Wein-, Winzer-, Vinotheken-, Wanderführer. Abgestimmt auf die neue Weinkultur im Rheingau, Weingüter mit ausgebauten Vinotheken zum Probieren, Essen und gemütlichen Aufenthalt. Vielen Dank an Britta Blottner und Uwe Ittensohn. Ihr Buch „WEINBAR. ESSBAR. WANDERBAR.“ ist die reinste Verführung den Rheingau zu erkunden. Als zugereister Frankfurter bekomme ich viel Besuch aus den Städten meiner ehemaligen Arbeitsstellen. Natürlich zeigt man dem Besuch die Gegend, was bleibt da nicht aus, als den Rheingau zu besuchen. Man fährt leider immer die Bekannten Weingüter an, die man kennt und weiß, was einem erwartet. Dieses Buch eröffnet mir und ihnen liebe Leser die neue Weinkultur im Rheingau. 32 Weingüter mit ihren Vinotheken, Weinempfehlungen und zusätzlich 10 erwanderbaren Wanderrouten, von 45 Minuten bis zu 3 1/2 Stunden. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

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Staub, Silke Schlichtmann und Maja Bohn, Sachbilderbuch für Kinder ab 6 Jahre

Ich liebe es, Sachkinderbücher zu besprechen. Nicht nur, weil sie im Allgemeinen sehr schön illustriert sind. Nein, ihr ahnt es bereits, ich lerne immer wieder etwas dazu. Dieses Mal geht es um Staub. Von Staub wusste ich so viel wie die Autorin, Silke Schlichtmann, bevor sie das Buch schrieb. Ich wusste, er nervt, ist im Haus allgegenwärtig, dass man saugt, man putzt, man wischt und schon ist der Staub wieder da. Aber dass wir Menschen ohne Staub gar nicht leben könnten, das fiel mir erst wieder ein, nachdem ich das Sachbilderbuch gelesen hatte. Einiges hatte ich schon gehört, zum Beispiel, dass es ohne Staub nicht regnen könnte und schon gar nicht schneien. Auch wusste ich, dass das ökologische Gleichgewicht der Meere den Staub braucht. Aber wusstet ihr, dass es ohne Staub noch heißer wäre auf der Erde? Oder dass wir ohne Staub in der Atmosphäre keinen blauen Himmel hätten und niemals ein Abendrot? Oder dass bestimmte Arten von Staub unsere Felder fruchtbar machen und verschmutztes Trinkwasser reinigen. Dass Moose Feinstaub einfangen, weil sie ihn für ihr Wachstum brauchen? Und dass zehn Prozent der menschlichen persönlichen Staubwolke aus Hautschuppen bestehen, von denen wir 3,56 Kilo im Jahr verlieren. Eine ganze Menge, wenn man mal bedenkt, wie viele Menschen es gibt. Wie ihr seht, selbst ich, und ich bin schon groß und alt, habe echt viel gelernt. Aber am wichtigsten ist, ich hatte viel Spaß mit dem Buch, denn die Zeichnungen von Maja und die tollen Erklärungen von Silke sind eine Wucht.

Ein Kindersachbuch ab 6 Jahre, das ein kleiner Schatz ist, denn man erfährt alles über Staub, was es zu wissen gibt. Sehr kindgerecht und auch toll für die Eltern, Omas und Opas, Brüder und Schwestern oder Tanten und Onkel, die es mit den Kleinen lesen. Bei dem Buch freut man sich auf das Vorlesen!

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Pia von @piaundhalloumi, Soup Season, 60 superleckere Suppen und Eintöpfe für jede Jahreszeit

Lohnt sich ein Kochbuch nur über Suppen? Aber Ja! Auch wenn sich ein Suppenkochbuch profan anhört, gehören Suppen zu unserem Leben. Suppen bereichern nicht nur unseren Speiseplan. Suppen sind erfrischend (die kalten Suppen), können einen wärmen, aufbauen, sich wohlfühlend machen und sogar gesunden (die Hühnerbrühe bei einer Erkältung). Ich persönlich bin noch in einem Haushalt aufgewachsen, in dem meine Mutter uns Kinder immer mit Suppen verwöhnt hat. Sonntags gab es immer vor dem Braten eine leckere Suppe. Und in der Woche gab es die verschiedenen Eintöpfe, meist mit Gemüse und Kräutern aus dem eigenen Garten. Auch im späteren Berufsleben haben mich bis heute die Vorsuppen in den Betriebsrestaurants begleitet. Gerade dort erfreuen sie sich noch großer Beliebtheit. Also, Pia hat recht – Suppen sind etwas Besonderes, herzerwärmend, appetitanregend. Danke an Pia für dieses Suppenstatement.

