Kategorie: Buchbesprechungen

Wolfger Pöhlmann: „ Es geht um die Wurst“

Es geht um die Wurst von Wolfger Poehlmann

Das wurde aber auch Zeit! Nachdem die Landschaftsgärtner zu Architekten avanciert sind, die Köche zu Künstlern erkoren wurden, sind nun endlich und mit Recht, auch die Metzger, Schlachter, Fleischer (im Norden Schlachter, in der Mitte Deutschlands Fleischer und im Süden Metzger) in diese Hemisphären aufgenommen worden. Dank Wolfger Pöhlmann! Deutschland der Wurst und des Brotes. Aber in der Not frisst der Teufel die Wurst auch ohne Brot. Das vorliegende Werk ist also ein Aufklärungsbuch über ein Nahrungsmittel. Weiterlesen

Daniel Suarez: Bios

Ein SiFi Roman der dadurch besticht, dass er die Leserschaft nicht in ferne Welten entführt, sondern die Erde zeigt wie sie im Jahre 2045 sein könnte. Vieles erschreckt und ist doch glaubwürdig. Die technologische Entwicklung mag weit hergeholt sein, aber wenn wir uns die Entwicklung der letzten 30 Jahre anschauen, dann erscheint vieles was der Autor schildert möglich zu sein. Was erschreckt sind die Flüchtlingsströme die sich, so der Autor auf 70 Millionen Menschen summieren. Diese versuchen in die neuen Boom Metropolen, und die liegen in Asien, zu kommen. Die Versuche am und mit Menschen sind brutalst. Ein Roman der es in sich hat und Denkanstöße mit Höchstspannung liefert.

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John le Carré: Das Vermächtnis der Spione (Ein George-Smiley-Roman 9)

Es ist der Kalte Krieg. Die Spionageabteilungen der Siegermächte feiern fröhliche Urständ. Doppelagenten und Menschen die einfach nur das Beste für ihr Land tun wollen werden durch die Mühlen der Geheimdienstbürokraten gedreht, verraten und erschossen. Diese Szenarien setzt der große Meister des Spionagethrillers John le Carré, in Szene. Der Spion, der aus der Kälte kam ist zurück – Der ultimative Roman über die dunklen Seiten der Geheimdienste. Ein Blick hinter die Kulissen der „Schlapphüte“.

 

 

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Die Einsamkeit des Todes, Petra Johann

Seit Jahren sind die beiden Brüder Max und Tobi zerstritten. Denn ausgerechnet auf einer Hochzeit erfuhr Max, dass seine schwangere damalige Verlobte eine Affäre mit seinem jüngeren Bruder Tobi hatte. So brach Max den Kontakt zu Tobi ab und trennte sich noch in dieser Nacht für immer von Sarah. Zwei Jahre später erhält er anonyme SMS, in denen er als Sarahs Mörder tituliert wird und dessen nicht genug, erfährt er bei der Testamentseröffnung seiner verstorbenen Mutter, das beide Brüder nur erben, wenn sie die Weihnachtsfeiertage gemeinsam im Elternhaus verbringen.

Als dann in dem Wald in der Nähe des Elternhauses, Sarahs alter Koffer gefunden wird, interessiert sich die Polizei plötzlich für die alte Geschichte, denn es bleibt nicht nur bei dem Koffer, nicht weit entfernt, liegt auch eine weibliche Leiche.

