Schlagwort: Kriminalroman

Veit Heinichen: Scherbengericht, Commissario Laurenti vergeht der Appetit

Der Wahltriestiner Heinichen beschreibt in seiner unnachahmlichen Art die Zustände in seiner Heimat. Nach einem mysteriösen Todessturz kommt die Kriminalgeschichte in Fahrt, die über 50 Jahre zurückliegt. Dabei erzählt uns Heinichen die sehr wechselvolle Geschichte Triests. Mancher Triester wird sie so nicht kennen. Heinichen schrappt dabei nicht an der Oberfläche, er geht tief in die korrupten Strukturen der italienischen Gesellschaft und der Triests im Speziellen. Natürlich klammert der Autor die regionale Küche des Gebiets vom Karst zum Mittelmeer nicht aus, sodass dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft.

 

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Christian v. Ditfurth: Giftflut, Thriller

Giftflut von Christian Ditfurth

Nach den zwei vorangegangenen Thrillern, Heldenfabrik u. 2 Sekunden, zeigt der Autor, dass er den Thrill noch weiter drehen kann. Er lässt es noch mehr krachen und zwar auch international. Sein KHK DeBodt ermittelt auf internationaler Ebene und zeigt den ausgekochten Gangstern dass er noch besser ist. Da wie immer die Bundesbehörden nur Schnarchnasen aufzubieten haben bildet er eine multinationale Ermittlertruppe die es in sich hat. Schräge bisweilen kriminelle Figuren. Ein Thriller von Ditfurth ist und bleibt etwas Besonderes.

 

 

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Almut Hielscher, Uta König: Mord am Waterberg

Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür, was man alles in einem guten Kriminalroman unterbringen kann. In diesem Werk wird der Völkermord des Deutschen Reiches an den Herreo problematisiert und als Hintergrund für einen Mordfall an einer Deutschen Entwicklungshelferin genutzt. Viele Fakten, die Lebensweise der Herrero und die politische Situation in Namibia fließen in die spannende Geschichte ein. Als Anhang wird die Verbundenheit Deutschlands zu Namibia in chronologischer Weise aufgeführt.

 

 

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Dieter Aurass: Frankfurter Blutspur

Ein schnörkelloser Krimi von einem der es wissen muss. Durch seine langjährigen Erfahrungen in der Polizei Weiß der Autor wie Ermittlungsarbeit aussieht. Mit seinem Leiter der 2. Frankfurter Mordkommission, einem an dem Asperger Syndrom erkrankten Psychologen, hat er eine Figur erschaffen, die es in sich hat. Auch Mitglieder seines Teams nehmen, neben der Ermittlungsarbeit in ihren Gefühlen, einen breiten Raum ein. Das Thema Prostitution und deren Ermordung hat in Frankfurt eine lange unschöne Historie. Der Autor Aurass ist da atmosphärisch dicht dran.

 

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Veit Heinichen: Scherbengericht, Commissario Laurenti vergeht der Appetit; Extra: Ein Gespräch mit Commissario Laurenti

Der Wahltriestiner Heinichen beschreibt in seiner unnachahmlichen Art die Zustände in seiner Heimat. Nach einem mysteriösen Todessturz kommt die Kriminalgeschichte in Fahrt, die über 50 Jahre zurückliegt. Dabei erzählt uns Heinichen die sehr wechselvolle Geschichte Triests. Mancher Triester wird sie so nicht kennen. Heinichen schrappt dabei nicht an der Oberfläche, er geht tief in die korrupten Strukturen der italienischen Gesellschaft und der Triests im Speziellen. Natürlich klammert der Autor die regionale Küche des Gebiets vom Karst zum Mittelmeer nicht aus, sodass dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft.

