Schlagwort: Roman

James Carlos Blake: Red Grass River

Mit diesem Buch machen sie einen Sprung in Amerikas Süden. Da wo des Teufels Garten ist, in die Everglades. Sie hören die Moskitos und das plätschernde Gespräch der Alten vom Liars Club. Die erzählen eine Geschichte. Die Geschichte zweier Familien um die Jahre 1920, eine blutige Geschichte bei der es um Korruption, Liebe und Hass geht. Blake spricht bildgewaltig zu uns, der Leserschaft und wer einmal in den Everglades war kann die Atmosphäre geradezu körperlich spüren. Die Gewalt ist fast auf jeder Seite spürbar und man sieht plötzlich die Bilder alter schwarz weiß Gangsterfilme mit James Cagney (Public Enemy) in denen es zu heftigen Schusswechseln kommt. Beste amerikanische Leseunterhaltung. Weiterlesen

Bill Clinton, James Patterson: The President Is Missing

Wer wissen will, was hinter den Kulissen des Weißen Hauses in Amerika vor sich geht, wenn es zu einem Spannungsfall kommt, dann muss er/sie das vorliegende Buch lesen. Die Supermacht Amerika ist täglich vielen Angriffen ausgesetzt, weil sie in vielen Staaten der Welt intensiv mitmischt. Da ist ständig volle Handlungsfähigkeit gefordert. Das macht das Buch überdeutlich. Deshalb fällt es äußerst schwer dem z. Zt. regierenden Präsident diese ständige abwägende Handlungsfähigkeit zuzubiligen. Eine ständige Bedrohung durch Cyberkriminalität wird scheinbar, deshalb gibt es dieses Buch, besondere Priorität eingeräumt. Weiterlesen

Ildikó von Kürthy: „Hilde“, Mein neues Leben als Frauchen

Sehnsucht an der Leine, Irrsinn auf der Hundewiese und spätes Glück mit Gassibeutel, oder Frau von Kürthy ist auf den Hund gekommen! Mein erstes Buch von Frau von Kürthy hatte mir meine Exfrau nach dem auslesen gegeben, weil sie wusste ich lache gerne. Schon damals war ich begeistert vom Schreibstil und der Selbstironie von Frau von Kürthy. Selbst mit Hunden groß geworden, war diese Buch ein Muss. Worum geht es? Frau von Kürthy ist auf den Hund gekommen. Von Kindertagen beeinflusst, sollte nun zu den beiden Söhnen ein Hund her, um die Familie zu komplettieren. Natürlich ein Rassehund musste es sein. Als Welpen gekauft und dann begann das Malheur. Weiterlesen

Deon Meyer: Fever

Ein Postapokalyptischer Roman, der mich an den Film mit Will Smith „I am a Legend“ erinnert. Die Welt wie wir sie kennen ist durch ein Fieber von Milliarden von Menschen entvölkert. Wenige haben überlebt. Nico u. sein Vater gehören dazu und sind auf dem Weg durch Südafrika um nach einer neuen Heimstatt zu suchen. Sie erleben viele Abenteuer und stoßen auf eine gewandelte Natur und auf Menschen die sich von den Nahrungsmittelresten in verlassenen Supermärkten und von Farmern die überlebt haben. Die werden ausgeplündert. Es ist ein Kampf ums Überleben mit allen Mitteln. Meyer entwickelt einen Roman der am Schluss eine wichtige Frage zur Ökologie aufwirft.

 

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Petra Morsbach: Justizpalast Roman

Justizpalast von Petra Morsbach

Keiner hat gerne etwas mit der Justiz zu tun. Denn wer Gerechtigkeit erwartet bekommt Recht. Wie immer das dann aussieht. Was oder wer steckt hinter dem Begriff Justiz. Recht wird von Menschen gesprochen. Wie geht man mit den Menschen im Justitzapparat um. Das hat die Autorin in eine Sprache gegossen die wie Justiz etwas verstaubt, manchmal staubtrocken, ironisch und sehr erhellend ist. Vergessen Sie amerikanische Justizthriller. Morsbach bringt deutsche Justizrealität auf den Punkt, auch wenn es manchmal echt wehtut. Beispiele aus dem Leben und das ist in seiner Vielfalt, einfach unnachahmlich, werden Schlag auf Schlag serviert. Wer sich in deutschen Beamtenstuben auskennt, kann vieles nachvollziehen.