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Simon Beckett: Totenfang

Endlich ist der vierte Roman der Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter auch als Taschenbuch erschienen. Es hat einige Jahre gedauert, bis der Autor den vierten Band nachlegte, doch es hat sich gelohnt. Ein sehr spannender Thriller, der an Leichen nicht geizt. David Hunter ist seit dem Skandal nicht mehr bei der Polizei gefragt, selbst seine Stelle an der Universität steht auf wackeligen Beinen, als endlich wieder ein Anruf kommt. In den Backwater wurde eine Wasserleiche gesichtet und man braucht einen Spezialisten bei der Bergung. Ein brisanter Job, da vermutet wird, dass der Tote Leo Villiers, der Spross eine der einflussreichsten Familien in der Gegend ist. David plant den Job kurz einzuschieben, bevor er das Wochenende mit Freunden verbringt. Nur daraus wird nichts! Denn kaum ist die Leiche an Land gebracht, landet David selbst im Wasser. Sein Wagen wird fast von der Flut erwischt, er wird pitschnass, krank und findet sich dann im Bootshaus der Familie wieder, die mit Leo Villiers Verschwinden eng verknüpft ist.

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Tom Wolf: „Roter September“, Ein Brandenburg – Krimi

Mut wird belohnt. Man soll sich doch immer mal an andere Autoren ran wagen. Mein erster Brandenburg-Krimi von Tom Wolf und bestimmt nicht der Letzte. In diesem Krimi geht es um den ehemaligen Revierpolizisten Leo Pauluth, der versucht seinen Lebensabend nicht nur mit Wein genießen, sondern gleich mit Weinbau mitten in Brandenburg Prignitz zu verschönern. Doch da passiert es, dass ein bekannter Rebenhändler tot aufgefunden wird. Überzeugt, dass seine ehemaligen Kollegen auf der falschen Fährte sind, ermittelt Leo Pauluth auf eigene Faust. Schnell stellt sich heraus, dass hinter dem vermeintlichen Raubmord mehr steckt. Die Ermittlungen führen zu württembergischen Winzern, Händlern, Weinbünden, russischen Sportlern und alten Reben, bis hin zu Zuchtversuchen der Nazizeit.

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Erstmals 300 Sterne-Restaurants im Guide MICHELIN Deutschland 2018

Die 55. Ausgabe des renommierten Gastronomie- und Hotelführers empfiehlt auf 1.104 Seiten insgesamt 2.232 Restaurants und 1.777 Hotels, davon:

  • 300 Restaurants mit Michelin Sternen
    • 11   3-Sterne-Restaurants, darunter 1 neues
    • 39   2-Sterne-Restaurants, darunter 4 neue
    • 250 1-Stern-Restaurants, darunter 29 neue
  • 460 „Bib Gourmand“-Restaurants, darunter 33 neue

Die Auswahl der im Guide MICHELIN gelisteten Häuser reicht vom Landgasthof über das Gourmetlokal bis hin zur gut geführten Familienpension. Darüber hinaus listet der Guide MICHELIN zahlreiche Wellness-Hotels bis hin zu traditionsreichen Grandhotels.

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Juli Zeh: Leere Herzen

„Da. So seid ihr.“ Das sind die ersten vier Worte von Juli Zehs neuem Roman. Und ich schwöre Ihnen, wenn Sie das Buch gelesen haben, werden Sie über diese zwei kleinen Sätze lange nachdenken.

Ein unglaublich spannender Politthriller, der in nicht allzu ferner Zukunft spielt. Einem Deutschland, das Merkel hinter sich gelassen hat, und von der BBB Partei regiert wird. Man versteht sehr schnell, wer sich hinter dem Pseudonym BBB verbirgt. Das Bürger- und Menschenbild, das Juli Zeh in ihrem Roman kreiert, ist leider bereits auf dem besten Weg, die Zukunft von Deutschland zu übernehmen. Die Saat, des zynischen Pragmatismus, die Hoffnungslosigkeit, Verantwortungslosigkeit und das Desinteresse an Politik fängt bereits an, unsere Grundrechte und die Demokratie zu gefährden. Das Buch ist nicht nur eine Mahnung, es ist ein hochintelligenter Politthriller, der so spannend ist, dass man ihn nicht weglegen kann und vor allen Dingen noch lange darüber grübeln wird.  Literatur der Superlative! Gratulation Frau Zeh!

