Schlagwort: Roman

Paulo Coelho: „Die Spionin“ oder die (wahre) Geschichte der Mata Hari

Die-SpioninDiogenes-VerlagPaulo Coelho lässt die Geschichte mit der Erschießung von Margarethe Zelle, bekannt als Mata Hari beginnen und berichtet in der Ichversion. Als sie nach einer unglücklichen Ehe ihren Mann in Indien verlässt und bettelarm aus dem Zug in Paris steigt, begeistert sie Monate später als die skandalöse Tänzerin Mata Hari ein Millionenpublikum und verdreht den mächtigsten Männern Europas den Kopf. Ihr einziges Verbrechen war, zu ihrer Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg eine unabhängige Frau zu sein. Eine erotische, freizügige Tänzerin die dabei mutig ihren Weg ging und dafür bezahlte. Die Geschichte einer Frau, die durch ihre Kontakte zu Europas höchster Gesellschaft zwischen die Fronten geriet.

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Graham Moore: Die letzten Tage der Nacht

Die letzten TageEin Roman, der auf vielen realen Geschehnissen des auslaufenden 18. Jahrhunderts basiert. Der industrielle Aufbruch Nordamerikas ist im vollen Gange. Da will jeder der Erfinder wie Edison, Tesla und Westinghouse ein großes Stück vom Kuchen ab haben. Es entstehen Patentrechtsstreite bei denen es um Milliarden von Dollar geht. Ein junger Anwalt bekommt die Change in diesem Milliardenspiel mitzumischen und sich seine Meriten zu verdienen.

 

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Ellen Berg: „Ich koch dich tot“ (k)ein Liebesroman

Ich koch dich totEin Pfefferstreuer falsch gefüllt mit Rattengift und schon ist es passiert, versehentlich benutzt der Ehemann von Silvia, genannt Vivi, diesen besagten und fällt tot. Was eigentlich ein Versehen war, zeigt sich dann als Gottes los. Vivi ist ihren selbstverliebten Tyrannen von Ehemann los. Endlich kann sie aufatmen und genießt die Freiheit.

 

 

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Takis Würger: Der Club

der-clubEin Roman der durch seine Sprache besticht. Würger erzählt kurz und knapp, präzise und treffend ohne dass Kälte oder Unpersönlichkeit entsteht. Tatsächlich ist das Buch voll von Nähe und Wärme der Personen zueinander. Dabei liegt dem Auslöser der Geschichte ein Verbrechen zugrunde. Würger führt uns in die Geheimnisse der Englischen Clubs, deren Aufnahmeriten und Gepflogenheiten seltsam sind, die sich aber über die Jahrhunderte gehalten haben, ein.

 

 

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Erika Swyler: Das Geheimnis der Schwimmerin; Interview mit Erika Swyler

66002648Swyler_Geheimnis_FIN.inddSimon Watson ist ein junger, erfolgloser Bibliothekar, ein Träumer und Romantiker. Er lebt in einem alten Haus an der Küste Long Islands und das Meer fordert seinen Tribut, denn mit jedem Tag, der vergeht, bricht ein Stück Küste ab und zerstört dieses Haus. So ist sein Haus, wie ein Synonym seiner Lebensgeschichte. Denn als er ein altes Buch zugeschickt bekommt, in dem es anscheinend um seine Familie geht, bröckelt auch seine Existenz langsam und wird in die Fluten gespült. Das Geheimnis seiner Mutter, die sich im Meer das Leben nahm, als er noch ein kleiner Junge war und das Schicksal seiner jüngeren Schwester offenbaren sich, mit jeder Welle, die auch ihn fortspült. Dieses wunderschöne geschriebene Buch erinnert an Danielle Wallace Roman Big Fish, der mit Evan McGregor 2003 verfilmt wurde. Bestimmt ließ sich die Autorin davon inspirieren, denn einer ihrer Hauptprotagonisten heißt Amos, wie der Zirkusdirektor in dem Film.

