Alle Artikel von Stephan Schwammel

Jo Nesbø: Durst (Ein Harry-Hole-Krimi 11)

Das Buch ist nichts für zarte Seelen. Der Autor Jo Nesbø verlangt starke Nerven. Der Gegenpart zu Harry Hole, dem harten Kerl mit weichem Kern, ist Vampirist. Einer der es liebt Blut zu trinken. Meist von jungen Frauen. Das ist normalerweise nicht das Genre zu dem ich greife. Aber Jo Nesbø wäre nicht Jo Nesbø wenn er diesen rauen Plot nicht mit sehr viel psychologischen und anderen Fakten anreichern würde, dass der Thriller immer spannend und lesbar bleibt. Interessant ist auch der norwegische Umgang mit Sex.

 

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Joan Weng: Feine Leute

Ein feines Ermittlerduo streift da durch das Berlin der 20er Jahre. Ein feiner Pinkel, gutaussehend und Filmstar und ein Arbeiterkommissar der auch ein Liebling der Frauen ist. Beide sind aber in Liebe vereint dass aber niemand wissen darf, denn der § 175 (Homosexualität) ist ein scharfes Schwert der Justiz. Es geht in dieser Liebesgeschichte hin und her, aber am Ende hat die Lösung des Falles so etwas wie es die Autorin Agatha Christie macht. Sehr geheimnisvoll. Mord in bester Gesellschaft.

 

 

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Gay Talese: Der Voyeur

Da ist einer, der hat ein Motel und beobachtet 15 Jahre lang durch ein präpariertes Loch Menschen. Er schreibt auf was er sieht und teilt es dem Sachbuchautor Talese mit. Schockierend? Erhellend? Studie? Es ist auch ein bisschen von Allem. Am Ende des Buches vergleicht der Voyeur die Überwachung des Staates mit seinen vielen Kameras mit seinem Voyeurismus. Interessant!

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Kerstin Ehmer: Der weiße Affe

Berlin in der Weimarer Republik war ein Schmelztiegel in all seinen Facetten. Schillernde Bars und sexuelle Freiheit charakterisieren die Großstadt genauso wie Antisemitismus und die schwelenden Vorboten des Nationalsozialismus. Die Autorin versteht es, die brodelnde Atmosphäre dieser widersprüchlichen Zeit spürbar zu machen. Großbürgertum, Verelendung der Bevölkerung besonders der Kinder. Dabei bedient sie sich einer Sprache, deren Schönheit das Flair der Goldenen Zwanziger lebendig einfängt und gleichzeitig modern daherkommt.

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Gisbert Haefs: Das Ohr des Kapitäns

Das Ohr des Kapitaens von Gisbert Haefs

Ein Ohr macht Geschichte. Das abgeschnittene Ohr eines englischen Kapitäns löst einen Krieg aus. Die Jahre 1713-35 werden von Gisbert Haefs wunderbar in einem Seefahrer Roman zusammengefasst. Immer wenn man Seefahrergeschichten dieser Zeit liest handelt es sich um Sklavenhandel, oder Schmuggel. Freibeuterei ist an der Tagesordnung. Aber die geschichtlichen Zusammenhänge macht erst dieser Roman deutlich.

 

 

 

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Daniel Suarez: Bios

Ein SiFi Roman der dadurch besticht, dass er die Leserschaft nicht in ferne Welten entführt, sondern die Erde zeigt wie sie im Jahre 2045 sein könnte. Vieles erschreckt und ist doch glaubwürdig. Die technologische Entwicklung mag weit hergeholt sein, aber wenn wir uns die Entwicklung der letzten 30 Jahre anschauen, dann erscheint vieles was der Autor schildert möglich zu sein. Was erschreckt sind die Flüchtlingsströme die sich, so der Autor auf 70 Millionen Menschen summieren. Diese versuchen in die neuen Boom Metropolen, und die liegen in Asien, zu kommen. Die Versuche am und mit Menschen sind brutalst. Ein Roman der es in sich hat und Denkanstöße mit Höchstspannung liefert.

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John le Carré: Das Vermächtnis der Spione (Ein George-Smiley-Roman 9)

Es ist der Kalte Krieg. Die Spionageabteilungen der Siegermächte feiern fröhliche Urständ. Doppelagenten und Menschen die einfach nur das Beste für ihr Land tun wollen werden durch die Mühlen der Geheimdienstbürokraten gedreht, verraten und erschossen. Diese Szenarien setzt der große Meister des Spionagethrillers John le Carré, in Szene. Der Spion, der aus der Kälte kam ist zurück – Der ultimative Roman über die dunklen Seiten der Geheimdienste. Ein Blick hinter die Kulissen der „Schlapphüte“.

