Früher konnte man sich gar nicht vorstellen, im Winter bei uns an der Nord- oder Ostseeküste oder sogar auf einer Insel Urlaub zu machen. Die Hoteliers und Gastronomen bedauerten, dass sie nur drei Monate Zeit hatten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Heute sind unsere Küsten und Inseln ganzjährig besucht. Anders als in Frankreich, wo es zwei Monate Ferien im Sommer gibt, und dann alle Feriengebiete überlaufen sind, auch das etwas abgelegene, dafür weitläufige Department Landes, mit den längsten und schönsten Stränden von Frankreich und im Hinterland mit riesigen Pinienwäldern. Das Land ist von Napoleon per Gesetz entwässert und aufgeforstet worden. Im Winter schließen fast alle Hotels und Restaurants sind nur vereinzelt für die Einheimischen geöffnet. Gäste verirren sich im Winter sehr selten hier. Dafür kennen sich die Einwohner in den kleinen Orten alle. Und wenn dann noch die Seele der Gemeinden, die Gemeindeschwester, die sich um die Alten und Einsamen kümmert, weil der Arzt gar keine Zeit für all diese Personen hat, einem Gewaltdelikt zum Opfer fällt, bleibt nichts anderes übrig, als dass Luc Verlain mit seinem Team in die Kälte und Einsamkeit ins Les Landes fahren muss, um den Mord aufzuklären.
Schlagwort: Krimireihe
Ein Weingut für sein Schweigen, Paul Grote

Ich bin ein Paul Grote-Fan und kann es gar nicht erwarten, dass sein neuer Weinkrimi, besser anders beschrieben, Weinführer herauskommt. Jetzt liegt er vor mir. Mit einem Untertitel rechts unten in der Ecke, auf einem Weinblatt „Mord in Sachsen“. Das Schöne an den Krimis von Paul Grote ist, er führt uns jedes Mal in eine neue Weingegend, zu neuen Weingütern, Winzern und ihren Weinen. Dieses Mal in den Osten Deutschlands, in das neue Bundesland Sachsen. Deutschlands östlichste Weingegend mit schwierigen klimatischen Verhältnissen. Wie alle seine Bücher immer ein kriminalistischer Weingenuss.