Ein beeindruckender Thriller, der den Gesellschaftswandel in den 70iger Jahren mit einer unglaublichen Realität beschreibt. Die Polizisten, die fast alle in irgendeinem Krieg gekämpft hatten, bevor sie zum Polizei Corps gingen, kommen mit dem Wandel nicht klar. Frauen im Beruf, Schwarze und Homosexuelle sind der Feind und das in den eigenen Reihen des Police Departments. Doch die starken Frauen der Einheit kämpfen um ihre Stellung und decken Stück für Stück eine erschreckende Wahrheit auf, der Shooter muss der Polizei nahe stehen und tötet die Polizisten, die intern bereits als Feinde gesehen werden.
Wer kennt Sandomierz? Angeblich die schönste Stadt Polens. Der Autor behauptet das und lädt uns mit seinem Staatsanwalt, der alle Attribute eines Frauenhelden und Egomanen besitzt, zur Mörderhatz ein. Die Morde sind ziemlich blutig und der Mörder macht mit seinen Morden auf die Vergangenheit Polens aufmerksam. In diesem Sandomierz, tief katholisch, hat die Bevölkerung nicht immer judenfreundlichen Umgang mit ihren Mitbürgern. Judenpogrome sind Teile der Vergangenheit und werfen ihre langen Schatten.
Wenn die beste Profikillerin der CIA sich plötzlich gegen die eigenen Reihen stellt und die Nummer zwei der CIA auslöscht, dann schickt man den besten Profikiller der CIA los, Will Robie. In dem Moment gibt es normalerweise Tote! Doch Will kennt seine ehemalige Partnerin zu gut, er weiß sie tut nie etwas ohne Grund und so entsteht eine unheilige Allianz zwischen den beiden. Und dann heißt es plötzlich, das tödlichste Pärchen der Welt gegen den Rest der Central Intelligence Agency.
Dieser Thriller ist ganz großes Kino, wenn man ein Fan von FBI, CIA und Spionage Romanen ist. Der Schwede ist verworren wie Spy Games, sogar Leser, die den Wirrwarr von Geheimdiensten schnell durchschauen, müssen ganz schön aufpassen, um wirklich zu verstehen, worauf die Geschichte hinausläuft. Und mit dem Protagonisten Ernst Grip hat der Autor genau das gleiche Spiel getrieben, denn er transformiert den anfänglich harten Kerl zu einem wunderbaren Antihelden.
Dibdin gelingt es aus dem Stand das italienische Gefühl zum Leser zu transportieren. Da wo es intensiv, chaotisch und manchmal neben den Toten auch liebenswert zugeht. Die Gegensätze das laute und deshalb scheinbare unentwirrbare lässt er klar und deutlich entstehen. Neapel, die Stadt in der das Chaos fröhliche Urständ feiert, ist neben der opernhaften Erzählung, der Hauptakteur in diesem Drama.