Frank Goldammer: Vergessene Seelen. Ein Fall für Max Heller

Deutschland hat scheinbar vergessen! Vieles was der Dresdner Autor uns in seinen realistischen Beschreibungen drastisch vor Augen führt, ist erst 70 Jahre her. Not, Zerstörung und damit Elend, Verwahrlosung sind das Ergebnis rassistischer und engstirniger Politik. Deswegen ist das vorliegende Buch ein Mahner! Es mahnt die handelnden Personen zur Weitsicht und zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Spannend und ausdrucksstark ist das dritte Buch mit Max Heller als Oberkommissar in einer besetzten Stadt.

Frank Goldammer:
Foto dtv- Dieter Brumshagen

Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.

Dresden, Sommer 1948: Während in der Stadt die Wiederaufbauarbeiten nur langsam vorangehen, bekommt es Max Heller in der staubigen Sommerhitze mit dem Fall eines toten Vierzehnjährigen zu tun. Woran er gestorben ist, ist völlig unklar. Wurde er von seinem kriegstraumatisierten Vater zu Tode geprügelt oder hat er die Mutprobe einer Jugendbande nicht bestanden? Niemand scheint sich für den Tod des Jungen zu interessieren. Heller stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Wand des Schweigens und wird dabei mit seinem ganz persönlichen Albtraum konfrontiert.

Wer das Buch gelesen hat, weiß was Krieg und dessen Auswirkungen bedeuten. Das Buch wurde als Hörbuch von Heikko Deutschmann perfekt umgesetzt.

Frank Goldammer: Vergessene Seelen. Ein Fall für Max Heller, DTV, Ungekürzte Lesung mit Heikko Deutschmann, 1 mp3-CD | ca. 10 h 30 min 978-3-7424-0413-8, 19,99 €

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