 

 

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Erstmals 300 Sterne-Restaurants im Guide MICHELIN Deutschland 2018

Die 55. Ausgabe des renommierten Gastronomie- und Hotelführers empfiehlt auf 1.104 Seiten insgesamt 2.232 Restaurants und 1.777 Hotels, davon:

  • 300 Restaurants mit Michelin Sternen
    • 11   3-Sterne-Restaurants, darunter 1 neues
    • 39   2-Sterne-Restaurants, darunter 4 neue
    • 250 1-Stern-Restaurants, darunter 29 neue
  • 460 „Bib Gourmand“-Restaurants, darunter 33 neue

Die Auswahl der im Guide MICHELIN gelisteten Häuser reicht vom Landgasthof über das Gourmetlokal bis hin zur gut geführten Familienpension. Darüber hinaus listet der Guide MICHELIN zahlreiche Wellness-Hotels bis hin zu traditionsreichen Grandhotels.

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Vanna Vinci: „Frida – Ein Leben zwischen Kunst und Liebe“ Graphic Novel

Frida – Ein Leben zwischen Kunst und Liebe von Vanna Vinci

Gastrezension von Dr. Ulrike Bolte:

Kongenial setzt die preisgekrönte Illustratorin Vanna Vinci mit fest umrissenem Strich und kräftiger Farbigkeit die Lebensgeschichte der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo in eine Graphic Novel um. Im Dialog mit dem Tod in verschiedenen Manifestationen – zu dem Mexikaner ein unangespanntes Verhältnis pflegen, was sich an den freudigen Festen wie Allerheiligen zu Ehren der Toten ausdrückt – wird die Lebens-, Leidens- und Liebesgeschichte Kahlos ausgebreitet.

 

 

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Sabine Ebert: Schwert und Krone – Der junge Falke

Einen Zeitsprung in das Jahr 1140 mitten in die Machtspiele der Herzöge, Könige und Fürsten der deutschen Lande. Das Volk hungert und der Papst schickt den deutschen König auf den Kreuzzug nach Palästina um seine Machtbasis zu erhalten. Die Ernten sind sehr mager und das Volk hungert. Das ist die Situation in dem junge Fürsten die Chance sehen an die Macht zu gelangen. Koste es was es wolle. Da werden Mittel angewandt die es heute auch noch gibt: Rufmord, Vergiftungen und Zweckbündnisse geschmiedet. Viele Informationen fließen in das Werk ein.

 

 

Sabine Ebert

Sabine Ebert wurde in Aschersleben geboren, ist in Berlin aufgewachsen und studierte in Rostock Lateinamerika- und Sprachwissenschaften. In ihrer langjährigen Wahlheimat Freiberg arbeitete sie als Journalistin und verfasste mehrere Sachbücher. Aus Passion für sächsische und deutsche Geschichte begann sie, historische Romane zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. Eigens für die Arbeit an ihrem Roman über die Völkerschlacht und die Fortsetzung zog sie nach Leipzig und wurde in der Messestadt schnell heimisch.

Das große Friedrich-Barbarossa-Epos von der Bestseller-Autorin Sabine Ebert geht weiter! Band 2 der großen Mittelalter-Saga
Anfang 1147 sorgen Hungersnot und Weltuntergangspropheten in deutschen Landen für Verzweiflung. Fast alle großen Adelshäuser rüsten für zwei Kreuzzüge. Unter König Konrad wollen Zehntausende ins Heilige Land, während die östlichen Fürsten planen, mit ihrem „Wendenkreuzzug“ slawische Gebiete an Elbe, Havel und Küste zu erobern. Bevor sie aufbrechen, werden strategische Ehen geschlossen. Friedrich von Staufen, der Neffe des Königs und künftige Barbarossa, heiratet die von ihm ungeliebte Adela von Vohburg, der Meißner Markgrafensohn Dietrich eine gefühlskalte polnische Herzogstochter. Fast alle Männer ziehen in den Krieg – und die Frauen müssen allein mit Hungersnot, Missernten und Angriffen fertig werden.
Auf dem Weg ins Heilige Land macht sich der junge Friedrich einen Namen als militärischer Anführer. Doch der Kreuzzug scheitert katastrophal. Nur wenige kehren heim. Zu den Heimkehrenden gehört der schwer erkrankte König Konrad von Staufen. Die nie erloschenen Machtkämpfe entflammen von neuem. Konrad stirbt wenige Tage vor der Wahl und Krönung seines erst achtjährigen Sohnes zum Mitregenten.
Das ist der Moment, in dem Friedrich von Staufen entschlossen nach der Krone greift. Er will das Reich umgestalten – und eine neue Frau, eine bessere Partie als Adela.

Geschichtsunterricht in Romanform. Beste Unterhaltung.

Sabine Ebert: Schwert und Krone – Der junge Falke, Knaur Verlag, 640 Seiten. ISBN: 978-3-426-65413-2, € 19,99