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Vanna Vinci: „Frida – Ein Leben zwischen Kunst und Liebe“ Graphic Novel

Frida – Ein Leben zwischen Kunst und Liebe von Vanna Vinci

Gastrezension von Dr. Ulrike Bolte:

Kongenial setzt die preisgekrönte Illustratorin Vanna Vinci mit fest umrissenem Strich und kräftiger Farbigkeit die Lebensgeschichte der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo in eine Graphic Novel um. Im Dialog mit dem Tod in verschiedenen Manifestationen – zu dem Mexikaner ein unangespanntes Verhältnis pflegen, was sich an den freudigen Festen wie Allerheiligen zu Ehren der Toten ausdrückt – wird die Lebens-, Leidens- und Liebesgeschichte Kahlos ausgebreitet.

 

 

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Sabine Ebert: Schwert und Krone – Der junge Falke

Einen Zeitsprung in das Jahr 1140 mitten in die Machtspiele der Herzöge, Könige und Fürsten der deutschen Lande. Das Volk hungert und der Papst schickt den deutschen König auf den Kreuzzug nach Palästina um seine Machtbasis zu erhalten. Die Ernten sind sehr mager und das Volk hungert. Das ist die Situation in dem junge Fürsten die Chance sehen an die Macht zu gelangen. Koste es was es wolle. Da werden Mittel angewandt die es heute auch noch gibt: Rufmord, Vergiftungen und Zweckbündnisse geschmiedet. Viele Informationen fließen in das Werk ein.

 

 

Sabine Ebert

Sabine Ebert wurde in Aschersleben geboren, ist in Berlin aufgewachsen und studierte in Rostock Lateinamerika- und Sprachwissenschaften. In ihrer langjährigen Wahlheimat Freiberg arbeitete sie als Journalistin und verfasste mehrere Sachbücher. Aus Passion für sächsische und deutsche Geschichte begann sie, historische Romane zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. Eigens für die Arbeit an ihrem Roman über die Völkerschlacht und die Fortsetzung zog sie nach Leipzig und wurde in der Messestadt schnell heimisch.

Das große Friedrich-Barbarossa-Epos von der Bestseller-Autorin Sabine Ebert geht weiter! Band 2 der großen Mittelalter-Saga
Anfang 1147 sorgen Hungersnot und Weltuntergangspropheten in deutschen Landen für Verzweiflung. Fast alle großen Adelshäuser rüsten für zwei Kreuzzüge. Unter König Konrad wollen Zehntausende ins Heilige Land, während die östlichen Fürsten planen, mit ihrem „Wendenkreuzzug“ slawische Gebiete an Elbe, Havel und Küste zu erobern. Bevor sie aufbrechen, werden strategische Ehen geschlossen. Friedrich von Staufen, der Neffe des Königs und künftige Barbarossa, heiratet die von ihm ungeliebte Adela von Vohburg, der Meißner Markgrafensohn Dietrich eine gefühlskalte polnische Herzogstochter. Fast alle Männer ziehen in den Krieg – und die Frauen müssen allein mit Hungersnot, Missernten und Angriffen fertig werden.
Auf dem Weg ins Heilige Land macht sich der junge Friedrich einen Namen als militärischer Anführer. Doch der Kreuzzug scheitert katastrophal. Nur wenige kehren heim. Zu den Heimkehrenden gehört der schwer erkrankte König Konrad von Staufen. Die nie erloschenen Machtkämpfe entflammen von neuem. Konrad stirbt wenige Tage vor der Wahl und Krönung seines erst achtjährigen Sohnes zum Mitregenten.
Das ist der Moment, in dem Friedrich von Staufen entschlossen nach der Krone greift. Er will das Reich umgestalten – und eine neue Frau, eine bessere Partie als Adela.

Geschichtsunterricht in Romanform. Beste Unterhaltung.

Sabine Ebert: Schwert und Krone – Der junge Falke, Knaur Verlag, 640 Seiten. ISBN: 978-3-426-65413-2, € 19,99