Kategorie: Buchbesprechungen

Hannah Rothschild: Die Launenhaftigkeit der Liebe

Die Launenhaftigkeit der Liebe von Hannah Rothschild

Die Launenhaftigkeit der Liebe von Hannah Rothschild

Gastrezension: Ulrike Bolte: Kenntnisreich und voller Humor entführt Hannah Rothschild den Leser in das Reich der Kunst: Angefangen vom kreativen Schaffensakt, der sich im persönlichen Pinselduktus niederschlägt, vom Bannen der Gefühle des Malers Antoine Watteau auf die Leinwand bis über die Reproduktionen in Drucken und Imitationen durch Jahrhunderte hindurch. Das (fiktive) Bild als Protagonist schildert seine eigene Geschichte, die Provenienz, die Besitznahme durch berühmte Persönlichkeiten, in deren Aufreihung sich der jeweilige Besitzer sieht: Voltaire, Ludwig XV., Madame Pompadour, Friedrich der Große, Katharina die Große, Napoleon, George VI., Queen Victoria bis es in jüdischen Besitz kommt.

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Phil Hubbe: Mein letztes Selfie, Behinderte Cartoons 6

mein-letztes-selfieCartoons von Phil Hubbe sind immer erstmal zum Lachen. Wenn sich das Bild erstmal „gesetzt“ hat merkt man, dass da eine Botschaft steckt die es meist in sich hat. Als Betroffener, Hubbe, weiß er um die Schwächen der Betroffenen und deren Umgebung. Mache Cartoons wären dazu angetan ganze Abhandlungen zur Sozialisation vom Menschen mit Behinderungen zu schreiben. Hubbe macht das mit einem Bild sofort deutlich.

 

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Wilfried Eggers: Die oder ich

die oder ichWer meint in der deutschen Provinz sei nichts los, den belehrt Eggers eines Besseren. Er entfacht eine kleinstädtische Hölle mit Jahrzehnte alten Rechtsstreitigkeiten, Ehestreitigkeiten, soziale Entfremdungen, Diebstahl u. Mord. Eggers spart nicht mit Details die manchmal so herzerfrischend sind, daß man laut loslachen kann. Mit seinem Rechtsanwalt Peter Schlüter hat er eine Figur wie aus dem richtigen Leben geschaffen. Als Anwalt weiß er von was er spricht.

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Horst Eckert: Wolfsspinne

U1_978-3-8052-5099-3.inddWas ist Fiktion und was Tatsache. Eckert vermischt die Tatsachen um Rechtsextremismus, NSU, Verfassungsschutz und Wirtschaftsverbrechen zu einem ungeheuer spannenden Werk. Alle, die die unglaublichen Vorgänge bei der Verfolgung des NSU verfolgt haben werden sich die Nackenhaare sträuben und sich fragen ob Wolfgang Schorlau mit seiner „schützenden Hand“ nicht recht hat. Eckert tendiert auch in die Richtung und bringt di Tatsachen, dass der Verfassungsschutz den Rechtsextremismus zu 1/3 gefördert hat mit Rauschgifthandel und andren Verbrechen in Zusammenhang.

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Georg Elterlein: Sprache der Krähen

Sprache der Krähen kleinEine schöne Geschichte mit zwei Helden. Einen Buben mit 10 Jahren alt du einen bösen Buben mit 40. Beide müssen sich miteinander arrangieren weil es in ihrem vorherigen Leben nicht mehr weiter geht. Wir die Leser können bei ihrem Tun nur zuschauen und hoffen, dass die Geschichte gut ausgeht. Spannend wird es immer dann wenn der böse Bube zu seinen Raubzügen aufbricht.

 

 

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Geronimo

Leon de Winter - Geronimo

Leon de Winter – Geronimo

»Geronimo« lautete das Codewort, das die Männer vom Seals Team 6 durchgeben sollten, wenn sie Osama bin Laden gefunden hatten. Doch ist die spektakuläre Jagd nach dem meistgesuchten Mann der Welt wirklich so verlaufen, wie man uns glauben macht? Ein atemberaubender Roman über geniale Heldentaten und tragisches Scheitern, über die Vollkommenheit der Musik und die Unvollkommenheit der Welt, über Liebe und Verlust. De Winter hat sich tief in die Materie der Navy Seals eingegraben.

 

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Jan-Philipp Sendker: Am anderen Ende der Nacht

Am anderen Ende der Nacht Die China-Trilogie 3 von Jan-Philipp SendkerDer internationale Bestsellerautor Jan-Philipp Sendker erzählt uns eine Geschichte Seine Geschichten des heutigen China, er beschreibt ein vielfältig traumatisiertes Land, dessen Menschen noch immer unter den Folgen der verheerenden Kämpfe (der Kulturrevolution) im zwanzigsten Jahrhundert leiden. Der Satz: warum geht man in China so mit den Menschen um? Weil es so viele davon gibt! Spiegelt das Menschen verachtende System in China wider, dass sich als Thema durch das ganze Buch zieht. Eine hoch spannende Geschichte.

 

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Siri Hustvedt: Die gleissende Welt

Die gleissende Welt neuGastrezension Dr. Ulrike Bolte:

Selten habe ich ein subtileres, komplexeres Buch gelesen als Siri Hustvedts „Die gleissende Welt“, der in New York lebenden Schriftstellerin, Essayistin, Literaturwissenschaftlerin und Dozentin. Ihre Protagonistin, die fiktive Künstlerin Harriet (Harry) Burden (engl. für „Last“) versucht anhand von ihr so genannten „Masken“, männlichen Alter Egos, die Bedingungen für eine weibliche Künstlerin auf dem immer noch von Männern dominierten Kunstmarkt, die Mechanismen ihrer Wahrnehmung, die Kriterien für die Rezensenten und Kritiker auszuloten.

 

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Brigitte Glaser: Bühlerhöhe

BühlerhöheDeutschland 1952. Vieles von den damaligen Lebensumständen erscheint uns heute sehr fremd. Der Krieg und seine Folgen waren noch deutlich spürbar, es herrschte zwar kein Mangel aber das Geld war knapp und die alten politischen Seilschaften funktionierten prächtig. Adenauer versuchte eine Aussöhnung mit Frankreich und den Holocaust mit einer Reparationsleistung abzugelten. Das es Kräfte gab, dies zu verhindern spiegelt dieser Raman wider.

 

 

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Zygmunt Miloszewski: Ein Körnchen Wahrheit, Teodor Szacki ermittelt weiter

Ein körnchen WahrheitWer kennt Sandomierz? Angeblich die schönste Stadt Polens. Der Autor behauptet das und lädt uns mit seinem Staatsanwalt, der alle Attribute eines Frauenhelden und Egomanen besitzt, zur Mörderhatz ein. Die Morde sind ziemlich blutig und der Mörder macht mit seinen Morden auf die Vergangenheit Polens aufmerksam. In diesem Sandomierz, tief katholisch, hat die Bevölkerung nicht immer judenfreundlichen Umgang mit ihren Mitbürgern. Judenpogrome sind Teile der Vergangenheit und werfen ihre langen Schatten.

 

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