Schlagwort: Künstliche Intelligenz

Annalee Newitz: Autonom

Wie sieht die Welt in 100 Jahren aus? Wie werden wir leben? Diese Fragen beantworten mehr oder weniger fundiert Sience Fiction Autoren. Eine die nachvollziehbar dazu eine Antwort gibt ist Annalee Newitz. Basieren auf den Diskussionen um Patenrechte auf Lebensmittel, Medikamenten, Gene schafft sie eine kapitalistische Szenerie, die äußerst realistisch ist. Wer Medikamente, leben verlängernde Drogen kaufen kann bleibt gesund. Der Rest muss sich als „KontraktarbeiterIn“ verdingen und wird ausgebeutet um zu überleben. Dabei liefern sich die „Bio Menschen“ mit Robotern die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sind ein Wettrennen. Hierbei stattet die Autorin die Roboter in einer Weise aus die einen Blick in eine uns „Bio Menschen“ unheimliche, weil nicht nachvollziehbare Sphäre, möglich macht.

Annalee Newitz
Foto: Jonathan Wilkins

Annalee Newitz ist amerikanische Journalistin und Autorin. Ihre Artikel erschienen u.a. in »Popular Science« und »Wired« und brachten ihr ein Stipendium des Massachusetts Institute of Technology ein. Seit 2004 ist sie Analystin der Electronic Frontier Foundation. Zwischen 2008 und 2015 hat sie das Internetmagazin »io9« redaktionell geleitet, seit 2016 ist sie Redakteurin für Technik und Kultur des Internetmagazins »ars Technica«. »Autonom« ist ihr erster Roman

»›Autonom‹ ist für Biotechnologie und künstliche Intelligenz das, was ›Neuromancer‹ für das Internet war.« Neal Stephensonsich wortwörtlich zu Tode.
Jack ist eine Patentpiratin, die Medikamente der Pharmaunternehmen kopiert und auf dem Schwarzmarkt verkauft, auch Zacuity. Als die ersten Opfer auftauchen, gibt man ihr die Schuld. Doch Jack ist sich sicher, dass nicht ihre Kopien, sondern schon das ursprüngliche Präparat zu Suchterscheinungen und massiven gesundheitlichen Schäden führt. Sie nimmt Kontakt zu einigen alten Bekannten auf, idealistischen Pharmaforschern, mit denen sie studiert hat, und gemeinsam machen sie sich an die weitere Erforschung des Medikaments.
Doch die Zeit wird knapp: Denn inzwischen wird sie von dem Pharmakonzern Zaxy als Terroristin gejagt. Ein Agent der IPC (International Property Coalition) hat sich mit einem Kampfroboter an ihre Fersen geheftet. Stück für Stück rekonstruieren die beiden das Netzwerk, in dem sich Jack bewegt. Die Schlinge zieht sich langsam zu …
»Autonom« von Annalee Newitz ist beste Science Fiction über die Welt in hundert Jahren, die sehr nachdenklich macht und uns sagt wir, die wir heute leben müssen etwas tun, damit große Teile dessen was uns die Autorin zeigt nicht Wirklichkeit wird. Toll das Buch.

Annalee Newitz: Autonom, Übersetzt von: Birgit Herden, FISCHER Tor, 352 Seiten, Klappenbroschur ISBN: 978-3-596-70258-9, Preis € 14,99

Max Tegmark: LEBEN 3.0; Mensch sein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz

Müssen wir Angst haben vor der Künstlichen Intelligenz? Angst um den Arbeitsplatz, dass ein Roboter oder ein Computer die Arbeit uns zuerst erleichtert und dann ganz übernimmt, haben wir erlebt und daher ist die Angst davor begründet. Aber was passiert, wenn die Maschinen mit Künstlicher Intelligenz selbständig denken und sich verbessern. Besser sind als der Mensch selbständig Handeln kann. In Ansätzen haben wir das schon mit dem Auto, das den Parkplatz selbst sucht und selbständig einparkt. Was machen wir mit so vielen Menschen ohne Arbeit. Wie werden sie ernährt und beschäftigt? Übernimmt die Maschine die Zukunft, braucht sie den Menschen noch? Wie sieht die Zukunft des homo sapiens aus? Wird er aussterben oder als Zootier auf der Erde gehalten oder behält der Mensch die Künstliche Intelligenz im Griff. Weiterlesen

Karl Olsberg: Mirror

mirror-kleinKarl Olsberg denkt unsere Welt von heute weiter. Er sammelt die heutigen Daten die über uns gesammelt werden und führt sie zusammen. Daraus entwickelt er eine Künstliche Intelligenz die uns besser kennt als wie wir uns selbst. Das diese KI sich weiterentwickelt und weltweit Daten auswertet um uns das Leben leichter zu machen, ist ein immer größer werdendes Problem. Olsberg wirft hier die richtigen Fragen auf. Er überlässt es der Leserschaft aus dieser spannenden Handlung Lehren zu ziehen, ob sie sich bewusst den Versuchungen der vielen Apps ausliefen wollen.

 

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