Schlagwort: Italien

Veit Heinichen: Scherbengericht, Commissario Laurenti vergeht der Appetit; Extra: Ein Gespräch mit Commissario Laurenti

Der Wahltriestiner Heinichen beschreibt in seiner unnachahmlichen Art die Zustände in seiner Heimat. Nach einem mysteriösen Todessturz kommt die Kriminalgeschichte in Fahrt, die über 50 Jahre zurückliegt. Dabei erzählt uns Heinichen die sehr wechselvolle Geschichte Triests. Mancher Triester wird sie so nicht kennen. Heinichen schrappt dabei nicht an der Oberfläche, er geht tief in die korrupten Strukturen der italienischen Gesellschaft und der Triests im Speziellen. Natürlich klammert der Autor die regionale Küche des Gebiets vom Karst zum Mittelmeer nicht aus, sodass dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft.

 

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Carlo Bonini, Giancarlo De Cataldo: Die Nacht von Rom

die-nacht-von-rom-kleinWieder ein bemerkenswertes Werk der beiden Autoren. Nach Suburra, das wir schon besprochen haben, gelingt es Bonini u. Cataldo uns tief in die Seele der italienischen Polit- und Mafiaszene schauen zu lassen. Außerordentlich bemerkenswert ist, dass es scheinbar nur 2 handelnde Gruppierungen in Italien gibt. Die Mafia und die politischen Parteien. Polizei u. Gerichte werden nur kurz auf 2 Seiten erwähnt. Das Buch macht es uns Lesern möglich mit einem anderen Blickwinkel die Geschehnisse in Italien zu verfolgen. Wieder einmal intelligente und spannende Krimiunterhaltung.

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Gianrico Carofiglio: Eine Frage der Würde

Eine Frage der Wuerde von Gianrico Carofiglio

Eine Frage der Wuerde von Gianrico Carofiglio

Es sind die menschlichen Werte mit den es der Held, Anwalt Guido Guerrieri, zu tun bekommt und mit denen er sich auseinander setzen muss. Diese Werte sind universell und nicht auf Italien beschränkt. Natürlich sind die speziellen Eigenheiten des italienischen Rechtssystems nicht übertragbar, aber wenn es Korruption und Durchstechereien geht, sind die Folgen für eine Gesellschaft die Gleichen. Wieder ein spannender Krimi von einem der die Materie aus eigenem Erleben kennt.

 

 

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Michael Dibdin: Così fan tutti, Aurelio Zen ermittelt in Neapel

cosi fan tuttiDibdin gelingt es aus dem Stand das italienische Gefühl zum Leser zu transportieren. Da wo es intensiv, chaotisch und manchmal neben den Toten auch liebenswert zugeht. Die Gegensätze das laute und deshalb scheinbare unentwirrbare lässt er klar und deutlich entstehen. Neapel, die Stadt in der das Chaos fröhliche Urständ feiert, ist neben der opernhaften Erzählung, der Hauptakteur in diesem Drama.

 

 

 

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