Im kleinen wilden Schnergenland, nacherzählt von Veronica Cossanteli, Kinderbuch am 6 Jahre zum Vorlesen

Ein Kinderbuchklassiker, der von Veronica Cossanteli nicht nur nacherzählt und in die heutige Zeit gebracht wurde, dieses Kinderbuch von 1927 inspirierte J.R.R. Tolkien zu seinem Anfang vom Herrn der Ringe, dem Buch: Der kleine Hobbit. Und das merkt man, denn der schusselige, großherzige und immer hungrige Schnerg Gorbo erinnert sehr an Tolkiens Hobbits. Und wahrscheinlich gibt es einen Grund, warum sich die Namen Gorbo und Frodo so ähnlich sind.

Daher muss ich nicht noch mehr schwärmen. Wenn Sie sich in Den Kleinen Hobbit verliebt haben, dann sollten sie sich und besonders ihre Kinder mit ins kleine wilde Schnergenland nehmen. Kinderbuch ab 6 Jahren.

Autorenfoto: ® privat

Veronica Cossanteli wuchs in Hampshire und Hongkong mit einer Reihe von Tieren auf, darunter ein imaginärer Haustierdinosaurier, der auf ihrem Bett schlief. Sie arbeitet in einer Grundschule in Southampton, wo sie mit drei Katzen, zwei Schlangen, einem Meeer-schweinchen und einer großen Anzahl von Eidechsen lebt. Mit ihrer Neuerzählung des Klassikers von E.A. Wyke-Smith holt sie den Stoff in die heutige Zeit.

Autorenfoto: ® privat

Edward Augustine Wyke-Smith (1871–1935) war Bergbauingenieur, führte jedoch überwiegend das Leben eines Weltenbummlers und Abenteurers. Er diente bei den Horse Guards in Whitehall, heuerte auf einem Windjammer an, mit dem er nach Australien und Amerika segelte, und arbeitete in den USA lange Zeit als Cowboy. Als Bergbauingenieur verwaltete er Minen in Mexiko, Spanien, Portugal, Norwegen und Südamerika. Seine Kinder waren so begeistert von den Geschichten, die er ihnen erzählte, dass sie ihn baten, sie aufzuschreiben. The Marvellous Land of Snergs (1927) war sein letztes Buch, dem heute besondere Bedeutung zukommt, weil es J. R. R. Tolkien zu seinem berühmten Klassiker The Hobbit inspirierte. Aufmerksame Leser dürften tatsächlich erstaunliche Parallelen zwischen beiden Büchern entdecken.

® Illustration Paddy Donnelly

Wenn der jung Pip, ehemaliger Akrobat im Zirkus, und die stumme Fiona, deren Eltern mit der Titanic untergingen, mal ehrlich sind, dann ist es in dem Waisenhaus eigentlich gar nicht so schlecht. Die Leiterin ist zwar streng und besteht auf Regeln, doch hat ein gutes Herz. Darum wollten die beiden auch eigentlich nicht weglaufen. Doch diese fremde Frau mit dem Veilchenkonfekt und dem Hundewelpen versuchte Fiona zu entführen und darum ist Pip hinterhergerannt. Dass das Auto der Entführer ausgerechnet im Wyke Wald einen Unfall hat, ist eigenartig. Aber noch viel eigenartiger ist, dass die beiden Kinder, nachdem sie entkommen konnten, dem Welpen durch ein Baumtor folgen, dass sie in eine Art Zauberwelt bringt. In der gibt es Bären, die nach Zimt riechen, eigenartige Wobser, die am liebsten Verwirrwirrte Kuckucks fressen und natürlich die Schnergen. Gorbo ist einer von ihnen und was ein Glück, dass Pip und Fiona ihn schon vom Waisenhaus kennen und wissen, was für ein toller Freund er ist. Denn auf den ersten Blick könnte man ihn für einen richtigen Tollpatsch halten. Und sind wir mal ehrlich, dann fing wegen ihm und den geklauten Marmeladentörtchen der ganze Ärger eigentlich erst an.

® Illustration: Paddy Donnelly

 

Eine richtig entzückende Geschichte, die selbst ein Erwachsener mit Kinderseele bis zum letzten Wort lesen muss. Wenn mir jemand als Kind die Geschichte vorgelesen hätte, wäre ich mir Freude ins Bett gegangen,

 

 

Im kleinen wilden Schnergenland, Veronica Cossanteli nach einer Geschichte von E.A. Wyke-Smith, Kinderbuch ab 6 Jahren, Thienemann Esslinger, gebunden mit farbigen Illustrationen, Seiten 240, ISBN: 978-3-522-18580-6, Euro 15,00.

Erschienen am: 24. 08. 2021

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