Alle Artikel von Stephan Schwammel

Dennis E Taylor: Ich bin viele

Ich bin viele von Dennis E Taylor

Ein SF Roman der aus der Reihe fällt. Was, wenn die Erdbevölkerung sich bis auf wenige Menschen selbst auslöscht. Aber vor der Selbstauslöschung noch ein menschliches Hirn in die Lage versetzt Planeten zu entdecken auf dem menschliches Leben möglich ist. Ein SF Roman, der uns einen Spiegel vorhält in unserem Egoismus und dem Hang zur ökologischen Selbstzerstörung. Das Gehirn, befreit von allen Zwängen, handelt dagegen planvoll und den Menschen zugewandt. Der Autor lässt seiner Fantasie freien Lauf. Weiterlesen

Cixin Liu: Weltenzerstörer, Novelle

Weltenzerstoerer von Cixin Liu

Ein Chinesischer SiFi Roman, besser eine Novell. Der Autor bringt hier eine Menge Themen in seiner Geschichte unter. Es erinnert etwas an Stanislav Lem, der in seinen Geschichten ganze Gesellschaften, ihre Eigenheiten untergebracht hat. Dabei hat er, genau so wie Liu gesellschaftliche Problematiken zur Diskussion gestellt. In einigen Passagen der Novelle kann man vermuten, dass auch Probleme der Chinesischen Gesellschaft angesprochen werden. Das aber ist dann schon etwas nur für Chinesen und diejenigen die sich hierin auskennen.  Für eine/n Neueinsteigerin in chinesische SiFi ist diese Novelle bestens geeignet. Weiterlesen

Martin Suter: Allmen und die Erotik

Wieder einmal eine neue Geschichte von dem sympathischen Kleinkriminellen und Hochstapler Allmen. Wieder einmal ist der auf großem Fuß lebende Gentleman pleite und muss nach einem „Fehlgriff“ auf die Barreserven seiner Mitgesellschafter Carlos u. Maria zurückgreifen. Durch eine Erpressung gerät er immer tiefer in einen Sumpf von Kriminalität die er nicht will. Weiterlesen

Christian v. Dithfurt: Schattenmänner

Wer die Thriller um den gewöhnungsbedürftigen De Bodt kennt weiß, dass ihn etwas außergewöhnliches erwartet. Diesmal lässt der Autor seine Leserschaft über viele Seiten im Ungewissen. Scheinbar völlig zusammenhanglos gibt es an den verschiedensten Ecken in Deutschland und Europa Tote. Das führt die übliche Truppe wieder zusammen und es geht gegen einen unsichtbaren Feind, der erst am Ende des Buches erscheint. V. Ditfurth lässt es sich nicht nehmen neueste politische Strömungen aufzunehmen und in seinem Plot zu verarbeiten. Es ist wieder eine Freude den Aphorismen der Philosophen zu lauschen die der belesene Kommissar reihenweise vom Stapel lässt. Weiterlesen

Horst Eckert: Der Preis des Todes

Ein Politkrimi der hinter die Kulissen der Fernsehwelt, insbesondere der Talkshows blicken lässt. Wann, welche Politiker bei wem auftreten wollen bzw. oder dürfen, ist schon spannend zu lesen. Er zeigt aber auch auf, wie das internationale Lobbytum arbeitet. Was nach außen so schön scheint, kann im Inneren total korrupt und verfault sein. Der Autor wirft auch einen Blick auf die Flüchtlingssituaton. Besonders das größte Flüchtlingslager in Kenia Dabaab wirft einen langen Schatten in diesem Buch.

 

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Kristin Lukas: Das Letzte, was du siehst

Immobilienmanagement. Das klingt sehr trocken und etwas unseriös. Was die Insiderin Kristin Lukas daraus gemacht hat ist ein Krimi der was die Tötung von Menschen angeht etwas rau. Wenn es aber um die Immobilienwirtschaft geht ist das Werk sehr erhellend. Wie man aus unbeweglichen Gegenständen wie Häuser sehr viel Geld machen kann und wie das geht zeigt sie an Hand von fiktiven Beispielen. Der Blick auf die Skyline von Frankfurt wird nach der Lektüre des Buches ein anderer sein. Wer den „Speckgürtel“ um Frankfurt kennt, weiß welche Geschäfte hier in dreistelliger Millionenhöhe gemacht werden.

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Frank Goldammer: Vergessene Seelen. Ein Fall für Max Heller

Deutschland hat scheinbar vergessen! Vieles was der Dresdner Autor uns in seinen realistischen Beschreibungen drastisch vor Augen führt, ist erst 70 Jahre her. Not, Zerstörung und damit Elend, Verwahrlosung sind das Ergebnis rassistischer und engstirniger Politik. Deswegen ist das vorliegende Buch ein Mahner! Es mahnt die handelnden Personen zur Weitsicht und zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Spannend und ausdrucksstark ist das dritte Buch mit Max Heller als Oberkommissar in einer besetzten Stadt. Weiterlesen

Jo Nesbø: Macbeth

Macbeth von Jo Nesbo

Eine griechische Tragödie in die Neuzeit transformiert. Ein Mann der sich durch Drogen, Alkohol und Machthunger von Mord zu Mord entwickelt. Mehrere Autoren haben sich bereits an dem Thema dieser Tragödie versucht. Ein düsteres Werk hat der Norwegische Autor Jo Nesbø da geschrieben. Es erinnert an den Film Sin City der in Sepia mit Bruce Willis gedreht wurde und die düstere Stimmung sowie die Brutalität widergibt. Ein Buch das so gänzlich anders ist als das wir, z. B. Harry Hole, vom Autor kennen. Man muss erkennen, dass sich in den letzten Jahrtausenden die Menschheit in ihrer Grundausrichtung nicht viel geändert hat. Das macht  Nesbø sehr deutlich. Kein Werk für schwache Nerven. Weiterlesen

Martin Österdahl: Der Kormoran

Der Kormoran von Martin Oesterdahl

Wer es liebt Verschwörungstheorien nachzuhängen der ist bei diesem Schwedenkrimi goldrichtig. Das Böse kommt natürlich aus Russland und zwar hat es seinen Ursprung schon 1944 als Stalin auf der Höhe seiner Macht ist. Die Gereuen sicher ihre Pfründe und spionieren den Westen nach Technologien aus. Schweden hat da einiges zu bieten. Den Spionen kommen da einige beherzte Männer in die Quere. Aber das Russland, Stockholm ( Schweden war neutral) 1944 bombardiert hat, um eine Spionin freizupressen war bestimmt vielen nicht bekannt. Ein Agentenroman mit vielen Informationen und teilweisen herben Szenen. Weiterlesen

James Carlos Blake: Red Grass River

Mit diesem Buch machen sie einen Sprung in Amerikas Süden. Da wo des Teufels Garten ist, in die Everglades. Sie hören die Moskitos und das plätschernde Gespräch der Alten vom Liars Club. Die erzählen eine Geschichte. Die Geschichte zweier Familien um die Jahre 1920, eine blutige Geschichte bei der es um Korruption, Liebe und Hass geht. Blake spricht bildgewaltig zu uns, der Leserschaft und wer einmal in den Everglades war kann die Atmosphäre geradezu körperlich spüren. Die Gewalt ist fast auf jeder Seite spürbar und man sieht plötzlich die Bilder alter schwarz weiß Gangsterfilme mit James Cagney (Public Enemy) in denen es zu heftigen Schusswechseln kommt. Beste amerikanische Leseunterhaltung. Weiterlesen