Christof A. Niedermeier: Der Tod kam zum Dessert

Christof A. Niedermeier hat es wieder getan. Ein neuer Kriminalroman mit seinem Protagonisten Jo Weidinger. Kein Hauptkommissar, kein Ermittler, nein ein Sternekoch im Rheintal bei Oberwesel nimmt die Ermittlungen auf.Christof A. Niedermeier schreibt, dass dieses Buch eigentlich sein erstes Buch ist, dass er je geschrieben hat. Erst jetzt hat er es veröffentlicht. Vielleicht musste sein Protagonist erst wachsen.

niedermeier christof-foto dagmar thiel

Christof A. Niedermeier, geboren 1969 in der Nähe von Regensburg. Studierte Kulturwissenschaften in Passau und Norwich/England. Seit zwanzig Jahren lebt und arbeitet er in Frankfurt am Main. Neben seiner Arbeit in einem internationalen Großkonzern schreibt er Kriminalromane. Besonders interessiert ihn die Psychologie seiner Figuren. Was bewegt einen Menschen zu morden? Zusätzlich reist er gerne und pflegt bei seinen Recherchen und Erkundungen die Liebe zum guten Essen und Wein. Welches er auch immer in seinen Romanen deutlich unterbringt.

Dieses Mal haben wir einen hinterhältigen Giftmord. Jo Weidinger hat sein Restaurant, das Waidhaus in der Nähe von Oberwesel mit Blick auf den Rhein noch nicht lange eröffnet, als er einen Auftrag für den 50. Geburtstag eines Chemiekonzernbesitzers erhält. Eigentlich ist der Auftrag viel zu groß für ihn. Er sagt zu, weil der Kunde schon des Öfteren bei ihm zu Gast war und explizit beantragt wurde.

Die besondere Spezialität eine Eistorte, nur für den Jubilar, serviert der Auszubildende Philip von Jo Weidinger. Kurz darauf bricht der Firmenchef tot zusammen. War es ein Herzinfarkt oder ein Giftmord? Was für ein Licht wird auf das Waidhaus fallen? Als dann noch der Auszubildende ins Visier der Polizei gerät und der offensichtliche Täter sein soll, mischt sich Jo Weidinger selbst ein. Er muss seinen Auszubildenden, trotz aller belastenden Beweise da rausholen. Kann er Philipps Unschuld beweisen?

Wenn man dieses Buch liest, erkennt man wie schwierig es ist, einen Protagonisten für einen Kriminalroman zu kreieren der kein Ermittler, Detektiv oder Kommissar ist. Wie kommt diese Person an Informationen ran, wenn alle sagen, überlass das der Polizei. Niedermeier ist das hervorragend gelungen. Auch interessant sind die Beschreibungen von den Gegebenheiten in den Untersuchungshaft. Gerade wenn man unschuldig ist, wie weit man dort manipuliert wird.

„Der Tod kam zum Dessert“ ein Leben als Küchenchef spannend, abwechslungsreich und überraschender Wendung, mit traumhaftem Blick auf den Rhein.

Christof A. Niedermeier: Der Tod kam zum Dessert, Gmeiner Verlag,

346 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-8392-2701-5, 14,– € / E-Book 10,99 €*

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