Das Online-Magazin aus Eschborn am Taunus
15.09.2011
Ein deutscher Psychothriller der gelungenen Art. Ein kleines Maedchen wird ermordet und der Hauptverdaechige ein Psychater wird verurteilt. Zweifelhafte Aussagen von Zeugen, der verbissener, fast besessener Kiminalbeamte Menkhoff und dann wird endlich der benoetigte Beweis gefunden, aber ist er wirklich eindeutig oder untergeschoben? Menkhoffs Partner, Komissar Seifert ist von anfang an nicht hundert Prozent ueberzeugt, dennoch muss der Psychiater Lichner fuer fuenfzehn Jahre ins Gefaengnis. 2009, kaum aus der Haftanstalt entlassen, fuehrt ein anonymer Hinweis wieder zu Lichner, ein kleines Maedchen soll entfuehrt worden sein. Es ist Menkhoff der diesen Hinweis erhaelt und beginnt mit seinem Partner Seifert eine Hetzjagd auf Lichner. Man ist immer wieder hin und her gerissen zwischen den Charakteren, Lichner unschuldig? Ein Lesevergnuegen fuer alle Krimifreunde.
Geboren 1962 in Saarlois, studierte Arno Strobel Informationstechnik und war als selbstaendiger IT Unternehmensberater taetig, bevor er in Luxemburg fuer eine deutsche Bank arbeitete. Erst mit vierzig begann Arno Strobel mit dem Schreiben, er lebt mit seiner Familie in der Naehe von Trier. Neben dem Buch „Das Wesen“ erschienen von Arno Strobel, „Der Trakt“, „Das Skript“ und „Magnus: Die Bruderschaft“.
Januar 1994, die vierjaehrige Juliane verschwindet und wird tot in einem Aachener Waldstueck gefunden. Der junge Kommissar Seifert und sein erfahrener Partner Oberkommissar Menkoff uebernehmen den Fall. Durch die Aussage einer aeltere Nachbarin geraet der Psychologen Joachim Lichner in das Visier der Kommissare. Lichner ein intelligenter, arroganter Mann hat ein Alibi, das durch seine Freundin Nicole Klement bestaetigt wird. Doch die junge Frau fuerchtet sich vor etwas, es scheint das sie von Lichner misshandelt wird und Menkoff beginnt den Fall persoenlich zu nehmen. Als Nicole ihr Alibi zuruecknimmt und in Lichners Garage Julianes Haargummi gefunden wird, scheint der Fall klar zu sein. Nur Kommissar Seifert hat seine Zweifel, die Aussagen der Nachbarin, sind verworren, Nicole Klement hat Geheimnisse und dann wird ihm klar das sein Partner sich in Nicole verliebt hat. 2009, fuenfzehn Jahre spaeter, Lichner ist wieder auf freiem Fuss. Hauptkommissar Menkoff erhaelt einen anonymen Anruf, ein kleines Maedchen wurde entfuehrt und als er und Seifert zu der besagten Adresse fahren oeffnet Lichner die Tuer. Der alte Hass entbrennt, wieder belastende Zeugenaussagen, gefaelschte Geburtsurkunden, diesmal scheint es klar, irgendjemand versucht Lichner zu belasten. Erst als den Kommissaren die Krankenakte von Nicole Klement in die Hand faellt, wird klar, dass sie in ihrer Kindheit zu tiefst traumatisiert wurde. Doch Menkoff, der mittlerweile verheiratet ist und selbst eine kleine Tochter hat, scheint immer noch Gefuehle fuer Nicole zu haben. Als dann seine eigene Tochter entfuehrt wird, ist auch Nicole verschwunden, Lichner bietet seine Hilfe an und eine Jagd auf Leben und Tod beginnt.
Ist Menkoff wirklich ein skrupelloser Polizist, der den Psychiater aus dem Weg raeumen will? Komissar Seifert, zu jung und unerfahren um sich gegen den aelteren Partner zu stellen? Und was ist mit Nicole Klement, die damalige Freundin des Psychater, eine verstörte bildhübsche Frau, mit der Menkoff zu allem Uebel auch noch eine Affaire beginnt? Alles ziemlich undurchsichtig und wirklich bis zum Schluss nicht zu erahnen. Ein Lesevergnuegen fuer alle Krimifreunde.
Arno Strobel: Das Wesen,Fischer Verlag, Taschenbuch, 355 Seiten,ISBN: 978-3-596-18632-7
Foto: HP Merten Fotodesign, Buch & Cover: Fischer Verlag
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