Das Online-Magazin aus Eschborn am Taunus
07.08.2012
Im Eschborner Dienstleistungszentrum wurde jetzt erneut nachgebessert. Die Gartenabfallentsorgung ist dort jetzt ebenerdig möglich. Bisher mussten die Eschborner ihre Abfälle erst eine Stahltreppe hochtragen und sie dann über hohe Containerwände wuchten.
Weit mehr als 13 Millionen Euro hatte vor wenigen Jahren der großenteils
mit aufwändigen Parkettböden ausgestattete neue Bauhof gekostet. Für
die Grünabfallentsorgung durch die BürgerInnen gab es aber keine
Verbesserung - das alte Verfahren – Container mit Stahltreppe – wurde
fortgesetzt.
„Für ältere Menschen ist diese Art der Entsorgung sehr kraftaufwändig ... und wenn es nass ist, rutscht man leicht aus“ - diese Erkenntnis verkündete die Stadt nun in einer Pressemitteilung. Das sei „Grund genug für die Stadtverwaltung, nach möglichst ebenerdigen Alternativen zu suchen. Da aus Platzgründen eine bodenerdige Abladestelle auf dem Gelände des Dienstleistungszentrums nicht in Betracht kam, wurde ein hydraulischer Presscontainer angeschafft, der aufgrund einer großen verbauten Ladeschaufel die ebenerdige Beladung gewährleistet.“ Soweit die Pressestelle der Stadt.
Interessant ist aber die Vorgeschichte dieser zweifellos begrüßenswerten Verbesserung. Es waren nämlich die Eschborner FDP-Stadtverordneten, die Ende 2011 eine solche Verbesserung beantragten. Sie stießen damit auf einhellige Zustimmung der Fraktionen von SPD, FWE und den Linken, scheiterten aber an CDU und Grünen, die den Vorstoß mit ihren Koalitionsmehrheit abschmetterten. Peter Pohlen von der CDU damals: „Es gibt neben dem Container genug andere Möglichkeiten, Grünmüll in Eschorn zu entsorgen.“
Zumindest die Grünen waren diesbezüglich lernfähig und konnten ihren Koalitionspartner CDU wohl auch überzeugen. Die Pressestelle der Stadt meldet nun: „Stadtrat Ebert ließ es sich nicht nehmen, als „Erster“ die Gartenabfallpresse mit Grünabfällen aus seinem Garten in Betrieb zu nehmen“. Stadtrat Ebert wird von der Pressestelle so zitiert: „Eine klasse Sache, das Abladen der Gartenabfälle wird dadurch unwahrscheinlich erleichtert.“
Es drängt sich allerdings die Frage auf, warum Ebert und seine Koalitionspartner dies vor wenigen Monaten bei der Diskussion über den FDP-Antrag noch völlig anders gesehen haben. (fwh)
Foto: Stadt Eschborn. Ausschnitt ESM
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