Kategorie: Allgemein

Paul Grote: „Pinot Grigio“ stand nicht im Testament

Was das Schöne an Paul Grotes Weinkrimis ist, er führt uns jedes Mal in eine andere Weinbauregion. Dieses Mal führt uns Paul Grote zu den Weinen und Winzern von Südtirol. Es ist ein Krimi und nebenbei erklärt er nicht nur die Ge-gend, die Weingüter, Weine und Winzer, sondern beschreibt gut recherchiert die brisante Geschichte von Südtirol. Für Geschichtsinteressierte eine aufschlussreiche Darstellung.

 

 

Weiterlesen

Buchmessengespräche II: Anastasia Zampounidis: Für immer Zuckerfrei meine Glücksrezepte

Das zweite Buch von Anastasia Zampounidis ist natürlich ein neuer Erfolg der hinreisenden Anastasia Zampounidis. Mit ihren Erklärungen über TCM – Traditionelle Chinesische Medizin und Ayurveda zu ihrer Lebensphilosophie Zuckerfrei Glücklich. Angereichert mit ihren neusten Glücksrezepten. Alle schön aufgeschrieben, leicht nach zu kochen. So wie sie selber sagt, einfach, schnell dafür unkompliziert und gut. Eben lecker!

Ich habe das Buch mit Freuden studiert und zum Teil ausprobiert. Auch wenn, es das erste Mal war, dass ich versucht habe Zuckerfrei zu kochen, muss ich Frau Zampounidis Recht geben. Es sind Wohlfühlgerichte oder nach ihrem Wortlaut Glücksrezepte. Ob ich jetzt komplett auf Zucker verzichte, kann ich noch nicht sagen. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Viel Freude mit dem Buch und den Gerichten Weiterlesen

Buchmessengespräche I: Frank Goldammer: Vergessene Seelen

Frank Goldammer im Gespräch mit der Redaktion

Die Redaktion hat die diesjährige Buchmesse genutzt um wieder mit einigen Autoren ins Gespräch zu kommen. Wir trafen Frank Goldammer, der mit seinem neuesten Werk  „Vergessene Seelen“ bereits sein 3. Buch mit dem Dresdner Kommissar Max Heller veröffentlicht hat: Weiterlesen

Ku’damm 59, ein Event-Dreiteiler ausgestrahlt vom ZDF

Monika Schöllack (Sonja Gerhardt, M.r.) und Freddy Donath (Trystan Pütter, M.l.) präsentieren in der Fernsehshow „Rendezvous nach Noten“ ihr neues Lied „Rock-’n‘ Roll-Fever“.

KU’DAMM 59, eine Event-Dreiteiler, die Fortsetzung von Ku’damm 56, ausgestrahlt vom ZDF. 

Haben wir sie nicht alle bereits in Ku’damm 56 liebgewonnen. Monika, Eva, Helga, Freddy, Joachim und selbst Mutter Schöllack? Natürlich, denn alle sind, wie sie sind, wie man es nun einmal 1959 war und allen muss man es verzeihen, denn sie haben jeder für sich gute Gründe.

Weiterlesen

Film: Winchester – Das Haus der Verdammten, Kinostart 15.März 2018

Spuk, Grusel, ein übernatürlicher Thriller nach wahren Begebenheiten

WINCH_170317_BK_0054.CR2

 Nervenstark muss man schon sein, um den Film genießen zu können. Doch für Spuk- und Gruselfilm-Fans ein echtes Juwel, denn um sich richtig fürchten zu können, muss gar nicht viel Blut fließen. Weiterlesen

Andy Weir: Artemis; Interview mit dem Autoren

Andy Weir
Foto Aubrie Pick

Man kann seine Karriere eigentlich nur als kometenhaften Aufstieg bezeichnen. Im Jahr 2009 stellte Andy Weir die ersten Kapitel seines Debütromans Der Marsianer online, der Roman wurde ein Überraschungserfolg, kurz darauf sicherte sich ein Verlag die Rechte und Der Marsianer stand monatelang auf den internationalen Bestsellerlisten. Spätestens seit der spektakulären Verfilmung des Stoffes durch Ridley Scott gehört Andy Weir zu den ganz Großen im Literaturgeschäft. Mit Artemis hat er nun seinen zweiten Roman veröffentlicht und sich trotzdem die Zeit genommen, ein paar Fragen zu beantworten.

Mr. Weir, Ihr erster Roman spielte auf dem Mars und löste einen regelrechten Hype um
den roten Planeten aus. Was hat Sie dazu bewogen, Ihren zweiten Roman Artemis auf
dem Mond anzusiedeln?

