Alle Artikel von Stephan Schwammel

James Lee Burke: Fremdes Land

Fremdes Land von James Lee Burke

Fremdes Land von James Lee Burke

Amerikanischer kann ein Roman nicht sein. Ebenso wie amerikanische Filmepen unverwechselbar sind, so schreibt der Autor Burke seine Geschichten, meist aus dem Westen der USA, Texas, New Orleans. Die Eigenarten der Menschen fest im Blick, die meist kindliche Gläubigkeit an das eigene Fortkommen aus eigener Kraft, werden hier in Literatur gegossen. Meist ist da der strahlende Held der seinen Weg geht und der das Böse besiegt.  Mit der Figur aus seinen Dave Robicheaux Krimis (Verlag Pendragon) bedient er genau dieses Genre, Held rau und herzlich der es aber auch mal mit dem Gesetz nicht so genau nimmt.

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Britta Bolt: Der Tote im fremden Mantel

Der Tote im fremdenBei den Kriminalromanen des Autorenduos steht immer die Stadt Amsterdam mit ihren Menschen, den Grachten und ihren Eigenheiten gleichwertig zur Handlung. Diesmal ist es das Thema Fracking das eine Ökokonferenz in Amsterdam bewegt. Dabei kommen einige Personen die dieses Thema auch auf finanzieller Ebene umtreibt zu Schaden. Immer mitten im Geschehen der städtische Angestellte Pieter Posthumus. Immer fein angezogen und immer den Genüssen des Lebens aufgeschlossen hilft er die Täter zu finden.

 

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Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht

1242_01_SU_Dobler.inddEigentlich müsste man für die Kriminalromane des Franz Dobler eine eigene Kategorie erfinden. Mit dem Buch „Ein Bulle im Zug“ lässt er den psychisch angeschlagenen Kommissar kreuz und quer durch Deutschland fahren. Dabei fabuliert der Autor über Gott und die Welt. Auf jeder Seite bringt er neue überraschende Erkenntnisse und nähert sich nur allmählich der Aufklärung des Falles.

Schlag ins GesichtMit dem Werk „Schlag ins Gesicht“ nähert er sich zügiger der Aufklärung des Falles der ihn zu dem ehemaligen Filmsternchen Simone Thomas bring. Dobler beleuchtet aber die siebziger und die Lebensweisen der damaligen Jugend. Einige werden sich noch daran erinnern wie es war mit Beatmusik, langen Haaren und der freien Liebe, ohne Aids. Spannende Kriminalliteratur auf sehr hohem Niveau. Man muss sich schon Zeit nehmen um einem Franz Dobler Krimi zu folgen.

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Jule Gölsdorf: Tödliche Vorstellung

tötliche VorstellungDer Monaco-Krimi mit den Kommissaren Coco Dupont und Henri Valeri ist ein ruhiger, gut geschriebener Krimi, der nicht nur Einblick in das harte Artistenleben eines Zirkus gibt, er entführt den Leser auch in die reale Welt der Monegassen. Den Bürgern, die abseits von der Schickeria in diesem kleinen Staat leben.

Eine junge Frau aus dem Jet-Set stürzt sich in den Tod. Alles deutet auf einen Selbstmord hin, als Dupont und Valeri anfangen zu ermitteln. Doch ihre Aufmerksamkeit wird bald auf das berühmte Zirkusfestival gezogen, denn kurz darauf stirbt die Raubtierdompteuse, bei einem Löwenangriff in der Manege. Außerdem versuchen Tierschützer, das Festival zu boykottieren und plötzlich verschwindet der Festivalleiter.

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Tetsuya Honda: Blutroter Tod, Reiko Himekawa ermittelt in Tokio

Blutroter TodDas Medium Kriminalroman ist faszinierend. Mit Spannung aufgeladene Gesellschaftsbeschreibung, wie es dieser vorliegende Roman zeigt, sind neben vielen anderen Gesichtspunkten möglich. Tote gibt es in den meisten Krimis. Aber die Art der Aufklärung, die Methoden der Ermittler, die Charaktere der Handelnden sind doch sehr unterschiedlich. Völlig anders ist die Ermittlungsarbeit der Japaner. Es ist erstaunlich welche Methoden sie ansetzen, wie das Zusammenspiel der Ermittler ist. Hierarchien spielen eine gewaltige Rollen.

