Das Einfachste Kochbuch der Welt deluxe, J.-F.Mallet

Mit großem Appetit hatten wir im Dezember schon das einfachste Kochbuch der Welt besprochen. Jetzt legen wir noch einen drauf und reden mal über die „DELUXE“- Version. Die Gourmets unter Ihnen ahnen es schon, dieses Mal sind es Rezepte mit Kaviar, Austern, Gänseleber, Hummer, Langusten und Zucchiniblüten. Mal mit Trüffeln, mal mit Sahne und/oder raffinierten Kräutern und Gewürzen.

Doch keine Angst, Ihr Köche da draußen, auch dieses Mal sind es maximal sechs Zutaten und nicht mehr als vier, fünf Sätze pro Rezept. Nach dem Motto: Gelingt immer!

Und falls Sie überhaupt nicht kochen können, dann gönnen Sie sich das Kochbuch trotzdem. Es ist wunderbar illustriert und die Fotos machen Appetit. Den Koch oder die Köchin finden Sie dann schon. Guten Hunger!

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Tanja Dusy: Nihon Kitchen, Das Japan Kochbuch

„Ganz Einfach und Einfach Perfekt“ die Worte der Autorin Tanja Dusy. Seit 15 Jahren schreibt sie erfolgreich qualifizierte Kochbücher. Lange Zeit hat sie als Redakteurin einer Kochsendung gearbeitet und geht jetzt ihrer Lieblingsbeschäftigung nach, Kochrezepte zu entwickeln.

Weitere Worte der Autorin zu diesem Buch sind: „Mit Achtsamkeit kochen“, „Die Schönheit im Unperfektem“ gemeint ist, wer nicht die Schneidetechnik der Japaner beherrscht ist der eigene Anspruch der Beste. Und „ Geniale Einfache Küche“ Weiterlesen

Thomas Darnstädt: Verschlusssache Karlsruhe, die internen Akten des Bundesverfassungsgerichts

Was erst einmal trocken klingt, ist ein Krimi, fast ein Thriller. Denn die Akten des Bundesverfassungsgerichts und vor allem die Handakten, Voten und Entwürfe der Richter wurden der Öffentlichkeit erst im Jahr 2017 zur Verfügung gestellt. Zum achtundsechzigsten Geburtstag des Grundgesetzes und nach sechsundsechzig Jahren Bundesverfassungsgericht, öffnete man in Karlsruhe die Archive.
Thomas Darnstädt hat anhand von sieben Urteilen von 1951-1975 gezeigt, wie fragil die junge Demokratie in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg war. Wie entscheidend das Verfassungsgericht, die Weichen zur Anwendung des Grundgesetzes steuerte. Aus heutiger Sicht in manchen Fällen völlig richtig, in manchen Fällen völlig falsch. Doch auch die falschen Entscheidungen, wie bei der Spiegel-Affäre hinterließen einen Meilenstein. Denn der Zusatz C1 dieses Urteils schützte die Presse fortan vor solchen Übergriffen der Justiz, wie wieder einmal Redaktionen zu durchwühlen.
Das Buch liest sich wie ein hochbrisanter Polit-Krimi, lässt einen Schauer über den Rücken laufen, wenn man von der, an Willkür grenzende Gesetzgebung nach dem Krieg erfährt. Ein Stück Entstehungsgeschichte des Rechts in einem demokratischen Staat. Weiterlesen

Eliot Pattison: Die Frau mit den grünen Augen

Meinen ersten Tibet-Krimi mit dem Ermittler Shan Tao Yun las ich im Jahre 2002. Damals war ich von einer vierwöchigen Reise aus Tibet zurückgekommen. Bezaubert von dem Land, ließ ich mich auch von Pattisons Krimis bezaubern. Denn seine Tibet-Krimis fangen sowohl den Zauber dieses mystischen Landes ein, als auch den knapp siebzigjährigen Existenzkampf des tibetischen Volkes, welches in einer Zeit höchster Not um Glauben und kulturelle Integrität ringt.
Mit seinem neusten Roman aus der Reihe, Die Frau mit den grünen Augen, hat der Autor wieder einmal einen hochspannenden Kriminalroman geschrieben. Die Geschichte lebt durch die so treffenden Beschreibungen der Menschen in Tibet und des in seiner chinesischen Haut verlorenen Ex-Polizisten Shan. Ein sehr unterhaltsamer Krimi, der einen von Tibet träumen lässt und den bitteren Hauch der Wut über seine brutale Chinesischen Annexion zurücklässt. Weiterlesen

