Schlagwort: Krimi

Heine Bakkeid: Triff mich im Paradies

 

Thorkild Aske, einst Verhörspezialist in der internen Ermittlung bei der Polizei, überfährt im Drogenrausch seine Freundin. Daraufhin wird er aus dem Polizeidient entlassen und inhaftiert. Nach mehreren Selbstmordversuchen überredet ihn sein Psychologe und Freund als Berater für die berühmte Krimiautorin Milla Lind tätig zu werden.

 

 

 

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Der Tibetische Agent, Eliot Pattison

Da man von den Shan-Romanen einfach nicht genug bekommt, wollen wir hier auch eines der älteren Bücher der Reihe besprechen. Den aktuellsten Band, „Die Frau mit den grünen Augen“ hatten wir erst vor einem Monat in unserem Programm.

Der „Tibetische Agent“ ist das siebte, der neun Bücher aus der Ermittler-Reihe um den ehemaligen chinesischen Polizisten Shan in Tibet. Die ganze Reihe ist einfach nur wunderbar. Nicht nur als Krimi auch als eine Hommage an das alte Tibet mit seinem sehr speziellen Buddhismus und weisen Lamas. Voller Gefühl und mit der Liebe zu Tibet geschrieben. Weiterlesen

Jeong Yu-jeong: Der gute Sohn

Eine verwirrende Geschichte. Ein Mann wacht auf und stellt fest, dass er seine Mutter getötet hat. Oder doch nicht. Eine Reise ins Innere eines Menschen beginnt. Was ist war, was nicht? Wir lernen dabei ein bisschen was es heißt Koreaner zu sein. Welchen Einfluss kann eine Mutter, oder die Tante auf einen jungen Menschen nehmen. Zwölf ausgewählte Bücher gehen in diesem Jahr bei Books at Berlinale ins Rennen um die Aufmerksamkeit der geladenen Filmproduzent*innen. „The Good Son” (You-jeong Jeong, Republik), The Artists Partnership, Großbritannien ist eines davon.
Jeong Yu-jeong (geb. 1966) wird »Koreas Stephen King« genannt. Ihre psychologisch ausgefeilten Kriminalromane stehen regelmäßig an der Spitze der Bestsellerliste. Sie arbeitete als Krankenschwester und als Sachverständige der staatlichen Gesundheitsversicherung, bevor sie zu schreiben begann. Als Autorin trat sie an die Öffentlichkeit mit ihrem ersten Roman My Life’s Spring Camp. Für ihre Werke erhielt sie 2007 den Segye Youth Literary Award und 2009 den renommierten Segye Ilbo Literary Award. Weiterlesen

Carsten Sebastian Henn: Der letzte Champagner

Wussten sie eigentlich, Verehrteste, dass beim Öffnen einer Flasche Champagner rund einhundert Millionen winzige Bläschen entstehen? Mit einer Gesamtoberfläche von achtzig Quadratmeter! Und was noch viel wichtiger ist: Sie tragen entscheidend zum Geschmacks- und Geruchserlebnis bei. Das Perlen bringt Aromastoffe an die Oberfläche und sogar in die Luft dabei. Dabei funktionieren die Bläschen wie eine Art Fahrstuhl für die Aromastoffe….Solch Wissen und vieles mehr wird in diesem Krimi geboten. Carsten Sebastian Henn, laut Focus „ Deutschlands König für kulinarische Krimis“, hat sein fulminates Fachwissen in einer gelungenen, amüsanten Krimikomödie verpackt. Weiterlesen

Die Einsamkeit des Todes, Petra Johann

Seit Jahren sind die beiden Brüder Max und Tobi zerstritten. Denn ausgerechnet auf einer Hochzeit erfuhr Max, dass seine schwangere damalige Verlobte eine Affäre mit seinem jüngeren Bruder Tobi hatte. So brach Max den Kontakt zu Tobi ab und trennte sich noch in dieser Nacht für immer von Sarah. Zwei Jahre später erhält er anonyme SMS, in denen er als Sarahs Mörder tituliert wird und dessen nicht genug, erfährt er bei der Testamentseröffnung seiner verstorbenen Mutter, das beide Brüder nur erben, wenn sie die Weihnachtsfeiertage gemeinsam im Elternhaus verbringen.

Als dann in dem Wald in der Nähe des Elternhauses, Sarahs alter Koffer gefunden wird, interessiert sich die Polizei plötzlich für die alte Geschichte, denn es bleibt nicht nur bei dem Koffer, nicht weit entfernt, liegt auch eine weibliche Leiche.