 

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Dominic Smith: Das letzte Bild der Sara de Vos

Das letzte BildnisGastrezension: Dr. Ulrike Bolte

Auf drei verschiedenen Zeit- und Raumschienen entwickelt Dominic Smith die fulminante Geschichte eines Gemäldes des 17. Jahrhunderts, dem Goldenen Zeitalter der niederländischen Malerei. Es wird ein lebendiges Bild der damaligen Zeit entfaltet anhand einiger bis heute bekannter Ikonen wie der des gestrandeten Wals 1636, der in zahlreichen Grafiken festgehalten wurde oder der Tulpenmanie 1636/37. Dabei wurden Tulpenzwiebeln an Börsen gehandelt, wofür sie für die Kataloge gezeichnet wurden. Leute tauschten ihr Haus gegen eine einzige Tulpenzwiebel ein bis die ganze Spekulation zusammen brach und viele Leute mit Schulden zurück ließ, so auch den fiktiven Maler Barent de Vos. Seine Frau ist Stillebenmalerin, die erste Frau, die in die Malergilde aufgenommen wurde, aber jetzt sind ihre Tulpenbilder nicht mehr gefragt. Durch ihre Verschuldung werden sie aus der Gilde ausgeschlossen und bekommen keine Aufträge mehr, so dass Barent sich seinen Gläubigern durch Flucht entzieht.

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Jörg Isringhaus: Unter Mördern

Unter MördernEs ist die Mischung aus Fiktion und tatsächlichen Geschehnissen im Jahre 1939. Die Protagonisten Dahlerus und Herrmann Göring gab es tatsächlich. Die Bemühungen um den Erhalt von Frieden auch. Die Täuschung von Seiten des Naziregimes um Friedenwillen vorzutäuschen sind ebenso real wie das Einheizen von Stimmungen in der Bevölkerung. Deswegen ist der vorliegende Roman ein Hinweis darauf wachsam zu sein, Hintergründe zu erfragen und sich immer die Frage stelle: Wem nützt es!

 

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Paul Grote: „Die Insel, der Wein und der Tod“

Die InselWas das schöne an Paul Grotes Weinkrimis ist: er führt uns jedes Mal in eine andere Weinbauregion. Dieses Mal führt uns Paul Grote zu den Weinen und Winzern von Mallorca. Kein anderer Weinkrimiautor vermittelt mehr Wissen und Kenntnisse über den Wein, seine Herkunft und seine Winzer. Das ganze noch in einen spannenden Krimi verpackt. Nach jedem Buch möchte man eine Weinreise in die Region unternehmen, die Weingüter besuchen, die beschriebenen Weine probieren und den Spuren von Henry Meyenbeeker folgen.

 

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Graham Moore: Die letzten Tage der Nacht

Die letzten TageEin Roman, der auf vielen realen Geschehnissen des auslaufenden 18. Jahrhunderts basiert. Der industrielle Aufbruch Nordamerikas ist im vollen Gange. Da will jeder der Erfinder wie Edison, Tesla und Westinghouse ein großes Stück vom Kuchen ab haben. Es entstehen Patentrechtsstreite bei denen es um Milliarden von Dollar geht. Ein junger Anwalt bekommt die Change in diesem Milliardenspiel mitzumischen und sich seine Meriten zu verdienen.

 

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Ellen Berg: „Ich koch dich tot“ (k)ein Liebesroman

Ich koch dich totEin Pfefferstreuer falsch gefüllt mit Rattengift und schon ist es passiert, versehentlich benutzt der Ehemann von Silvia, genannt Vivi, diesen besagten und fällt tot. Was eigentlich ein Versehen war, zeigt sich dann als Gottes los. Vivi ist ihren selbstverliebten Tyrannen von Ehemann los. Endlich kann sie aufatmen und genießt die Freiheit.

 

 

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