Bernd Stelter, „Die kalte Hand des Camping-Killers“

Die Gegner: „Camping ist nichts für mich!“ Im Zelt oder Wohnmobil ohne eigene Toilette: Nein! Die Gegenargumente der Camper: Man fühlt sich frei! Man kann jeden Tag mit seinem Wohnmobil in eine andere Stadt oder in ein anderes Land wechseln. Man findet überall schnell neuen Kontakt!  Haben sie gewusst, dass ein großer Teil der Camper jedes Jahr zu dem einen Campingplatz fährt und schon in Erwartung ist, die Nachbarn vom letzten Jahr wiederzusehen, und das meisten bereits über 20 Jahre lang. Doch was passiert, wenn plötzlich der Campingplatz an ein Resort verkauft werden soll, das Luxus-Chalets bauen will? Hier verschwören sich die alteingesessenen Dauercamper zusammen. Und dann passiert es noch, dass der Immobilienmakler, der für den Umbau zuständig ist, tot in den Dünen entdeckt wurde. Das ist natürlich die besondere Herausforderung für die deutschen Camper und Hobbydetektive, zum Leidwesen von Inspecteur Piet van Houvencamp und seiner Assistentin Annemieke.

Autorenfoto: Copyright ® Olivier Favre

Bernd Stelter, Jahrgang 1961, ist einer der bekanntesten deutschen Kabarettisten. Zehn Jahre lang war er Teil der KÖPFE auf RTL, ebenso lang moderierte er die beliebte WDR‑Spielshow NRW‑DUELL. Er tourt mit seinem Kabarettprogramm „Reg dich nicht auf. Gibt nur Falten!“ durch Deutschland. Für Bastei Lübbe schrieb er mehrere Sachbücher und Romane, u.a. seine Camping-Krimis, ganz aktuell „Die kalte Hand des Camping-Killers“ mit dem brisanten Thema des Umbaus der traditionellen Campingplätze in teure Luxusparks an der niederländischen Küste. Bernd Stelter lebt mit seiner Frau in der Nähe von Köln, wenn er nicht zum Camping in Zeeland ist.

Wer glaubt, Camping bestehe nur aus Sonnenliegen, Grillwürstchen oder dem Kampf um den besten Stellplatz, der sollte unbedingt dieses Buch von Bernd Stelter „Die kalte Hand des Camping-Killers“ lesen. Hier erzählt Bernd Stelter deutlich, aber mit humorvollem Unterton, dass es auf dem Campingplatz genauso spannend zugehen kann wie im Fernsehen beim Abendkrimi. Nur seine Protagonisten persönlich mitermitteln. Bernd Stelter verbindet seinen Krimi mit einem humorvollen Blick auf das Campingleben. Man kennt sich, man beobachtet sich – und natürlich weiß jeder über jeden Bescheid. Auch wenn es nur Annahmen und Mutmaßungen sind. Doch manchmal wissen die anderen zu viel. Zwischen Wohnwagen, Vorzelten und Grillabenden entstehen über die Jahre Freundschaften, die fast schon familiäre Züge annehmen. Die Dauercamper sind eine eingeschworene Gemeinschaft: Man hilft sich, leiht sich Werkzeuge aus, besorgt den Rasenmäher und weiß, wer wen besucht. Und wenn der Campingplatz für ein Luxusresort herhalten soll, geht es besonders an ihre Gemeinschaft. Bernd Stelter hat mit seinem Krimi eine besondere Mischung aus verschworener Camper-Gemeinschaft, ermittelnden Freunden und dem brisanten Thema, Modernisierung der Campingplätze an der niederländischen Nordseeküste zusammengebracht. „Die kalte Hand des Camping-Killers“ ist nicht nur ein Krimi, sondern eine Liebeserklärung an das Camping mit seiner eigenen Welt.

Die kalte Hand des Camping-Killers, Bernd Stelter, Lübbe Verlag, ISBN: 978-3-7557-0254-0, Hardcover mit Schutzumschlag, Seiten 304, € 22,00, auch erhältlich als eBook und Lübbe Audio, gelesen vom Autor.

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