Das Online-Magazin aus Eschborn am Taunus
09.09.2011
Wir vom ESM wollen nicht verhelen das wir begeistert sind. Nach dem Lesen von „Ein schöner Ort zu sterben“, (Aufbau Verlag, Taschenbuch) haben wir sofort „Lass die Toten ruhen“ in Angriff genommen. Die Autorin Nunn fängt uns schon mit den erste Zeilen ein und führt uns in das Südafrika der 50er Jahre. Es gelingt ihr uns bis zur letzten Seite zu fesseln und uns die Rassentrennung schonungslos vor Augen zu führen. Im Hinterkopf hat man die Geschichte von Nelson Mandela und mit Malla Nunn bekommt man die Atmosphäre von Unterdrückung und Ausbeutung quasi hautnah mit.
Malla Nunn wurde in Swasiland geboren und hat mit ihrer Familie lange in Südafrika gelebt. Als Filmemacherin erhielt sie mehrere Auszeichnungen. In diesem Roman hat sie ihre eigene Familiengeschichte verarbeitet. Ihre Eltern lernten sich in den fünfziger Jahren kennen, als es für einen Weißen verboten war, eine Nicht-Weiße zu heiraten. Bei Aufbau erschien von ihr ebenfalls der erste Roman über Emmanuel Cooper: „Ein schöner Ort zu sterben“.
Durban in den fünfziger Jahren. Drogenbosse, Zuhälter, korrupte Polizisten, indische Kleinkriminelle, gestrandete Deutsche beherrschen die Szene. Emmanuel Cooper, ein verdeckter Ermittler, muss einen Mörder finden, um sich selbst zu retten.
Eindrucksvoll beschreibt Malla Nunn die dunklen, gleichwohl faszinierenden Seiten Südafrikas. Sie verwendet in Ihren Romanen eine klare Sprache und bringt selbst die Gefühle ihrer Protagonisten bildhaft und treffgenau auf den Punkt. Ein echtes Stück Kriminalliteratur (schw.)
Malla Nunn: Lass die Toten ruhen, Kriminalroman, Rütten & Loening Verlag, gebunden, 383 Seiten, 978-3-352-00800-9, € 19,95
Autorenfpto: Darryl Robinson, Buch & Cover Rüttten & Loening
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