Schlagwort: Kriminalroman

Xiaolong Qiu: Schakale in Shanghai, Oberinspektor Chens achter Fall

Die Redaktion hat lange gewartet, endlich ist der neue Fall von Oberinspektor Chen erhältlich. Immer wenn dieser ermittelt geht es den regierenden korrupten Kadern der Chinesischen Führung ans Eingemachte. Die Werke des Exilchinesen Qiu Xiaolong sind deshalb so interessant, weil sie neben der Spannung einen gesellschaftlichen Hintergrund abbilden den man weder im Fernsehen sehen oder in den Zeitungen lesen kann. Korruption und Bereicherung der führenden Kader, die auch vor Mord nicht zurückschreckt. Immobilien Spekulation die öffentliches Gelände gierig vermarktet. Prostitution und Vetternwirtschaft. All das bringt der Autor stimmig und authentisch dem Lesepublikum nahe. Unbedingt lesenswert. Weiterlesen

Marc Douglas-Home: Sea Detective, „Der Sog der Tiefe“

Mit Spannung und Vorfreude habe ich auf das zweite Buch von Marc Douglas-Home als Sea Detective gewartet. Endlich ist es da und meine Erwartungen sind voll erfüllt worden. Der Protagonist Cal McGill, Eigenbrötler, Umweltschützer und Meeresbiologe versucht anhand der Untersuchungen von Meeresströmungen per Computer die Route der Gegenstände im Wasser zu verfolgen, um Umweltsündern auf die Spur zu kommen. Leider sind auch Leichen dabei und immer mehr wird er von den Angehörigen aufgefordert nach den Vermissten zu suchen.

 

 

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Jo Nesbø: Durst (Ein Harry-Hole-Krimi 11)

Das Buch ist nichts für zarte Seelen. Der Autor Jo Nesbø verlangt starke Nerven. Der Gegenpart zu Harry Hole, dem harten Kerl mit weichem Kern, ist Vampirist. Einer der es liebt Blut zu trinken. Meist von jungen Frauen. Das ist normalerweise nicht das Genre zu dem ich greife. Aber Jo Nesbø wäre nicht Jo Nesbø wenn er diesen rauen Plot nicht mit sehr viel psychologischen und anderen Fakten anreichern würde, dass der Thriller immer spannend und lesbar bleibt. Interessant ist auch der norwegische Umgang mit Sex.

 

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David Lagercrantz: Verfolgung, Millennium (5)

Verfolgung von David Lagercrantz

Zugegeben, etwas skeptisch war ich nachdem ersten Nachfolgewerk von Stig Larson von David Lagercrantz für das neueste Werk mit den Hauptdarstellern Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist. Aber kurz: Es ist ganz große Klasse! Lagercrantz besinnt sich auf das, was die Larson Krimis ausgemacht haben: Psychologie, Verschwörung, Musik und Action. All das ist in diesem Werk ineinander verschlungen vorhanden. Es ergibt einen rasanten Plot der auch die Situation der muslimischen Frauen in Schweden thematisiert.

 

 

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Veit Heinichen: Scherbengericht, Commissario Laurenti vergeht der Appetit

Der Wahltriestiner Heinichen beschreibt in seiner unnachahmlichen Art die Zustände in seiner Heimat. Nach einem mysteriösen Todessturz kommt die Kriminalgeschichte in Fahrt, die über 50 Jahre zurückliegt. Dabei erzählt uns Heinichen die sehr wechselvolle Geschichte Triests. Mancher Triester wird sie so nicht kennen. Heinichen schrappt dabei nicht an der Oberfläche, er geht tief in die korrupten Strukturen der italienischen Gesellschaft und der Triests im Speziellen. Natürlich klammert der Autor die regionale Küche des Gebiets vom Karst zum Mittelmeer nicht aus, sodass dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft.

 

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Christian v. Ditfurth: Giftflut, Thriller

Giftflut von Christian Ditfurth

Nach den zwei vorangegangenen Thrillern, Heldenfabrik u. 2 Sekunden, zeigt der Autor, dass er den Thrill noch weiter drehen kann. Er lässt es noch mehr krachen und zwar auch international. Sein KHK DeBodt ermittelt auf internationaler Ebene und zeigt den ausgekochten Gangstern dass er noch besser ist. Da wie immer die Bundesbehörden nur Schnarchnasen aufzubieten haben bildet er eine multinationale Ermittlertruppe die es in sich hat. Schräge bisweilen kriminelle Figuren. Ein Thriller von Ditfurth ist und bleibt etwas Besonderes.

 

 

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Almut Hielscher, Uta König: Mord am Waterberg

Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür, was man alles in einem guten Kriminalroman unterbringen kann. In diesem Werk wird der Völkermord des Deutschen Reiches an den Herreo problematisiert und als Hintergrund für einen Mordfall an einer Deutschen Entwicklungshelferin genutzt. Viele Fakten, die Lebensweise der Herrero und die politische Situation in Namibia fließen in die spannende Geschichte ein. Als Anhang wird die Verbundenheit Deutschlands zu Namibia in chronologischer Weise aufgeführt.

 

 

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Dieter Aurass: Frankfurter Blutspur

Ein schnörkelloser Krimi von einem der es wissen muss. Durch seine langjährigen Erfahrungen in der Polizei Weiß der Autor wie Ermittlungsarbeit aussieht. Mit seinem Leiter der 2. Frankfurter Mordkommission, einem an dem Asperger Syndrom erkrankten Psychologen, hat er eine Figur erschaffen, die es in sich hat. Auch Mitglieder seines Teams nehmen, neben der Ermittlungsarbeit in ihren Gefühlen, einen breiten Raum ein. Das Thema Prostitution und deren Ermordung hat in Frankfurt eine lange unschöne Historie. Der Autor Aurass ist da atmosphärisch dicht dran.

 

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Veit Heinichen: Scherbengericht, Commissario Laurenti vergeht der Appetit; Extra: Ein Gespräch mit Commissario Laurenti

Der Wahltriestiner Heinichen beschreibt in seiner unnachahmlichen Art die Zustände in seiner Heimat. Nach einem mysteriösen Todessturz kommt die Kriminalgeschichte in Fahrt, die über 50 Jahre zurückliegt. Dabei erzählt uns Heinichen die sehr wechselvolle Geschichte Triests. Mancher Triester wird sie so nicht kennen. Heinichen schrappt dabei nicht an der Oberfläche, er geht tief in die korrupten Strukturen der italienischen Gesellschaft und der Triests im Speziellen. Natürlich klammert der Autor die regionale Küche des Gebiets vom Karst zum Mittelmeer nicht aus, sodass dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft.

 

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Gert Heidenreich: Der Fall

Es ist schon ein ungewöhnlicher Kriminalroman in dem der Protagonist schon auf den ersten Seiten erschossen wird und dann im Jenseits ermittelt. Der Autor hat für dieses Buch so scheint es einiges auf sich genommen. Wenn er alle die herrlichen Weine, die er im Buch vorstellt genossen hat, muss seine Leber einiges ausgehalten haben. Die Gasthäuser und Hotels haben bestimmt auch gut verdient. Brillant wird das Buch auch durch die Schilderungen der Farben die der Verblichene auch im Jenseits ausgiebig schildert und uns einen Einblick in die Farbenwelt der Normandie und Maler erlaubt.

 

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