Kategorie: Buchbesprechungen

Caitlin Shetterly: Genbombe; Versuchstier Mensch-unser unheimliches Essen

Genbombe von Caitlin Shetterly

Nach jahrelangem Leidensweg mit diffusen Krankheitssymtomen erhält Caitlin Shetterly die Diagnose, allergisch gegen genmanipulierten Mais zu sein. Auf diesen zu verzichten: kein Problem. Doch weit gefehlt! Bei ihrer akribischen Recherche, die die Autorin schnell auch nach Europa und Deutschland führt, zeigt sich die erschreckende Wahrheit darüber, wie weit unser Essen schon von genmanipulierten Substanzen unterwandert ist. Ein weltumspannender investigativer Thriller und ein beunruhigender Blick auf den größten Lebensmittelkampf der erst begonnen hat.

 

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Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit, Historischer Roman

Wieder wuchtet der Erfolgsautor Ken Follett einen 1160 Seiten starken Historischen Roman auf den Buchmarkt. Diesmal widmet sich sein Roman der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten. Dabei geht es wie immer wenn Glaubensfragen vorgeschoben werden um Macht. Spanien und Frankreich gegen England und die aufrührerischen Holländer. Follett gelingt es zwei Protagonisten durch diese ereignisreichen Zeiten zu führen und die ganzen Grausamkeiten und politischen Mitspieler mit ihnen in Verbindung zu bringen. Ein Höhepunkt der Geschichte sind dabei die Bartholomäusnacht und die Geschichte um Guy Fawkes.

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Gefährliche Saat, Jens Kubo

Djamal Khadim, ist Deutscher, jung, klug und mit seiner Nina glücklich. Auch wenn seine Wurzeln im Irak liegen, sind alle in seiner Familie gemäßigte Islamisten. Seine Mutter ist Ärztin, sein Vater Historiker und der behauptet von sich, dass der Glaube und Allah ein Teil seines Lebens sind, doch das er weder für Allah noch für einen anderen Gott in den Krieg ziehen würde. Doch dann lernt Djamal durch seinen religiösen Cousin, Yussuf Asmani kennen. Einen charismatischen Mann, der mit seinem tiefen Glauben an Allah, den jungen Mann in seinen Bann zieht. Djamal scheint in Yussuf endlich die Antwort auf all seine Fragen gefunden zu haben. Was Djamal nicht weiß, Yussuf Asmani ist einer der meistgesuchten Terroristen, ein Dschihadist, der bereits unter Observierung steht und das nicht nur vom BND, selbst die CIA verfolgt den Mann. Als man Djamal mit Asmani sieht, wird Djamal verhaftet und gerät in die Mühlen der Geheimdienste, was seinen plötzlich verwirrten Glauben noch stärkt und ihn tiefer in die Arme des Dschihad treibt.

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Weiss für Wut und Rot für Rache, Jari Järvelä

Die ersten zwei Bände einer Trilogie von Jari Järvelä aus Finnland.

Wer sind eigentlich die Künstler, die Bahnwagons, Wände von Häusern und Unterführungen beschmieren, Sprayer mit Namen, wie Rust, Metro oder Banksy. Und sind es Schmierereien, wie die Sicherheitsleute es sehen oder doch Künstler und Rebellen, die ein politisches Manifest verbreiten. Mit seiner Krimitrilogie taucht der Autor tief in die Welt dieser meist entwurzelten jungen Graffitikünstler ein. Metro und Rust sind ein Paar und sprayen, das ist ihr Leben. Doch in Finnland ist es ein schweres Vergehen, das hart geahndet wird. Firmen engagieren Sicherheitsdienst, die alles andere als sanft mit den „Bazillen“ umgehen, wenn sie erwischt werden. Als Metro und Rust wieder einmal in der Nacht auf einem Güterbahnhof arbeiten, geraten sie in eine Großrazzia der Ratten, wie sie diese Sicherheitsdienstleute nennen. Doch dieses Mal gibt es kein Entkommen, jedenfalls nicht für Rust. Er wird vorsätzlich von einem Wachmann vom Dach gestoßen und stirbt. Metro, die mit einem Boot entkommen konnte, sieht die Liebe ihres Lebens fallen und schwört Rache!

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Still ruht der Wald, Ninni Schulmann

Mitten im herbstlichen Wald Schwedens findet eine Elchjagd statt. Eine ruhige fast beschauliche Sache, an der viele einheimische Jäger teilnehmen, darunter auch die Polizeichefin Petra Wilander. Man kennt sich, man vertraut sich, doch als einer der Jäger tot aufgefunden wird, mit einer Kugel in seinem Kopf und seine dreizehnjährige Tochter vom Erdboden verschluckt scheint, greif Misstrauen über die Bevölkerung des kleinen Landstrichs, wie eine zähflüssige Ölpest. Man beschuldigt sich, man misstraut sich gegenseitig und dann fällt ein weiterer Schuss. Unter den Bewohnern ist auch die Reporterin Magdalena, die eigentlich Elternzeit hat und mit ihrem Neugeborenen mehr schlecht als recht zurande kommt. Dennoch muss sie sich einmischen und deckt eher ungewollt ein echtes Drama auf. Obwohl es eine fast einfache Geschichte ist, so ist sie doch unglaublich spannend und bis zur letzten Seite sehr mysteriös.

