Oliver Buslau: Feuer im Elysium

Es erstaunt immer wieder, welche Themen man in einem Kriminalroman behandeln kann. Im vorliegenden historischen Kriminalroman geht es um die neunte Symphonie von Ludwig van Beethoven im Jahre 1824. Diese Zeit war geprägt von der Regentschaft des Fürsten Metternich der mit seinem Bespitzelungssystem versucht hat die Freiheitsbestrebungen im Keim zu ersticken. Nach der französischen Revolution und Kaiser Napoleon hatten die Menschen den Geruch der Freiheit geschnuppert und wollten von diesem nicht mehr lassen. Beethoven hat mit diesen Freiheit Gedanken gespielt und sie in Musik übersetzt. Deutlich besonders Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ zu der er geniale Musik komponierte. Dem Autor gelingt es der Leserschaft zum einen die Musik näherzubringen und zum andern die Gedankenwelt der rebellischen Jugend zu schildern.

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foto: susanne prothmann

Oliver Buslau begann Ende der neunziger Jahre seine Autorenkarriere als Erfinder des Wuppertaler Privatdetektivs Remigius Rott, der bis heute seine Fälle löst. Darüber hinaus schrieb er unter anderem Krimis um das Thema Musik, unter anderem den Beethoven-Krimi »Feuer im Elysium«.

Als der junge Schlossverwalter Sebastian Reiser nach Wien gelangt, bereitet Ludwig van Beethoven gerade die Uraufführung seiner neunten Sinfonie vor. Die ganze Stadt fiebert dem Konzert im Kärntnertortheater entgegen. Doch die Aufführung ist umstritten – nicht nur bei den konservativen Musikenthusiasten, sondern auch bei verbotenen Burschenschaften. Reiser bekommt die Chance, im Orchester mitzuwirken, und gerät in ein gefährliches Geflecht aus Intrigen und geheimer Politik. Das Buch wurde für den Glausner Preis mit folgendem Text nominiert:

»Fesselnd und sprachlich souverän erzählt Oliver Buslau vor dem Hintergrund von Metternichs Überwachungsstaat einen Kriminalroman, der mit einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte verbunden ist. Dabei verwebt er spielerisch und kenntnisreich musiktheoretisches Wissen und lässt die Atmosphäre einer Zeit lebendig werden, deren Probleme bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Beethovens ›Neunte‹ verweist auf die Intention dieses großartigen Romans: Der Wunsch, einen stabilen europäischen Zusammenhalt zu schaffen, der es ermöglicht, das zu verteidigen, was die Basis unserer Gesellschaft ausmacht: Die Freude an der Freiheit.«

Oliver Buslau: Feuer im Elysium, Kriminalroman, Emons Verlag, Gebunden mit Schutzumschlag, 496 Seiten, ISBN 978-3-7408-0616-3, € 22,00

 

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