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Huuu-Berta, Ein kleines Gespenst zum Geburtstag, Annette Langen, Sabine Sauter, Kinderbuch ab 5 Jahren

Huuu-Berta ist alles andere als ein schauerliches Gespenst, sie und ihre beste Freundin, Flitzi, sehen auch nicht gruselig aus. Darum wird Huuu-Berta auch immer von ihren Cousinen Valderia, Dezibella und Schauderlich gehänselt. Und eigentlich darf die Berta auch nicht mir Flitzi befreundet sein, denn nach Gespensterregel 122 ist es verboten, sich mit kleinen frechen Fledermäusen herumzutreiben. Von Menschenkindern mal ganz abgesehen. Aber da Berta dem Menschenjungen Ben gegen ein paar rüpelige Klassenkameraden geholfen hat, soll sie natürlich jetzt zu seinem siebten Geburtstag kommen. Als die beiden mitten in der Nacht, mit einer Staubflockentorte an Bens Bett stehen und schaurig schräg ein Geburtstagslied singen, ist Ben doch etwas erstaunt. Doch die Geburtstagsnacht wird noch unheimlich spannend, wenn die drei auf Schatzsuche in Bens Haus gehen. Denn sie finden nicht nur versteckte Nachrichten und ein Geheimtür, sondern ihnen begegnet jemand, mit dem noch nicht mal Huuu-Berta gerechnet hätte. Was ein Abenteuer!

Eine hübsche und spannende Vorlesegeschichte, mit einem Rezept für eine Staubflockentorte, einer Bastelanleitung für Flitzi und gruseliger Tortendekoration. Die Illustrationen sind modern, sehr ansprechend und passen ausgezeichnet zum Text. Eine definitive Empfehlung, wenn Sie ein schönes Vorlesebuch für ihre Kleinen suchen.

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Clare Andrews, Das Geniale Airfryer Kochbuch, One-Basket-Gerichte

Wenn man jahrelang in seiner Küche kocht, meint alle Geräte zu haben, ist man reserviert, wenn wieder etwas Neues auf den Markt kommt. Man fragt sich, habe ich überhaupt Platz dafür oder wird das nur ein zusätzlicher Platzhalter. Kurz benutzt und steht dann im Weg. Wozu benötige ich eine Umluftfriteuse? Ich kann doch meine Pommes Frites auch ohne Fett im Ofen garen. Als interessierter und aufgeschlossener Mensch konnte ich dann doch nicht der Versuchung widerstehen und will wissen, was steckt hinter dem Airfryer? Warum ist der Airfryer plötzlich in aller Munde? Einen großen Anstoß gegeben hat natürlich das neuste Buch von Clare Andrews „Das geniale Airfryer Kochbuch“ mit dem Zusatz „One-Basket-Gerichte“. Ich nehme ein Fazit vorweg: Eigentlich müsste das Kochbuch nur einen Titel tragen: „Der geniale Airfryer!“. Gerichte nur in einem Topf gegart!

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Jules Verne, Graphic Novel über sein Leben

Irgendein Buch von Jules Verne oder wenigstens eine der vielen Verfilmungen seiner Romane hat wohl jeder schon einmal gelesen beziehungsweise gesehen. Heute würde man sie Abenteuerromane nennen, doch um 1870 herum waren ›20.000 Meilen unter dem Meer, Reise zum Mittelpunkt der Erde und in 80 Tagen um die Welt‹ ein ganz neues Genre. Der sogenannte Wissenschaftsroman wurde aus der Taufe gehoben. Denn Jules Verne recherchierte sehr genau, was es an moderner Technik gab. Der Autor sprach mit Experten der Schifffahrt und Physikern, um mit seinen Fiktionen nahe genug an der Realität zu bleiben. So entstand beim Leser der Eindruck, in eine wirklichkeitsgetreue Erzählung einzutauchen. Eigentlich muss man Jules Verne als einen Pionier des Science-Fiktion-Genres bezeichnen. Doch bei all seiner Genialität war Jules unbeholfen in Liebessachen und heiratete für seine Verhältnisse recht spät. Mit seinem Sohn hatte er eher ein konfliktreiches Verhältnis. Und dann sollte man auch wissen, dass auf den fast sechzigjährigen sehr erfolgreichen Autor ein Attentat verübt wurde, welches ihm sein geliebtes Reisen nicht mehr erlaubte.

All das wusste ich über Jules Verne nicht, obwohl ich viele seiner Romane bereits in jungen Jahren gelesen habe. Die Graphic Novel über sein Leben ist ein sehr gut recherchiertes Buch, welches nicht nur aus Illustrationen mit Texten besteht. Nach jedem Kapitel bekommt man eine hilfreiche Jahresskala, viele Originalfotos und auch Dokumente mit erklärenden Texten zu sehen. So ist es auch überhaupt nicht störend, wenn der Autor Sauzereau bei den Dialogen seine eigene Fiktion mit historischen Tatsachen verwebt. Man kann sich am Ende des Kapitels selbst einen Überblick der Faken schaffen. So wird die Graphic Novel selbst eine spannende, illustrierte Erzählung, die gemeinsam mit historischen Überlieferungen den Jahrhundertautor, Jules Verne, porträtiert. Es ist eine tolle Sache für Jugendliche. Und Erwachsene jeder Altersklasse können sich daran erfreuen.