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Tom Wolf: „Roter September“, Ein Brandenburg – Krimi

Mut wird belohnt. Man soll sich doch immer mal an andere Autoren ran wagen. Mein erster Brandenburg-Krimi von Tom Wolf und bestimmt nicht der Letzte. In diesem Krimi geht es um den ehemaligen Revierpolizisten Leo Pauluth, der versucht seinen Lebensabend nicht nur mit Wein genießen, sondern gleich mit Weinbau mitten in Brandenburg Prignitz zu verschönern. Doch da passiert es, dass ein bekannter Rebenhändler tot aufgefunden wird. Überzeugt, dass seine ehemaligen Kollegen auf der falschen Fährte sind, ermittelt Leo Pauluth auf eigene Faust. Schnell stellt sich heraus, dass hinter dem vermeintlichen Raubmord mehr steckt. Die Ermittlungen führen zu württembergischen Winzern, Händlern, Weinbünden, russischen Sportlern und alten Reben, bis hin zu Zuchtversuchen der Nazizeit.

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Andreas Pflüger: Niemals – Thriller

Als Rezensent sollte man mit dem Begriff „Superlativ“ sehr sparsam sein. Auf diesen Thriller wende ich ihn an. Was dieser Autor auf den ersten 50 Seiten an Action, Hintergrundwissen und Storytiefe bringt, davon leben andere Autoren drei Bände lang. Plüger hat sich mit blind sein wirklich beschäftigt. Deswegen kann er seine Protagonistin, die deutsche Lara Croft, so überzeugend in die diversen Abenteuer schicken. Auch geizt der Autor nicht mit rauen Szenen und Szenen in denen man sich an die Orte der Handlung versetzt fühlt. Sein Schreibstil ist wie ein Scharfschütze sein sollte: berechnend, präzise und treffsicher.

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Sophie Hénaff: Das Revier der schrägen Vögel

Nun kommt endlich der Nachfolgeband von Kommando Abstellgleis. Kommissarin Anne Capestan führt weiterhin ihre Schrottbrigade. Ein Revier, das aus Alkoholikern, Spielern, Pechvögeln, Schwulen und mittlerweile auch einem Polizeihund besteht. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und die schrägen Vögel des Reviers langweilen sich. Dann wird Capestan erstaunlicherweise zu einem aktuellen Mordfall gerufen. Wobei schnell klar wird, warum man sie involviert. Erstens ist der Tote ein Polizist und zweitens Anne Capestans noch Schwiegervater. Wenn sich einer mit dem Fall die Finger verbrennen kann, dann ihre Loser. Doch wie immer werden diese unterschätzt, denn aus dem Mord wird schnell eine Serie und das Kommando Abstellgleis lässt nicht locker.

Ich habe mich wieder kaputt gelacht! Die Brigade bekommt Zuwachs in Form von D‘ Artagnan oder besser gesagt einem Polizisten, der sich dafür hält und einer cleveren Polizeiratte, die beide herrlich in das Team der schrägen Vögel passt.

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Der Fengshui-Detektiv, Nury Vittachi

Fengshui, wie würde man das erklären? C.F.Wong ein Meister in dieser Kunst vielleicht so: „Die Harmonie zwischen Ying und Yang in einem Gebäude, die es ermöglicht das Chi frei fließen zu lassen.“ Seine siebzehnjährige Praktikantin aus Australien, die er nicht ganz freiwillig einstellen musste, vielleicht so: „Streichen Sie die Wände lachsfarben, rücken sie das Sofa vors Fenster und trinken Sie ein Glas Orangensaft jeden Tag.“ Zwei Welten treffen aufeinander und das ist ein Vergnügen, denn Fengshui Meister Wong und seine so verwirrende Praktikantin richten nicht nur die schlechten atmosphärischen Störungen in Wohnungen und Gebäuden Singapurs, sie lösen auch ganz nebenbei Verbrechen. Zum Schreien komisch, weise und auch etwas lehrreich sind die wundervollen Krimis um Mr. Wong und Miss McQuinie. Auch wenn die Serie um den Fengshui-Detektiv bereits aus dem Jahre 2003 stammt, sind sie dennoch aktuell und unbedingt lesenswert.

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Die Treibjagd, Antonin Varenne

Großartige französische Literatur, Antonin Varenne kann es mit Autorenkollegen wie Jean-Christophe Grangé aufnehmen.

Mitten im Massif Central liegt R., eine kleine Stadt, die seit Generationen von zwei rivalisierenden Familien beherrscht wird. Will man sein Auskommen dort haben, muss man sich entscheiden, entweder für die Courbiers, die den hiesigen Holzhandel in der Hand haben oder für die Messenet, Vieh und Getreidehändler. Anscheinend gibt es außer der Gruppe Sinti, die dort leben nur einen neutralen Mann. Rémi Parrot, der entstellte Revierjäger, der sein kleines Grundstück mit Holzhütte genau zwischen dem Land der verfeindeten Familien hat. Als sein Kollege Philippe, nach einer handfesten Auseinandersetzung mit Courbier plötzlich verschwindet, stellt Rémi seine eigenen Nachforschungen an. Man findet Philippes Leiche in einem alten Stollen, und weil Rémi nicht locker lässt, schießt man auf ihn. Doch dadurch lässt er sich nicht stoppen, genauso wenig wie bei seiner Liebe zu der schönen Michèle Messenet. Damit macht er sich sowohl die Messenets als auch die Courbiers zu Todfeinden.

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