Escape at Dannemora – Flucht von Dannemora

Basierend auf einer wahren Begebenheit

Ein Gefängnisausbruch? Kann man damit Zuschauer noch auf die Couch locken? Haben wir mit Clint Eastwoods Ausbruch von Alcatraz nicht schon den ultimativen Fluchtfilm gesehen? Nein, denn jetzt kommt die wahre Geschichte über die Flucht von zwei Schwerverbrechern aus einem Gefängnis im Bundesstaat New York. Was die Miniserie so interessant macht, ist die so perfekt eingefangene Stimmung. Denn nicht nur bei den Bildern aus dem Gefängnis überkommt den Zuschauer das Gruseln, auch bei dem Leben der normalen Bürger in dieser Kleinstadt überläuft einen ein Schauer. Dort will man nicht tot über dem Zaun hängen und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum die Gefängnisangestellte Tilly sich entscheidet, zwei Mördern bei der Flucht zu helfen!

Großes Kino mit einer unwiderstehlichen Patricia Arquette als Aufseherin der Gefängnis-Schneiderei Tilly Mitchell und den beiden Insassen gespielt von Benicio del Toro und Paul Dano

 

Tilly ist im Herbst ihres Lebens, gelangweilt in einer fürchterlichen Kleinstadt mit einem emotionellen Versager als Ehemann und dennoch hofft sie auf eine eklatante Änderung in ihrem Leben. Immerhin ist sie die Aufseherin in der Gefängnis-eigenen Schneiderei und kommt so wenigstens auf ihre sexuellen Kosten mit einem der jüngeren Insassen, Sweat. Sein älterer Freund Matt sieht mit Tilly die Möglichkeit auf eine Flucht zusammen mit Sweat. Beide sind bestrafte Mörder und werden nie wieder die Freiheit erleben, es sei denn, sie brechen aus.

Als Sweat aus der Schneiderei verlegt wird, weil Tillys Kollegen etwas von ihren verbotenen Sexspielen erahnen, stimmt die unglückliche Frau zu, den beiden zur Flucht zu helfen. Sie träumt von einem Leben mit Sweat in Mexiko und erblüht noch einmal, ohne sich der Konsequenzen ihres Handelns überhaupt klar zu werden.

Als nach langen Monaten der Vorbereitung, die Nacht der Flucht endlich da ist, bekommt Tilly eine Panikattacke und landet mit einem mutmaßlichen Herzinfarkt im Krankenhaus. So machen sich die beiden Flüchtigen anstatt mit einem Wagen und Tilly nach Mexiko,  zu Fuß in Richtung der kanadischen Grenze auf. Eine der teuersten und aufwendigsten Verfolgungsjagden auf die beiden Mörder beginnt.

Ben Stiller erweist sich als Regisseur, der die kleinen fiesen Gefühle in den Vordergrund hebt. Tillys maßlose Gier nach Sex, ihren Hass auf ihren Ehemann und das Kleinstadtleben. Die beiden Insassen, die dem Zuschauer langsam und erst einmal sehr sympathisch vorgestellt werden, bis man die brutalen Mörder kennenlernt, die sie eigentlich sind. Hin- und hergerissen zwischen diesen Gefühlswechselbädern, katapultierte man den Zuschauer auch noch in die triste Welt dieser Kleinstadt. Da fällt einem nur eines ein: flüchten aus Dannemora!

Darsteller: Patricia Arquette, Benicio del Toro, Paul Dano u.a

Stab: Regie Ben Stiller, Drehbuch Brett Johnson und Michale Tolkin

Produktion: Michale De Luca Production, Red Hours Production

Die DVD und die Blu-ray sind ab 20. Juni 2019 zu erwerben. FSK: 16

Escape at Dannemora, UNIVERSAL

Das Cover und ein Szenenfoto wurde freundlicherweise honorarfrei freigegeben durch die Presseabteilung von Universal Pictures Deutschland und werden einen Monat nach Erscheinung der Rezension im August 2019 aus dieser Rezension gelöscht.

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