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Elke Nansen, Tödlicher Irrglaube in Ostfriesland, Ostfrieslandkrimi-Serie

In der Realität ist es Hochsommer, seit sehr langer Zeit glüht die Sonne dieses Jahr auf die Erde und hat kein Erbarmen. Die Hitze hat den Boden ausgetrocknet, das Getreide ist zehn Tage früher reif und die wenigen Getreideehren müssen geerntet werden. Endlich kam der ersehnte Regen. Das Wasser war eine Freude für Menschen, Tiere und Pflanzen. Zu dieser aufmunternden Stimmung kam auch das neueste Buch von Elke Nansen „Tödlicher Irrglaube in Ostfriesland“ heraus. Was für eine doppelte Freude. Die Kriminalromane von Elke Nansen sollte man nicht verpassen. Ich verpasse keinen. Ich weiß nicht, wo diese geniale Autorin immer ihre Ideen herhat. Jedes Mal wartet sie mit einem neuen Thema auf. Meine Hochachtung vor Elke Nansen, sie hat auch dieses Mal ein Meisterwerk ihrer mörderischen Literatur in ein Buch verpackt. Nicht nur ist es ein mitreißender, spannender Krimi, sie hat, wie in allen ihren Büchern, viel Wissens- und Lesenswertes in das Thema eingebunden. „Tödlicher Irrglaube in Ostfriesland“ beschäftigt sich mit Sekten. Wie solche vermeintlich, neuen religiösen Bewegungen entstehen, welche Personengruppen aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation anfällig dafür sind und wie sie in ihrem Irrglauben alles dafür aufgeben.

Natürlich zum Leidwesen der Angehörigen, die ihre Kinder oder Partner an eine Gruppe verlieren, gegen die man keine Handhabe hat, weil die meisten Mitglieder freiwillig dabei sind. Auch wenn man von vielen Sachen teilweise etwas gehört oder gelesen hatte, sind die Aufklärungen von Elke Nansen immer eine Bereicherung.

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Hörbe mit dem großen Hut, Otfried Preußler, Thienemann, Kinderbuch ab 7 Jahre aus der Reihe »Kleine Lesehelden«

Hörbe ist ein Hutzelmann und für einen Hutzelmann hat er nicht nur einen besonders großen Hut, er ist auch abenteuerlustig. Denn anstatt seine Preiselbeeren für den Winter einzukochen, beschließt er kurzerhand, an diesem schönen Tag zu wandern. Die anderen Hutzelmänner schütteln nur den Kopf, denn sie haben den Siebengiebel-Wald nie verlassen. Man weiß ja, dass ein Ungeheuer, der Plampatsch drüben in den Worlitzer Wäldern lebt. Und wie es das Abenteuer so will, landet Hörbe gerade dort. Wobei »landen« das falsche Wort ist, er wird aus den reißenden Fluten des Flusses gerettet. Von einer komischen Kreatur, etwas der Plampatsch?

Otfried Preußler ist mit seinen Kinderbüchern, wie »Die kleine Hexe« oder »Räuber Hotzenplotz«, aber auch Jugendbüchern wie »Krabat« ganz vielen Lesern ein Begriff. Thienemann hat mit seiner Serie, Kleine Lesehelden, seine Kinderbücher wieder zu neuem Leben erweckt. In einfacher Sprache für Leseanfänger sind sie sehr kindgerecht, mit hübschen Illustrationen, die aussehen, als hätten sie schon immer zum Text gehört. Und damit den Kleinen das Buch auch in guter Erinnerung bleibt, wurden nach fast allen Kapiteln kleine altersgerechte Rätsel mit in das Buch eingefügt. Ein Lesespaß für Kinder ab sieben Jahren, aber auch für etwas Jüngere zum Vorlesen geeignet. Otfried Preußler wird wohl nie die Relevanz für Kinderträume, mit seinen liebevoll geschriebenen Büchern, verlieren.

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Sam Tamimi, Boustany – (arabisch: mein Garten), Vegane und vegetarische Rezep-te aus Palästina

Boustany ist Sam Tamimis Hommage an sein Geburtsland Westjordanland. Es ist geschunden durch Aggressoren von beiden Seiten. Einzelne Gruppen bestimmen die Politik, in der Ablehnung einer vernünftigen Zweistaatenlösung. Man ist unnachgiebig und militant. Dabei verbindet dieser Landstrich Israel und Palästina eine gemeinsame Küche der Levante, die für Frieden und gemeinsamen Genuss steht. Sami Tamimi, Co-Autor mit Yotam Ottolenghi, der erfolgreichen Bücher „Palästina“ und „Jerusalem“ und Mitinhaber mehrere Restaurants und Läden in London, war durch die Corona-Krise gezwungen, seinen Kurzurlaub über ein Jahr in Umbrien/Italien zu verbringen. Der plötzliche Bruch von extremer geschäftiger Belastung zum Nichtstun verdonnert, führte zu einer persönlichen Krise. Geholfen hat da der Gang in die Küche und neue Gerichte auszuprobieren. So entstand „Boustany“. Ich empfehle vielen Bekannten und Freunden, wenn ihr euch nicht gut fühlt, geht in die Küche und kocht etwas. Kochen ist entspannend und das Lob der Esser ist Labsal für die Seele. Aus Sami Tamimis Krise ist dieses gelungene Werk entstanden „Boustany“.

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