Elke Reith: Nähen fürs Nestchen – Niedliche Projekte fürs Babyzimmer

Gastrezension: Barbara Eckner

Der eigene Nachwuchs kündigt sich an oder man braucht mal wieder ein Geschenk für den Nachwuchs von Familie oder Freunden. Man will aber kein 0815 Geschenk, sondern lieber ein Unikat. Etwas Persönliches schenken. Dann lädt dieses Buch zum Nähen ein. Es bietet allerlei Anleitungen für hübsches Babyzubehör, das nicht nur hübsch aussieht, sondern auch nützlich sein kann. So gibt es beispielsweise eine Anleitung zum Nähen einer hübschen Wickeltasche, um Windeln und Feuchttücher hübsch zu verstauen. Man kann eine Wickelunterlage in Form einer Katze nähen, Spieldecken, Kuscheltiere und vieles mehr. So können sich auch Anfänger ruhig an ein selbstgenähtes Geschenk wagen, denn jeder Schritt ist bis ins Kleinste genau beschrieben. Verschiedene Techniken zum Nähen mit der Hand werden beschrieben und mit den Schnittmustern am Ende des Buches kann es nur gelingen. Jetzt fehlen nur noch schöne Stoffe und es kann losgehen! Weiterlesen

AD ASTRA – ZU DEN STERNEN

Gute Schauspieler sind oft gefragt. Gerade konnten wir Brad Pitt in „ Once Upon a Time“ in Hollywood bewundern und nun beglückt er uns mit der Figur des Mayor Roy McBride in „Ad Astra“. Ad Astra aus dem griechischen bedeutet „Zu den Sternen“.

Fazit: Absolut sehenswert. Wenig Action, dafür psychologische Zwischentöne, gespielt von einem grandiosen Bratt Pitt. Wer sich auf die ungewöhnlich ruhige Erzählweise von Regisseur James Gray einlässt, darf sich auf einen besonderen Science-Fiction Film freuen, der noch lange nach dem Abspann im Gedächtnis bleibt.

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Cixin Liu: Die 3 Sonnen

Ein Si – Fiction Roman der Sonderklasse, nicht weil er viele Preise gewonnen hat, sondern weil er an die klassischen Romane von Stanislav Lem, Asimov erinnert. Der Autor erschafft Welten und Gesellschaftssysteme die soziologisch in die Tiefe gehen und außergewöhnlich sind. Ungewöhnlich auch, einen historischen Vorgang wie die Chinesische Kulturrevolution, als roten Faden durch die Geschichte ziehen zu lassen. dabei nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund. Da der Roman in Teilen sehr wissenschaftlich aufgebaut ist, muss man schon technischen Verstand haben um Fiktion und Realität zu unterscheiden. Interessant ist auch, das Xixin Liu den Weltraumaufzug wie ihn Frank Schätzing in seinem Roman „Limit“ vorgestellt hat, erwähnt. Weiterlesen

Der Kinderflüsterer, Alex North

Der Thriller, bei dem es um entführte und ermordete Kinder geht, hat verschiedene Seiten. Es ist ein gut geschriebener, spannender Krimi, ein etwas gruseliger, übernatürlicher Roman, aber in erster Linie eine soziologische Studie um Schuldgefühle bei Kindern und deren Auswirkungen auf ihr späteres Erwachsenenleben. Jede dieser drei Themen lässt einen das Buch nicht aus der Hand legen. Man muss einfach weiterlesen, ob es einen an manchen Stellen gefällt oder nicht. Bevor nicht klar ist, wer der Mörder ist, gibt es keine gute Nacht mehr.

Von Alex North werden wir Thrillerfans bestimmt noch viel hören!

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Bis ihr sie findet, Gytha Lodge

In der Nähe eines Zeltplatzes stößt die Tochter eines Urlaubers auf das Skelett eines Menschen. Es ist reiner Zufall, dass sie den Fingerknochen überhaupt fand, denn hätte sie sich nicht verstecken wollen, wäre sie nie in die kleine Höhle gekrochen. Dieser Fund ist jedoch noch viel dramatischer, als man erst einmal annimmt. Denn es handelt sich um Aurora, einem vierzehnjährigen Mädchen, das vor dreißig Jahren bei einem Ausflug von sechs Teenagern verschwand. Nicht nur die Tatsache, dass man das Mädchen trotz umfassender Suchaktion nie fand, war eigenartig, auch die Umstände, wie und wo sie damals das letzte Mal gesehen wurde. Sie war mit ihrer um wenige Jahre älteren, schönen Schwester und deren unglaublich coolen vier Freunden zelten. Für die Vierzehnjährige ein Ereignis, um das sie jeder in der Schule beneidet hätte, wäre sie denn je aus dem Wald zurückgekehrt. Ein Krimidebüt, aber das einer erfahrenen Schriftstellerin und das merkt man auch. Hochspannung vom Feinsten!

