Axel Springer, Lars-Broder Keil: Das besondere Bild

Fußballer Uwe Seeler mit hängendem Kopf nach der WM-Niederlage, Revolutionär Fidel Castro entspannt mit Zigarre in den kubanischen Bergen, Bundeskanzler Helmut Schmidt vertraut mit seiner Frau Loki beim Schach: Augenblicke festzuhalten, die eine Geschichte erzählen und selbst Geschichte werden, sind ein Glück für jeden Fotografen. Sven Simon (1941–1980) ist das gelungen. Unaufdringlich, uneitel, aber stets fokussiert, ging der älteste Sohn des Verlegers Axel Springer mit der Kamera auf die Suche nach dem besonderen Bild und, weil er wie sein Vater hieß, mit einem Pseudonym, um er selbst zu sein. Zu seinem 80. Geburtstag erinnert dieser Bildband an den preisgekrönten Journalisten, lädt aber auch zur Neuentdeckung ein. Über ihn schwärmten selbst Kollegen: „Er ist kein Fotograf, er ist ein Bildhauer.“

Bilder sagen mehr als 1000 Worte ist ein geflügeltes Wort, deswegen sind Bildbände eine besondere Form des Buches. Der Leser oder Betrachter bildet nicht aufgrund von Wörtern seine Bilder im Kopf sondern hier werden durch Bilder Ereignisse wachgerufen, die der Betrachter manchmal schon erlebt hat. Die ältere Generation wird sich an viele dieser Bilder erinnern und auch Zusammenhänge erkennen, die in erklärenden Beiträgen zu diesen Bildern in diesem Buch geschildert werden. Es ist ein Blick in die Geschichte der jungen Republik und auf Menschen die in dieser Geschichte eine mehr oder weniger große Rolle gespielt haben.

Axel Springer, Lars-Broder Keil: Das besondere Bild, Braus Verlag, Format: 24 x 21 cm, 150 Abbildungen, 144 Seiten, ISBN 9783862282203, € 20,00

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