Die Serie Grenzfall, mit den beiden Ermittlern Alexa Jahn und Bernhard Krammer habe ich erst mit Band 6 entdeckt. Nun, eines muss man der Autorin lassen: Die beiden Protagonisten sind einfach sehr sympathisch und mit all ihren Sturheiten, Macken und dem Herzblut, mit dem sie ihren Fällen nachgehen, sogar realistisch. Außerdem sind sie Tochter und Vater, sie Polizistin in Bayern und er beim LKA in Tirol. Wobei es bei Oskar, Alexas Wunderhund, der Lassie Konkurrenz macht und fast sprechen kann, mit der Realität schon wieder aufhört. Der Fälle sind spannend und mehrgleisig erzählt und doch irgendwie hängen sie zusammen. Und bis zur Mitte ist alles sehr nachvollziehbar, leider überzieht der Krimi in der zweiten Hälfte für mich etwas. Es kommt einfach zu viel zusammen, doch wenn Sie solch komplexe Krimis mögen, sind die bei Anna Schneider genau richtig. Vielleicht hätte ich mit Band I beginnen sollen und wäre dann etwas begeisterter. Aber nicht falsch verstehen, es ist ein solider Krimi, der bestimmt seine Fans hat, und es ist eine Leseempfehlung.