Paul Grote: „Pinot Grigio“ stand nicht im Testament

Was das Schöne an Paul Grotes Weinkrimis ist, er führt uns jedes Mal in eine andere Weinbauregion. Dieses Mal führt uns Paul Grote zu den Weinen und Winzern von Südtirol. Es ist ein Krimi und nebenbei erklärt er nicht nur die Ge-gend, die Weingüter, Weine und Winzer, sondern beschreibt gut recherchiert die brisante Geschichte von Südtirol. Für Geschichtsinteressierte eine aufschlussreiche Darstellung.

 

 

Paul Grote
Foto: Thoma Räse

Paul Grote ist Deutschlands bekanntester Weinkrimiautor. Gebürtiger Berliner, Jahrgang 1946, studierte Soziologie und Politik und startete seine journalistische Laufbahn in Hamburg. Anschließend berichtete er fünfzehn Jahre lang als freier Reporter aus Südamerika. Dabei entdeckte er sein Interesse für Wein und Wein-bau, den er zurück in Deutschland zu seinem Thema machte.

Durch eine zufällige Bekanntschaft bei Weinverkostungen zum Winzer Kanne-gießer wird der Weinbuchfotograf Frank Gatow nach Südtirol eingeladen, von dort ein Fotoband zu machen. Angekommen in Südtirol erfährt er, dass Kanne-gießer bei einem Tauchgang in Venezuela an einem Herzinfarkt gestorben ist. Die Tochter Teresa glaubt nicht daran und behauptet, dass es Mord war und bittet Frank Gatow um Hilfe. Auch wenn er es nicht will, wird er schneller in die Intrigen der Familie und dem Kampf ums Erbe mit reingezogen.

Kein anderer Weinkrimiautor vermittelt mehr Wissen und Kenntnisse über den Wein, seine Herkunft und seine Winzer. Das ganze noch in einen spannenden Krimi verpackt. Nach jedem Buch möchte man eine Weinreise in die Region unternehmen, die Weingüter besuchen, die beschriebenen Weine probieren und den Spuren von seinen Protagonisten folgen. Einen unterhaltsameren Reiseführer kann man kaum bekommen. Selten findet man so gute Informationen und Beschreibungen von einer Weinbauregion mit den Städten und der Landschaft, deren Winzer und Weingüter und ihrer Weine mit ihren für dieses Gebiet typischen Traubensorten.
Für nicht Weinkenner sind die Paul Grotes Bücher eine Weineinführung. Für Weinliebhaber eine Weinführung par exellence und für Weinkenner ein Muss.

„Pino Grigio stand nicht im Testament“ ist der 14. Weinkrimi von Paul Grote. Er weiß, wovon er schreibt. Nicht jeder Weinkrimi zeugt von so viel Kenntnis und Liebe zum Wein und wie viel Aufwand es Bedarf guten Wein zu machen. Mit je-dem Buch lernt man mehr und erfährt auch, dass der Autor sich immer weiter-entwickelt.
Wie schon im Vorgängerbuch hat der Autor extra im Einband eine Landkarte von Südtirol mit den besuchten Weingütern abgebildet. Wer noch kein Fan von den Paul Grotes Weinkrimis ist, sollte nur mal einen lesen, dann liest er garantiert alle und kann es gar nicht erwarten, bis der nächste Band erscheint. Viel Spaß beim Lesen und gönnen sie sich einen guten Wein dabei.

Paul Grote: „Pinot Grigio“ stand nicht im Testament, DTV, 978-3-423-21740-8, € 12,95

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