Ich wollte eine Geschichte über die erste menschliche Stadt schreiben, die sich nicht auf der
Erde befindet, und ich denke der Mond ist der realistischste Ort dafür. Er ist schließlich der
Himmelskörper, der der Erde am nächsten ist, und vor allem – und das spielte eine unheimlich
wichtige Rolle bei meinen Überlegungen –, ist er nahe genug, dass zwischen Erde und Mond
ein florierender Handel und auch Tourismus möglich wäre.

Weiterlesen

Film: 1000 Arten Regen Zu Beschreiben, Kinostart 29.März 2018

Rezension von Lutz Reigber

Melodrama

Seit vielen Wochen hat sich Mike, gerade 18 geworden, in seinem Zimmer eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen. Die Eltern Susanne (Bibiane Beglau), Thomas (Bjarne Mädel) und seine Schwester Miriam (Emma Bading) stehen fragend vor der Tür und warten, fordern, flehen, weinen, rasten aus, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Doch die Tür bleibt verschlossen. Im Kampf um den Sohn und Bruder spiegeln sich die eigenen Geschichten in Lügen, Ablenkung, Familienstreitigkeiten und Hilflosigkeit. Die Mutter sucht sich einen Ziehsohn, der Vater entwickelt ein Helfersyndrom und die Schwester hat Schwierigkeiten mit dem Erwachsenwerden. Je mehr sie nach Mikes Gründen forschen oder vor ihrer Ohnmacht fliehen, desto deutlicher werden ihnen ihre eigenen Verkettungen mit dem Leben, das sie nie wirklich hinterfragt haben, und das sie dem entsprechend nie wirklich bewusst angenommen haben.

 

Am Ende erkennen sie, dass sie durch ihr Verhalten der Rücksicht, der Fürsorge und Versorge, es Mike ermöglicht  haben, sich auf Dauer zurück zu ziehen. Es gibt nur einen Ausweg Mike zu helfen.

 

Ein durch die Akteure sehr gut getragenes Melodram, das den Regen unserer Zeit zeigt. Auch wenn es langatmig erscheint, bleibt man doch gefangen dabei um zu sehen, wie es mit den Protagonisten weiter geht.

Die Regisseurin Isa Prahl, 1978 geboren, studierte zunächst Grafik-Design in Hamburg sowie Literatur, Kultur und Medien in Siegen. Nach einem Redaktionsvolontariat in Köln begann sie ein Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien. Dort konzentrierte sie sich vor allem auf die kurze Form des Geschichtenerzählens.

„1000 Arten Regen zu Beschreiben“ ist ihr erster Langfilm und ist am 29.März 2018 erschienen.

Und dann gleich mit einem Problemfall der Neuzeit. „1000 Arten Regen zu Beschreiben“ bezieht sich auf das japanische Phänomen Hikikomori, welches sich jetzt auch in Europa zeigt. Jugendliche, die sich von der Gesellschaft zurückziehen und sich über Wochen oder sogar Monate einschließen, aus Gefühlen der Überforderung , Versagensängste und Erwartungshaltungen anderer, deren sie sich nicht gewachsen fühlen. Der Leistungsdruck, die vielen Entscheidungsmöglichkeiten, die Verpflichtungen, die sozialen Anpassungen bringen diese Jugendlichen auf dem Weg des Erwachsenwerden und Selbstfindung zur Überforderung und somit in die Isolation.

In Japan soll es schon mehr als 1 Million Jugendliche geben.

Die Szenenfotos wurden freundlicherweise honorarfrei von Filmpresse Meuser, Frankfurt zur Verfügung gestellt.

 

 

Falsche Wahrheit, David Baldacci

Die Reihe um den CIA-Auftragskiller Will Robie ist mittlerweile eine Institution. Band vier, Falsche Wahrheit, setzt sich von den drei Vorgängerbänden ab, denn es ist eher ein Spin-off, bei dem es um Will Robies Privatleben oder besser gesagt seine Vergangenheit geht. Es ist wieder ein fantastisches Buch von David Baldacci, doch man muss es wirklich als Spin-off der Serie betrachten! Das erste Mal in seinem Leben versagt Robie bei einem Auftrag, er kann nicht abdrücken. So muss das Ersatzteam den Todesschuss ausführen. Die Anwesenheit des Ersatzteams zeigt bereits, dass sein Boss Probleme erwartete, denn Robie hat ein Trauma zu verarbeiten, den Tod eines Kindes. Er wird beurlaubt und reist nach Mississippi, seiner Heimat, da sein Vater wegen Mordes verhaftet wurde. Dan Robie, mit dem er seit zwanzig Jahren keinerlei Kontakt mehr hat

Weiterlesen