 

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Gert Heidenreich: Der Fall

Es ist schon ein ungewöhnlicher Kriminalroman in dem der Protagonist schon auf den ersten Seiten erschossen wird und dann im Jenseits ermittelt. Der Autor hat für dieses Buch so scheint es einiges auf sich genommen. Wenn er alle die herrlichen Weine, die er im Buch vorstellt genossen hat, muss seine Leber einiges ausgehalten haben. Die Gasthäuser und Hotels haben bestimmt auch gut verdient. Brillant wird das Buch auch durch die Schilderungen der Farben die der Verblichene auch im Jenseits ausgiebig schildert und uns einen Einblick in die Farbenwelt der Normandie und Maler erlaubt.

 

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Marc Douglas-Home: Sea Detective: „Ein Grab in den Wellen“

Ein Grab in den WellenCal Mc Gill, Eigenbrötler, Umweltschützer und Meeresbiologe versucht anhand der Untersuchung von Meeresströmen per Computer die Route von Gegenständen im Wasser zu verfolgen, um Umweltsündern auf die Spur zu kommen.Doch es werden nicht nur Gegenstände und Öl, sondern auch Leichenteile angeschwemmt. Obwohl er bei der Recherche seiner eigenen Vorfahren/Geschichte viele Ungereimtheiten entdeckt, bei der Aufklärung mit der Polizei sich in Konflikten verstrickt, erkennt eine junge Polizisten Helen Jarmieson sein Potential. Gemeinsam versuchen sie die Herkunft der angeschwemmten Leichenteile herauszufinden. Dabei stoßen sie auf ein Netz von Korruption, Missbrauch, Ausbeutung und Menschenhandel.

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Anne Holt : Ein kalter Fall

Wenn eine Krimiautorin einen Background hat wie Anne Holt, darf man gespannt sein, was sie liefert. Anne Holt ehemals Polizeipräsidentin von Oslo und kurzzeitig Innenministerin von Norwegen verpackt die gegenwärtig vorkommenden Bombenanschläge in eine spannende Handlung. Dabei schildert sie Polizeiarbeit wie sie oft in europäischen Ländern vorkommt. Sie hat auch einen Blick auf die üblen politischen Spiele die manchmal mit solchen Attentaten verbunden sind. Der Blick der Leserschft wird durch diesen Kriminalroman auch geschärft, was die Beurteilung von Attentaten betrifft. Es wird hinterfragt welche Gründe für Attentate bestehen um dann auf Täter zu schließen. Mit Hanne Wilhelmsen ud ihrem Atlatus sind zwei besondere Persönlichkeiten am Werk.

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Britta Bolt: Der Tote im fremden Mantel

Der Tote im fremdenBei den Kriminalromanen des Autorenduos steht immer die Stadt Amsterdam mit ihren Menschen, den Grachten und ihren Eigenheiten gleichwertig zur Handlung. Diesmal ist es das Thema Fracking das eine Ökokonferenz in Amsterdam bewegt. Dabei kommen einige Personen die dieses Thema auch auf finanzieller Ebene umtreibt zu Schaden. Immer mitten im Geschehen der städtische Angestellte Pieter Posthumus. Immer fein angezogen und immer den Genüssen des Lebens aufgeschlossen hilft er die Täter zu finden.

 

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Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht

1242_01_SU_Dobler.inddEigentlich müsste man für die Kriminalromane des Franz Dobler eine eigene Kategorie erfinden. Mit dem Buch „Ein Bulle im Zug“ lässt er den psychisch angeschlagenen Kommissar kreuz und quer durch Deutschland fahren. Dabei fabuliert der Autor über Gott und die Welt. Auf jeder Seite bringt er neue überraschende Erkenntnisse und nähert sich nur allmählich der Aufklärung des Falles.

Schlag ins GesichtMit dem Werk „Schlag ins Gesicht“ nähert er sich zügiger der Aufklärung des Falles der ihn zu dem ehemaligen Filmsternchen Simone Thomas bring. Dobler beleuchtet aber die siebziger und die Lebensweisen der damaligen Jugend. Einige werden sich noch daran erinnern wie es war mit Beatmusik, langen Haaren und der freien Liebe, ohne Aids. Spannende Kriminalliteratur auf sehr hohem Niveau. Man muss sich schon Zeit nehmen um einem Franz Dobler Krimi zu folgen.

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