Das Online-Magazin aus Eschborn am Taunus
21.11.2011
Der Autor Hanekamp zieht uns nach den ersten Worten des Vorlesers sofort in seinen Bann. Sorgfältig wählt er die Worte und lässt uns in die Welt der Mitte Zwanzigjährigen. In diesem Zeitabschnitt hat da schon ein bisschen Vergangenheit und die Zukunft ist egal, weil man ja noch so viel davon hat. Spießigkeit ist, jedenfalls in der Welt von Oskar Wrobel, dem Helden der Geschichte, nicht angesagt. All dies bringt der Vorleser Florian von Manteuffel genial in die Köpfe der Zuhörer.
Hamburg, St. Pauli, 31. Dezember. Oskar Wrobel ist verkatert wie immer, er hat Schulden bis zum Hals und heute steigt die letzte Party in seinem Club, bevor die städtischen Abrissbagger anrollen. Was danach kommen soll, weiß der liebe Gott allein. Zum Glück bleibt ihm zum Grübeln keine Zeit, denn ein verzweifelter Ex-Zuhälter stürmt seine Wohnung, sein bester Freund zerbricht am Ruhm, im Club geht's drunter und drüber und dann sind da noch der tote Elvis, die Innensenatorin und - Mathilda, Mathilda, Mathilda, seine große Liebe, die er um jeden Preis zurückwill. Der wildeste und romantischste Kiezroman aller Zeiten.
Kopfkino! Schräg, zärtlich und komisch alles manchmal zugleich. Herrlich gut. (schw)
Tino Hanekamp: So was von da, Der Audio Verlag, Sprecher: Florian von Manteuffel, Spieldauer: 07 Std. 16 Min. (gekürzt), SBN: 978-3-462-04288-7, € 13,95
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