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Als Deutschland sich neu erfand – Die Nachkriegszeit 1945-1949, SPIEGEL-Buch

Als Deutschland sich neu erfand

Dieses Buch entstand aus der Reihe SPIEGEL GESCHICHTE, dem Heft (01/2018) „Die Nachkriegszeit, Als Deutschland sich neu erfand“. Daher ist jedes der Schicksale mit Zeitzeugenberichten versetzt, was die Betrachtung der noch jüngsten Vergangenheit umso einprägender und schonungsloser zeigt. Ob es um das Thema der Nachkriegsvergewaltigungen, des Verhungerns oder der verzweifelten Heimkehrer, die ihre Familie nicht finden können, geht oder um die Schicksale deutscher Flüchtlinge, die plötzlich Fremde im eigenen Land sind, die Briefe, Aussagen und Tagebucheintragungen erfassen die Fakten so gnadenlos, wie sie waren.

Würde jeder Mensch sich dieses Buch durchlesen und sich in die leidgeprüften Erlebnisberichte der Überlebenden hineinversetzten können, müssten wir nie wieder Angst vor Krieg haben.

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Golden Twenties, Film Rezension von Lutz Reigber

Die Biographie der heutigen Jugend

Sophie Kluges Langfilmdebüt handelt von der 25jährigen Ava, die nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums nicht recht weiß, wie es weiter gehen soll. Erst mal zieht sie zu ihrer beschäftigten Mutter. Ihr Kinderzimmer ist zur Abstellkammer degradiert und sie muss sich nun den Raum mit dem nicht benutzten dominanten Crosstrainer teilen.  Die Mutter kommt erst nach Tagen wieder mit ihrer neusten Errungenschaft, ein Lover, der vom Alter her eher zu Ava passen würde. Die Jobsuche zeigt sich wenig erfolgversprechend. Ohne Praktikum keine Stelle. Und zur Krönung der Ironie: Kommen sie doch wieder, wenn sie mehr Erfahrung gesammelt haben. Zusätzlich muss sich Ava mit den Problemen der ehemals besten Freundin abgeben, obwohl sie selbst sich noch nicht gefunden hat. Gott sei Dank bekommt sie eine Hospitanten-Stelle am Theater. Erträgt stoisch die Marotten von Regisseur, Assistentin und Schauspieler. Gleichzeitig erfreut sie sich an dem Interesse des jungen Schauspieler.

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Christian v. Ditfurth: Ultimatum, Kommissar de Bodt ermittelt (5)

Diesmal lässt es der Autor wieder richtig krachen. Deutschland ist nich groß genug für das Verbrechen das sich sinistere Menschen ausgedacht haben. Zunächst versinken aber Deutschland und Frankreich im Chaos. Die Protagonisten auf beiden Seiten des Gesetzes sind so ziemlich dieselben. De Botd, Silvia Salinger und Ali Yussuf ermitteln mit dem KGB und der Französischen Polizei und stehen völlig im Dunkeln was der Zweck der Attentate ist. Da helfen auch die Zitate von Hegel, Hobbes und Nietzsche nicht. Ein Krimi, der auch in der Betrachtung der gegenwärtigen Weltlage und deren führende Personen, äußerst scharfsinnig ist. Weiterlesen

Andreas Pflüger: Geblendet

Wieder einmal hat Andreas Pflüger einen spannungsgeladenen Kriminalroman abgeliefert bei dem man am Schluss merkt, dass man den Atem angehalten hat. Mit seiner blinden Heldin Jenny Aaron hat er eine deutsche Agentin erschaffen, die der amerikanischen Lara Croft in nichts nachsteht. Im Gegenteil, durch ihre Blindheit und dem damit verbundenen körperlichen Nachteil, ist sie in der Lage andere Sinnesorgane besser einzusetzen. Der Autor hat die Nachteile in Vorteile umgewandelt und auch im Anhang deutlich gemacht das das keine Si- Fiction ist. Mit besonderer Sorgfalt und Sensibilität geht er mit dem Thema Blindheit um. Die fulminante Action die er in Wellen einsetzt ist einfach großartig. Weiterlesen

Die Berufung – Ihr Kampf um Gerechtigkeit

Nach einer wahren Begebenheit

In den Fünfzigern als Jurastudentin nach Harvard zu kommen, ist etwas sehr Besonderes für eine Frau. Doch die geniale Ruth Ginsburg schafft es, trotz eines Babys und eines kranken Mannes. Nach ihrem Abschluss sucht sie in New York eine Anstellung, doch muss feststellen, dass Frauen in dem Beruf immer noch nicht gefragt sind. Selbst als sie in den 70iger Jahren als Professorin unterrichtet, ist die Diskriminierung allgegenwärtig. Sie will das mit allen Mitteln ändern und sieht ihre große Chance, das Gesetzbuch endlich von der Unterdrückung der Frau zu befreien, indem sie den Fall eines diskriminierten Mannes annimmt. Der alleinstehende Sohn pflegt seine demente Mutter und hatte steuerlich eine zusätzliche Pflegekraft eingestellt. Doch das wurde ihm nicht zugestanden, da er ein Mann ist. So beginnt Ruth ihren Kampf gegen das Patriarchat der Richter, Staatsanwälte und ihrer Kollegen.

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