
Todesmaerchen von Andreas Gruber
Endlich, der dritte und erst einmal letzte Teil aus der Thriller-Reihe um Maarten S. Sneijder. Der Autor bereitet Maarten am Ende wirklich einen spektakulären Abgang von der Bühne. Dennoch verspricht uns der Autor, dass die Reihe fortgesetzt wird. Ich bin gespannt, wie, doch Andreas Gruber ist bekannt für seine geschickten Wendungen und so hoffe ich, Maarten bleibt uns auch weiter erhalten. Todesmärchen ist der wohl persönlichste Fall für den BKA-Profiler Maarten S. Sneijder. Als er und seine mittlerweile Partnerin, Sabine Nemez, nach Bern zu einem schockierend inszenierten Frauenmord gerufen werden, weiß der ehemalige Schweizer Beamte Horowitz genau, warum er Maarten angefordert hat. Die Handschrift des Mörders deutet auf jemanden hin, der nicht nur Horowitz in den Rollstuhl gebracht, sondern auch Maarten einst viel gekostet hat.


Ich war zu Tränen bewegt von diesem sehr leisen, doch bild- und inhaltsgewaltigen Film. Es geht um die Suche nach der wahren Liebe, den unerfüllten Wünschen ans Leben und die innere Gefangenschaft, die ein Mann und eine Frau sich auferlegen können. Die Geschichte wird langsam, mit unglaublichen Bildern erzählt. In dem Moment, in dem der Zuschauer alles zu wissen scheint und nur noch auf das gewaltige dramatische oder glückliche Ende wartet, passiert aber das völlig Unerwartete. Alles, was das Publikum über das Ehepaar Gabrielle und José glaubt, erfahren zu haben, wird auf einmal hinfällig und dann wird einem die Tragweite, der wahren Liebe bewusst. Nicht nur ein Film für Frauen! Denn als ich mir am Ende die Tränen aus den Augen wischte, meinte mein männlicher Begleiter: Meine Güte, war das ein wundervoller Film!
Einer der leisen Filme, die unbedingt in die Kategorie „besonders hochwertig“ fallen muss. Denn abseits vom Mainstream, ist die Geschichte intelligent, herzergreifend und mit einem wieder einmal unglaublich gutem Viggo Mortensen verfilmt worden. Qualitätsmerkmal: UNBEDINGT SEHENSWERT!
Der berühmte Schauspieler Hubert Scherer sitzt mit seiner Agentin in einem Kölner Café, als er von einem Fan, Christopher Engelhart, angesprochen wird. Eigentlich ist Christopher ein eher aufdringlicher Fan, doch als ein anderer Mann plötzlich eine Waffe zieht und alle zu Geiseln macht, rettet Christopher das Leben des Schauspielers und wird zum Medien-Helden. Engelhart genießt seinen plötzlichen Ruhm, bis er von einer Unbekannten angegriffen wird und Drohbriefe bekommt. In dem Moment kommt Bodyguard Stefan Trapp ins Spiel und wird selbst zur Marionette eines perfiden, ausgeklügelten Plans.
Ist Das Vermächtnis ein Thriller oder etwa ein Abenteuerroman? Für mich ist es ein Abenteuer-Thriller, bei dem der Autor Schlag auf Schlag, den Leser von einer Actionszene zur nächsten treibt und den Spannungsbogen eigentlich nie eine Minute herunterfährt.
Da soll noch mal einer sagen, die Deutschen können keine Science-Fiction schreiben. Markus Stromiedel beweist es mit seinem Buch Zone 5. Der Autor schafft nicht nur eine faszinierend düstere Szenerie, wie einst George Orwell in 1984, Markus Stromiedel ist auch noch so mutig, seinen Zukunftsroman in Köln spielen zu lassen. Dessen nicht genug, er erwähnt sogar die Veedels und die ehemaligen Karnevalumzüge. Sie denken, ich mache Witze, nein ganz und gar nicht! Zone 5 ist ein Science-Fiction erster Klasse, der in einem Satz mit Bestsellern wie Red Rising und der Marsianer genannt werden darf und muss. Hervorragend!