 

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Garry Disher: Hinter den Inseln

Ein leidenschaftlicher Pilot und Geschichtsforscher ist er, der Garry Disher. Er forscht über die Geschichte Australiens. Dabei ist er wohl auf diese Geschichte gestoßen die dem Buch zu Grunde liegt. Die Geschichte zeigt wie durch den 2. Weltkrieg die Verhältnisse in Asien durcheinander gewirbelt wurden. Kolonialmächte verloren ihre Basen und damit ihren Einfluss. Disher zeigt die Gewalt deren die Zivilbevölkerung ausgesetzt wurde und die Rücksichtslosigkeit der Menschen wenn es ums Überleben geht. Ein spannender Roman, der Gewalt, Liebe und viele andere Spielarten des menschlichen Lebens sehr deutlich zeigt.

 

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Das Alte Böse, Nicolas Searle

Wie nähert man sich einem Roman, der Das Alte Böse heißt? Mit Humor? Die alte Böse, muss es heißen, und die ist tot. Oder doch mit freudiger Erwartung? So wie Brian, der im Internet Estelle kennengelernt hat. Die lässt sich von ihrem Enkel Stephen zum Rendezvous chauffieren. Enkel? Internet-Dating-Portal? Moment, wie alt sind die beiden denn? Sagen wir es so: Sie sind in der Mitte zwischen einer dreistelligen Altersangabe und dem Renteneintrittsalter. Und sie heißen eigentlich Betty und Roy. Und sie sind alt. Und einer von beiden (oder doch beide?) ist böse!

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Arne Ahlert: Moonatics

Moonatics von Arne Ahlert

Ein SiFi Roman der in naher Zukunft spielt, der aber die Fakten, die es heute schon zu Umweltverschmutzung, Gier, Klassengesellschaften weiterspinnt. Der Roman beinhaltet Diskussionsansätze z.B. zu künstlicher Intelligenz, Religion und Terrorismus. Tourismus auf dem Mond, Hippies die schon immer die Ersten in Urlaubsparadiesen waren, sind hier auch die Vorreiter. Ein Roman der durch seine Vielschichtigkeit der Betrachtungsweisen und Themen einen besonderen Rang im Reigen der Zukunftsromane spielt. Weiterlesen

Poppy J. Anderson: „Taste of Love“, Geheimzutat Liebe

Geiheimzutat LiebeAndrew Knight ist ein neuer Stern am Bostoner Gastrohimmel – doch mittlerweile total ausgebrannt. Beim spontanen Kurzurlaub in Maine trifft er auf Brooke Day, die den lokalen kulinarischen Geheimtipp leitet und nicht ahnt, wer sich bei ihr einquartiert. Gemeinsam machen sie aus dem erfolglosen Geheimtipp eine IN-Location und Andrew hat zum ersten Mal seit Jahren wieder Spaß beim Kochen. Doch kann Brooke ihm verzeihen, dass er ihr nicht die Wahrheit gesagt hat?

 

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Michelle Cohen Corasanti: „ Der Junge, der vom Frieden träumte“

Der Junge der vom Frieden träumteMit Recht! Was der „Drachenläufer“ für Afghanistan, ist „ Der Junge, der vom Frieden träumte“ für Palästina The Huffington Post.  Der zwölfjährige Palästinenserjunge Ahmed kämpft um das Überleben seiner Familie, der einst in Palästina eine blühende Orangenfarm gehörte, lange bevor es von den Israelis annektiert wurde. Auf der spielerischen Jagd nach einem Schmetterling kommt seine zweijährige Schwester Amal in einem Minenfeld ums Leben. Als auch noch sein Vater verhaftet wird und der Familie alles genommen wird, ist er der einzige der sie retten kann. Denn Ahmed ist ein Mathematikgenie und erhält eines der begehrten Stipendien an der Universität von Tel Aviv. Doch dort ist er der einzige Palästinenser unter Juden.

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