Kinderbücher sollte man zusammen mit Kindern anschauen. Diese haben ganz andere Schwerpunkte in ihrer Betrachtung als Erwachsene. Bei den hier vorliegenden Bilder und Geschichten Buch musste ich erst erklären was eine Elster ist und warum diese Vögel gerne blinkende Sachen stibitzen. Nachdem dies geklärt war, wurde die Geschichte gut aufgenommen und die Bilder intensiv betrachtet. Dabei fiel auf, dass die Rückseite des Buchdeckels mit den vielen kleinen Bildern von Elstern mit ihrem Diebesgut lange und sehr intensiv, und wie ein Memory mit den einzelnen Vögeln betrachtet wurde. Das Buch wurde an mehreren darauffolgenden Abenden vom Co-Rezensenten zum vorlesen gewünscht.
Kai Oppermann zeichnete, wie die meisten Kinder, seit sie denken kann. Nur hat sie irgendwie nie damit aufgehört. Sie hat an der Münster School of Design studiert und arbeitet als freie Illustratorin. Außerdem animiert sie und erzählt Geschichten.
Im wilden Wald lebt eine Elsterfamilie – bekannt für ihre Diebeskunst. Die Äste ihres Baums biegen sich unter der Last der vielen Schätze. Mama, Papa, Elsterkind eins und zwei: alle meisterhaft diebisch. Aber die kleine Elster … nun ja: Sie besucht am liebsten Rotkehlchen und Pirol. Die drei erzählen sich spannende Geschichten. Die kleine Elster hat Angst, nicht richtig dazuzugehören und ihre Familie zu enttäuschen. Also fasst sie eines Nachts ihren ganzen Mut zusammen – und am nächsten Tag liegt ein funkelnder Stein in ihrem Nest. Doch woher kommt er nur? Kommt er etwa aus einem Drachenhort oder aus einem magischen Geisterschatz? Ist er am Ende gar ein leuchtender Stern, den die Elster vom Himmel gepflückt hat?
Kai Oppermann: Der Flunkerfunkelstein oder die Elster, die nicht stehlen wollte. Knesebeck Verlag, ab 5 Jahren, 21.5 x 26.5 cm, gebunden, 32 Seiten, ISBN 978-3-95728-766-3, € 16,