Brigitte Glaser: Rheinblick

Eine Zeitreise in die 70er Jahre unserer Republik. Wer wie ich in dieser Zeit am politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben konnte, dem werden die Bilder wieder, angeregt durch das vorliegende Buch, durch den Kopf geistern. Willy wählen, was dann auch bei 91% Wahlbeteiligung, 45,8% der WählerInnen taten. Aufbruchsstimmung herrschte, der Mief der Nachkriegszeit, diese unsäglich Nazierziehung die immer noch in den Köpfen fest verankert war, galt es zu reformieren. Musik war ein solches Mittel gegen die „Alten“ zu rebellieren. Das Buch vereint diese ganzen Strömungen und bildet mit der Erkrankung von Willy Brandt (Stimmbandprobleme) eine spannende Politszenerie im November 1972. Gewüzt wird das Ganze zur einen Mordfall an einem jungen Mädchen, das auch einen Hinweis auf die damalige Heimerziehung gibt. Weiterlesen

Carsten Sebastian Henn: Der letzte Caffe

Sebastians Henns 6. Band mit Prof. Dr. Dr. Dr. Adalbert Bietigheim. Wie immer ein Ge-nuss für humorvolle Krimifans. Überspitzt dargestellt, mit viel Wortwitz geschrieben. Eine köstliche Lektüre. Ein Krimi gepaart mit viel Wissen und Aufklärung über Kaffee. Ein Reiseführer um und von Triest. Mit wunderschönen Beschreibungen und geschichtlichem Hintergrund. Henn erklärt auch die verschiedenen Winde an der Adriaküste.

 

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Kristina Ohlsson: Sündengräber

Es geht um Schuld und Wiedergutmachung in dem nun vorläufig letzte Band der Thrillerreihe um die Ermittler Frederika Bergman und Alex Recht. Doch Wiedergutmachung muss nicht immer etwas positives sein, es kann auch ins Gegenteil umschlagen und dann heißt es: Auge um Auge, Zahn um Zahn!
Dieser Thriller ist mal wieder typisch für die Autorin, typisch in seiner Schnelligkeit, seiner Raffinesse und den falschen Spuren, die Frau Ohlsson legt. Erstklassige Unterhaltung, die durch viel internes Wissen des schwedischen Polizeiapparats unglaublich real wirkt. Weiterlesen

JEAN-FRANÇOIS PAROT: Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale

Ein historischer Kriminalroman aus der Zeit des Ludwig XV. Parot versteht es die Lebenssituation der kleinen Leute und des Adels sehr realitätsnah darzustellen. Man ist mitten drin bei den Feierlichkeiten anlässlich des Thronfolgers mit Marie-Antoinette und wir mit den Massen durchgerüttelt. Diesmal hat es Le Floch mit Kurie und den Behörden der Stadt Paris zu tun. Korruption und Vetternwirtschaft gemischt mit sexueller Abhängigkeit werfen ein Sittenbild auf diese Zeit. Großartige Beschreibung von Exorzismus und Gläubigkeit. Weiterlesen

Meg Wolitzer: „Das weibliche Prinzip“

Gastrezension: Dr. Ulrike Bolte; Kunsthistorikerin.

In ihrem neuen Roman breitet Meg Wolitzer einen Überblick über die Geschichte des (amerikanischen) Feminismus anhand von differenziert gestalteten Charakteren aus. Das gut lesbare Buch bietet einen Überblick über den Feminismus, seinen Kampf für die Rechte der Frauen, seine Ideale, wobei es bei aller Ernsthaftigkeit auch manchmal originell auftritt (wie die Erwähnung von Faith Franks Buch von 1984 „Das weibliche Prinzip“), phasenweise aber auch langatmig wirkt. Zum Schluss soll Greers Wunschadresse an Faith zitiert werden:
„Du hast im College für eine Offenbarung gesorgt. Danach habe ich jahrelang beobachtet, wie du alles, was du aufzubieten hattest – deine Kraft, deine Ansichten, deine Großzügigkeit, deinen Einfluss und natürlich deine Wut über Ungerechtigkeiten, alles zusammen – , anderen Frauen geschenkt hast, was oft passiert ist: die lange und großartige Geschichte von Frauen, die alles an andere weiter geben. Vielleicht ist das ein Reflex, manchmal auch eine Pflicht; aber wir tun es stets in dem Gefühl, dass es notwendig sei.“ Weiterlesen

Melanie Mühl, Diana von Kopp: Die Kunst des klugen Essens, 42 verblüffende Ernährungswahrheiten

Mir wurde das Buch überreicht mit der Bitte, eine Rezension darüber zu machen. Mei-ne Reaktion im ersten Moment, „Ach schon wieder ein Diätberater, der dann doch nicht klappt“. Aber wieso schreibt Brigitte dazu „Eine extrem erfrischende Lektüre die zum Nachdenken anregt“. Im Nachhinein schreibe ich dazu, „Nicht nur zum Nachdenken, sondern Aufklärend!“ Es ist gar keine Lektüre über eine Diät, wie ernähre ich mich gesund oder was ist das bessere Essen. Eher wie Markus Lanz schreibt: „Einfach ein großer Spaß zu lesen“. Weiterlesen