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Der Fengshui-Detektiv, Nury Vittachi

Fengshui, wie würde man das erklären? C.F.Wong ein Meister in dieser Kunst vielleicht so: „Die Harmonie zwischen Ying und Yang in einem Gebäude, die es ermöglicht das Chi frei fließen zu lassen.“ Seine siebzehnjährige Praktikantin aus Australien, die er nicht ganz freiwillig einstellen musste, vielleicht so: „Streichen Sie die Wände lachsfarben, rücken sie das Sofa vors Fenster und trinken Sie ein Glas Orangensaft jeden Tag.“ Zwei Welten treffen aufeinander und das ist ein Vergnügen, denn Fengshui Meister Wong und seine so verwirrende Praktikantin richten nicht nur die schlechten atmosphärischen Störungen in Wohnungen und Gebäuden Singapurs, sie lösen auch ganz nebenbei Verbrechen. Zum Schreien komisch, weise und auch etwas lehrreich sind die wundervollen Krimis um Mr. Wong und Miss McQuinie. Auch wenn die Serie um den Fengshui-Detektiv bereits aus dem Jahre 2003 stammt, sind sie dennoch aktuell und unbedingt lesenswert.

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Veit Heinichen: Scherbengericht, Commissario Laurenti vergeht der Appetit

Der Wahltriestiner Heinichen beschreibt in seiner unnachahmlichen Art die Zustände in seiner Heimat. Nach einem mysteriösen Todessturz kommt die Kriminalgeschichte in Fahrt, die über 50 Jahre zurückliegt. Dabei erzählt uns Heinichen die sehr wechselvolle Geschichte Triests. Mancher Triester wird sie so nicht kennen. Heinichen schrappt dabei nicht an der Oberfläche, er geht tief in die korrupten Strukturen der italienischen Gesellschaft und der Triests im Speziellen. Natürlich klammert der Autor die regionale Küche des Gebiets vom Karst zum Mittelmeer nicht aus, sodass dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft.

 

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Christian v. Ditfurth: Giftflut, Thriller

Giftflut von Christian Ditfurth

Nach den zwei vorangegangenen Thrillern, Heldenfabrik u. 2 Sekunden, zeigt der Autor, dass er den Thrill noch weiter drehen kann. Er lässt es noch mehr krachen und zwar auch international. Sein KHK DeBodt ermittelt auf internationaler Ebene und zeigt den ausgekochten Gangstern dass er noch besser ist. Da wie immer die Bundesbehörden nur Schnarchnasen aufzubieten haben bildet er eine multinationale Ermittlertruppe die es in sich hat. Schräge bisweilen kriminelle Figuren. Ein Thriller von Ditfurth ist und bleibt etwas Besonderes.

 

 

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Timeless, Retter der verlorenen Zeit, Armand Baltazar

Eines der schönsten Kinder- und Jugendbücher, die ich seit Jahren gelesen habe. Es kann sich mit Harry Potter, Der kleine Hobbit und Momo, in eine Reihe stellen. Definitiv wird das Buch ein Bestseller, denn nicht nur die Geschichte ist wunderschön, modern und spannend, die Illustrationen in dem Buch sind einfach nur unglaublich. Ein wirklich ideales Weihnachtsgeschenk, das ich persönlich ebenfalls verschenken werde.

Seit dem großen Riss in der Zeit, leben auf der Welt Menschen und Tiere aller Jahrhunderte zusammen. Da sieht man Arbeitsroboter, Pferdekutschen, Dampfschiffe und Doppeldeckerflugzeuge in einer Stadt wie New Chicago. Dort lebt auch der dreizehnjährige Diego Ribera. Sein Vater ist ein Ingenieursgenie und seine Mutter eine Kampfpilotin. Auch er selbst hat enorme Fähigkeiten, wenn es um das konstruieren von Maschinen geht. Als an seinem Geburtstag sein Vater entführt wird, macht er sich mit seinen Freunden auf die Suche. Eine Suche, die zu einem Abenteuer wird und viele Geheimnisse der neuen Welt offenbart.

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Die Treibjagd, Antonin Varenne

Großartige französische Literatur, Antonin Varenne kann es mit Autorenkollegen wie Jean-Christophe Grangé aufnehmen.

Mitten im Massif Central liegt R., eine kleine Stadt, die seit Generationen von zwei rivalisierenden Familien beherrscht wird. Will man sein Auskommen dort haben, muss man sich entscheiden, entweder für die Courbiers, die den hiesigen Holzhandel in der Hand haben oder für die Messenet, Vieh und Getreidehändler. Anscheinend gibt es außer der Gruppe Sinti, die dort leben nur einen neutralen Mann. Rémi Parrot, der entstellte Revierjäger, der sein kleines Grundstück mit Holzhütte genau zwischen dem Land der verfeindeten Familien hat. Als sein Kollege Philippe, nach einer handfesten Auseinandersetzung mit Courbier plötzlich verschwindet, stellt Rémi seine eigenen Nachforschungen an. Man findet Philippes Leiche in einem alten Stollen, und weil Rémi nicht locker lässt, schießt man auf ihn. Doch dadurch lässt er sich nicht stoppen, genauso wenig wie bei seiner Liebe zu der schönen Michèle Messenet. Damit macht er sich sowohl die Messenets als auch die Courbiers zu Todfeinden.

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