Flut aus schwarzem Stahl, Anthony Ryan, vom Großmeister der Fantasy geschrieben

Voller Begeisterung hatte ich die Trilogie des Schreibers Alwyn Scribe gelesen und besprochen. Nach über 2000 Seiten verließ ich die westlichen Herzogtümer der Albermaine und dachte, nie zurückzukehren. Weil ich weiß, dass Anthony Ryan einer der Großmeister der Fantasy ist, fing ich mit seiner nächsten Trilogie, ›Die Flut aus schwarzem Stahl‹ an, nur um mit großer Freude festzustellen, wieder von Ascarlia und den Fjordlanden zu hören. Diese Geschichte spielt nach den großen Kriegen des Bundes und der dem Wahnsinn verfallenen Märtyrerin Evadine, deren Ende wir kennen. Auch Alwyn Scribe wird am Rande erwähnt. Der wahre Schauplatz ist jedoch der Norden, mit den drei Königinnen, die ein hartes und kluges Regiment über ihr Reich führen. Obwohl der Norden recht wohlhabend ist, kommt es anscheinend zu Aufständen und regelrechten Brandschatzungen. Doch wer sind diese Krieger, die mit ihren Tätowierungen und Langschiffen so exotisch wirken? In dieser Zeit begleiten wir verschiedene Protagonisten. Thera und Felnir, ein zutiefst verfeindetes Geschwisterpaar, das sowohl im Dienste der Schwesterköniginnen, als auch des Tielwalds auf die Reise geschickt wird. Und die dritte Erzählung ist die von Ruhlin, der mich immer wieder an Alwyn erinnerte. Ein scheuer junger Mann, an dem auf den ersten Blick nichts Besonderes zu finden ist, der jedoch im Laufe seines Abenteuers jedoch zur wahren Bestimmung aufsteigt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie Anthony Ryan eine völlig logische Welt aufbaut, die weder Mittelerde noch den Königslanden aus Game of Thrones in etwas nachsteht. Krieger, kluge Regentinnen, Gelehrte, falsche Gläubige und vor allem Legenden und alte Magie schlagen jeden Leser dieses Genres in den Bann. Für mich wird auch diese Trilogie ein Muss. Es ist schon erstaunlich, dass 700 Seiten einem nur so durch die Finger rinnen, wenn die Geschichte, die darauf erzählt wird, so unglaublich gut und spannend ist. Ein Hoch auf Anthony Ryan und seine Welt der Ascarlia.

Autorenfoto:Copyright ® Ellis Grace Photograpy

Anthony Ryan ist New York Times-Bestsellerautor. Aus seiner Feder stammen die Rabenschatten-Romane: »Das Lied des Blutes«, »Der Herr des Turmes« und »Die Königin der Flammen«. Außerdem verfasste er die Draconis Memoria-Serie. Anthony Ryan lebt in London, wo er an seinem nächsten Buch arbeitet.

 

Werbetext Klett-Cotta: Das Land Ascarlia ist ein sagenumwobenes Reich, das seit Jahrhunderten von den Schwesterköniginnen regiert wird. Niemand hat je gewagt, ihre Herrschaft infrage zu stellen. Bis jetzt. Gerüchte berichten von Langschiffen mit tätowierten Kriegern, die unter den Bannern eines mörderischen Kultes segeln, der lange für ausgestorben gehalten wurde. Eine Flut aus schwarzem Stahl, die alles zu verschlingen droht  … Thera Schwarzspeer, die bevorzugte Dienerin der Schwesterköniginnen, wird beauftragt, die Wahrheit hinter den Gerüchten aufzudecken. Während sie gen Norden segelt, begibt sich ihr verhasster Bruder Felnir auf seine eigene Reise. Er hofft, die Gunst der Königinnen auf Kosten seiner Schwester zu sichern. Beide Geschwister – gemeinsam mit einer brillanten jungen Schreiberin und einem Gefangenen mit einer erschreckenden, urtümlichen Macht – werden eine Rolle im heraufziehenden Sturm spielen. Zwischen dem Zwist der Geschwister und den unerbittlichen Machtkämpfen am Hof der Königinnen hat die Zeit des Zorns begonnen … Flut aus schwarzem Stahl ist der packende Auftakt zu einer neuen epischen Fantasy-Blockbuster-Serie des internationalen Bestsellerautors Anthony Ryan, dessen Bücher sich weltweit millionenfach verkauft haben.

Hier muss ich noch einmal wiederholen, was ich bereits beim Paria schrieb: Ein grandioses Meisterwerk, das allein durch seine Sprache wunderbar zu lesen ist. Was wahrscheinlich auch einer fantastischen Übersetzung aus dem Englischen geschuldet ist.

Flut aus schwarzem Stahl, Anthony Ryan, Hobbit Press Klett Cotta, gebundenes Buch, Seiten 640, ISBN: 978-3-608-96641-1, Euro 26,00, E-Book Euro 20,99, erschienen 02.2026, aus dem Englischen von Sara Riffel.

 

 

 

 

 

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