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14.01.2010
Es ist wohl das größte öffentliche Projekt, das es in Eschborn jemals gab: der geplante Abriss und Neubau von Rathaus und Stadthalle. Das derzeit von den Verantwortlichen geschätzte Volumen beträgt rund 50 Millionen Euro – zuzüglich "Nebenkosten“. Ab Mittwoch, 20. Januar, können sich alle Interessierten anhand der Architektenmodelle im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses ein Bild davon machen, was unmittelbar neben Eschborns „Neuer Stadtmitte“ in Kürze entstehen könnte.
Ausgestellt werden alle Entwürfe, die aufgrund des von der Stadt ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs eingereicht wurden. Drei davon wurden vom Preisgericht – das aus von der Stadt beauftragten Architekten, dem Eschborner Fachbereichsleiter Planen und Bauen sowie einflussreichen CDU- und FDP-Kommunalpolitikern bestand – mit Preisen versehen.
Vorgabe für den Architektenwettbewerb war der vollständige „Rückbau“, also Abriss der teilweise 40 Jahre, zu wesentlichen Teilen aber weniger als 20 Jahre alten Gebäude, in denen die Stadthalle und das Rathaus derzeit untergebracht sind. „Den immer größer werdenden Anforderungen an eine moderne und bürgerfreundliche Verwaltung ist unser Rathaus nicht mehr gewachsen. Hinzu kommt der steigende Flächenbedarf für neue Aufgaben und Mitarbeiter. Zudem haben die mittlerweile bis zu 40 Jahre alten Gebäudeteile insbesondere in der Stadthalle und im alten Rathaus erhebliche Schwächen bezüglich der Haustechnik und im energetischen Bereich. Bauliche Maßnahmen sind daher dringend notwendig“, begründet der Bürgermeister den geplanten Abriss und Neubau.
Der erste Preis ging an das Architekturbüro Schweger Associated Architects GmbH, Hamburg. Dessen Entwurf sieht ein Hochhaus für das Rathaus neben der Unterortstraße und im Anschluss – räumlich getrennt durch einen kleinen Platz – die Stadthalle vor (Bild ganz oben).
Ebenfalls ein Hochhaus für die Stadtverwaltung, aber auf der gegenüberliegenden Seite sieht der dritte Preisträger (Büro Jo. Franzke Architekten, Frankfurt/Main vor. Hier sind aber Rathaus und Stadthalle nicht getrennten Gebäuden, vielmehr fügt sich die Stadthalle „nahtlos“ an den Rathausteil an (Bild unten).
Auf den ersten Blick besonders integrierend wirkt der Entwurf des Büros AP Plan Mory Osterwalder Vielmo Architekten- und Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart, dem das Preisgericht den zweiten Preis zuteilte. Er verzichtet gänzlich auf einen Hochhausteil und integriert alle geforderten Funktionen in einem insgesamt niedrigeren, gegliederten Gebäudekomplex (mittleres Bild).
Drei weitere „Anerkennungspreise“ wurden den Entwürfen der Büros schneider+schumacher Architektengesellschaft mbH aus Frankfurt am Main. ?Rhode Kellermann Wawrowski aus Düsseldorf und JSWD Architekten aus Köln, verliehen.
„Wir haben uns bewusst für einen Wettbewerb entschieden, um aus einem möglichst breiten Angebot an Entwürfen wählen zu können. Die Gesamtmaßnahme hat eine sehr hohe Bedeutung für die Stadt Eschborn und ihre Bürgerinnen und Bürger, daher wollen wir ein optimales Ergebnis erreichen“, teilte Bürgermeister Speckhardt mit.
Bürgermeister Speckhardt kündigte auch an, dass die Stadtverordneten und Magistratsmitglieder einen Tag vor Beginn der Ausstellung umfassend informiert werden sollen. Bisher stehen zumindest den Kommunalpolitikern der „Opposition“ nur die Informationen zur Verfügung, die in den Medien veröffentlicht wurden.
Für diejenigen Interessierten, die sich nicht nur die Entwürfe anschauen wollen, sondern auch konkrete Fragen haben, stehen im Rahmen der Ausstellung am Mittwoch, 27. Januar sowie am Mittwoch, 3. Februar, jeweils von 15 bis 18 Uhr „fachlich Beteiligte und Mitarbeiter“ im Rathaus bereit, Fragen zu beantworten und Erläuterungen zu geben. (fwh)
Bilder: Stadt Eschborn
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Die Ausstellung kann vom 20. Januar bis 4. Februar im Rathaus Eschborn während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 8-12 Uhr, Mittwoch zusätzlich 15-18 Uhr.
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