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Anne Girard: Madame Picasso

atb_Pitch_Picasso_Isa.inddMadame Picasso ist zwar ein fiktives Werk, dennoch wird sofort klar, wie intensiv die Recherchen von Anne Girard für dieses Werk waren. Mit liebevollen, wunderschönen Worten beschreibt sie die Geschichte von Eva Gouel, einer zurückhaltenden, jungen Polin, die Paris erobern will. Doch ihr zartes Wesen trügt, denn hinter dieser Frau steckt eine enorme Stärke, die mit ihrer Liebe und Entschlossenheit, aus Pablo Picasso wahrscheinlich erst den Künstler machte, der anschließend die Welt eroberte.

 

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Tom Callaghan: Tödlicher Frühling

toedlicher-fruehlingDer Nordirische Autor Callaghan schafft es uns mit einem kirgisischen Mordermittler in ein fremde Welt zu versetzen, die weit von dem ist, was wir uns so vorstellen können. Lebensumstände, Gefühlswelten sind extrem weit von uns weg. Die Welt des Verbrechens gibt es aber auch in Kirgisien und Usbekistan. Durch die Entwicklung zu eigenen Staaten hin und deren nunmehr von Oligarchen geprägten Rechtswirklichkeiten, wird die Mordermittlung durch den eigenwilligen Inspektor der kirgisischen Mordkommission, nicht einfacher. Nach „Blutiger Winter“ (ISBN 978-3-455-65019-8) in dem es so richtig zur Sache geht, wird die Serie mit „Tödlicher Frühling“ fortgesetzt. Der Autor scheut sich auch nicht grausame Szenen in seinen Werken zu verarbeiten.

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John Williams: Augustus

augustusWilliams schildert das Wirken und Leben dieses außergewöhnlichen Mannes, des späteren Kaiser Augustus‘, in dramatischen Szenen, so plastisch, so mitreißend, als würden die Geschehnisse sich in unseren Tagen ereignen.
Überwiegend fiktive Briefe und Notizen, Erinnerungen und Senatsprotokolle lassen die Person eines Herrschers lebendig werden, dem das Schicksal Macht und Reichtum in vorher ungekanntem Ausmaß zuspielte. Aber er, der sich zum Gott erheben ließ, sieht am Ende, von Frau und Tochter entfremdet, dem Tod so ungeschützt entgegen, wie jeder Mensch – als das »arme Geschöpf, das er nun einmal ist. „Auch dieser historisch-biographische Roman fügt sich in das schmale aber außerordentliche Werk des posthum durch ›Stoner‹ weltberühmt gewordenen Autors, in dessen Mittelpunkt die tiefgreifende Frage steht, was es heißt, ein Mensch zu sein.

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Gregor Weber: Stadt der verschwundenen Köche

Stadt der verschwundenen Koeche von Gregor Weber

Stadt der verschwundenen Koeche von Gregor Weber

Gastrezension: Lutz Reigber: Gregor Weber bekannt durch „Kochen ist Krieg“ hat mit seinem neuen Werk in der Köche wieder genau dort angesetzt. Eine fantastische Geschichte aus Science Fiktion und Schiffbruch. Eine mitreisende Geschichte  von Gaunereien, Intrigen, gutem Essen und Liebe.

 

 

 

 

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Hannah Rothschild: Die Launenhaftigkeit der Liebe

Die Launenhaftigkeit der Liebe von Hannah Rothschild

Die Launenhaftigkeit der Liebe von Hannah Rothschild

Gastrezension: Ulrike Bolte: Kenntnisreich und voller Humor entführt Hannah Rothschild den Leser in das Reich der Kunst: Angefangen vom kreativen Schaffensakt, der sich im persönlichen Pinselduktus niederschlägt, vom Bannen der Gefühle des Malers Antoine Watteau auf die Leinwand bis über die Reproduktionen in Drucken und Imitationen durch Jahrhunderte hindurch. Das (fiktive) Bild als Protagonist schildert seine eigene Geschichte, die Provenienz, die Besitznahme durch berühmte Persönlichkeiten, in deren Aufreihung sich der jeweilige Besitzer sieht: Voltaire, Ludwig XV., Madame Pompadour, Friedrich der Große, Katharina die Große, Napoleon, George VI., Queen Victoria bis es in jüdischen Besitz kommt.

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