Andrea Weidlich: Wie Du Menschen loswirst, die Dir nicht guttun, ohne sie umzubringen

Stünde im Titel nicht „ohne sie umzubringen“ hätte man die Lösung schnell zur Hand. Wir kennen solche Szenarien aus Krimis: ein schön, aber abseits gelegenes Hotel – eigentlich geschlossen.  Pandemie-bedingt, was auf die Aktualität verweist, in dem eine Gruppe von Menschen zusammen kommt und sich vor eine Aufgabe gestellt sieht. In Andrea Weidlichs neuestem Buch gilt es sich von toxischen Menschen zu befreien. Initiatorin dieses Experimentes ist Charly, eine Freundin von Andrea Weidlich, die nicht nur die Autorin der Geschichte ist, sondern sich selbst auch eine tragende Rolle darin geschrieben hat. Nämlich die der Autorin Andrea Weidlich. Charlys Einladung sind nicht alle gefolgt, aber Adrian, Marie, Isa, Daniel, Andrea und ihr bester Freund Lukas. Begleitet wird das Experiment von Paul, Charlys Therapeuten. Der Ansatz, Protagonistin des eigenen Romans zu sein, hat offensichtlich schon in „Liebesgedöns“ funktioniert und die Autorin zur Spiegel-Bestseller Autorin gemacht. Ganz offensichtlich gefällt es den Leser:innen. Wieviel Andrea Weidlich steckt also in dem Roman? Letztlich kann die Frage nur die Autorin beantworten, uns Lesern bleibt nur die Vermutung. Genauso, wie es jedem einzelnen freisteht, das vorliegende Buch als Ratgeber für die Arschloch-Detox-Methode, Mutmacher, Therapiebegleiter – Vorsicht vor dem Versuch der Selbstheilung, manchmal ist professionelle Hilfe von unschätzbarem Wert – „oder auch „nur“ als unterhaltsamen Roman zu sehen. Witzig, flapsig bis frech, klar und deutlich – „Scheiße“ ist eben „Scheiße“. Modern, auch in der Ausstattung. Ihre Erkenntnisse, wie „Der Knoten löst sich nicht, wenn du fester daran ziehst“ oder Weisheiten, wie „Du hörst auf zu verlieren, wenn du aufhörst mitzuspielen“ vermittelt die Autorin ihren Lesern in dem Buch auf schwarzem Papier mit weißer Schrift, um auch dem unaufmerksamsten Leser auf ihre Knackpunkte hinzuweisen. Weisheiten, wie wir sie sonst nur von Sepp Herberger kennen: „Der Ball ist rund“.

Foto: privat

Andrea Weidlich studierte Wirtschaft in Wien und arbeitete im Management namhafter internationaler Konzerne. Danach machte sie sich selbstständig, entwickelte kreative Kommunikationskonzepte und arbeitet heute hauptberuflich als Autorin und Unternehmensberaterin. Bereits seit ihrer Kindheit schrieb sie Bücher und Theaterstücke und beschäftige sich intensiv mit der Frage, was Menschen antreibt, glücklich macht und wie sie ihr volles Potenzial leben können. Seit sie 2019 ihren ersten Bestseller Der geile Scheiß vom Glücklichsein veröffentlichte, berührt sie zahlreiche Menschen. Darauf folgte Liebesgedöns. In ihrem neuesten Buch Wie du Menschen loswirst, die dir nicht guttun, ohne sie umzubringen widmet sie sich dem Thema Toxische Menschen und Selbstzweifel. Darin beschreibt sie, wie sinnvoll es ist, sich von negativen Menschen und Denkmustern zu befreien, zurück zu mehr Leichtigkeit zu gelangen, und dem eigenen Glück wieder Raum zu verschaffen. Gemeinsam mit ihrer Cousine führt sie den Erfolgspodcast gusch, baby. Dieser ging im Februar 2018 mit seiner ersten Folge online und erreichte bereits in der ersten Woche Platz 1 in den iTunes-Charts in der Kategorie Gesellschaft & Kultur.

mvgverlag  –  Taschenbuch – 304 Seiten – 17,00 € – ISBN 978-3-7474-0344-0

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